Thiotepa

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Thiotepa ist ein alkylierendes Zytostatikum, welches schon 1953 zur Behandlung von Krebserkrankungen (Brustkrebs, Blasenkrebs, Ovarialkarzinom) eingeführt wurde.[2] Es wird bis heute in der Onkologie verwendet.[3]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von Thiotepa
Allgemeines
Freiname Thiotepa
Andere Namen
  • N,N,N-Triethylenthiophosphorsäuretriamid
  • Tris(1-aziridinyl)phosphinsulfid
Summenformel C6H12N3PS
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 52-24-4
EG-Nummer 200-135-7
ECHA-InfoCard 100.000.124
PubChem 5453
DrugBank DB04572
Wikidata Q416507
Arzneistoffangaben
ATC-Code

L01AC01

Wirkstoffklasse

Zytostatikum

Eigenschaften
Molare Masse 189,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

54–57 °C[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300350
P: 201264301+310308+313[1]
Toxikologische Daten

23 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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2010 wurde Thiotepa EU-weit   in Kombination mit anderen Chemotherapeutika   zugelassen zur Vorbereitung von Patienten auf die Transplantation hämatopoetischer Stammzellen (HSZT) zur Behandlung bestimmter Erkrankungen des Blutes (z. B. Leukämie) sowie zur Behandlung solider Tumoren, wenn anschließend eine HSZT erfolgen soll (Handelsname THIOTEPA RIEMSER von Esteve Pharmaceuticals GmbH[4] oder TEPADINA®, pharmazeutischer Unternehmer ADIENNE Pharma & Biotech).[5]

Thiotepa wurde ursprünglich als Hilfssubstanz bei der Baumwollproduktion entwickelt.

Es ist ein kristallines, weißes Pulver mit einem Schmelzpunkt zwischen 54 und 57 Grad Celsius. In Lösungen ist Thiotepa nur wenige Tage stabil und muss entsprechend bei niedrigen Temperaturen gelagert werden.[1]

Im menschlichen und tierischen Organismus wird Thiotepa zum ebenfalls alkylierenden TEPA (Triethylenphosphorsäuretriamid) umgewandelt.

Die Anwendung von Thiotepa führt zu erheblichen Nebenwirkungen: Dabei führt die ausgeprägte Knochenmarkstoxizität als erwünschte Wirkung im Rahmen der Konditionierung zur HSZT zu einer Panzytopenie und einem hohen Risiko für Infektionen. In Tierversuchen zeigte Thiotepa sich als karzinogen.

Einzelnachweise

Literatur

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