Thomas Baumgartner
deutscher Maler
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Leben
Nach einer Ausbildung auf der Mal- und Zeichenschule von Hermann Groeber erhielt er auf der Großen Internationalen Ausstellung im Münchner Glaspalast mit 21 Jahren 1913 die Goldmedaille für sein Porträt „General von Keller“. Darauf folgte das Bild „Seiner Majestät des Königs von Bayern“.
Am Tegernsee wurde er mit Georg Hirth bekannt, dem Gründer und Herausgeber der „Jugend“, einer Zeitschrift, von der der Begriff „Jugendstil“ stammt. Von Hirth erhielt er einen Porträtauftrag für dessen Freund Ludwig Thoma. Hirth empfahl ihn auch an die Münchner Akademie.
Die Künstlervereinigung „Die Frauenwörther“ auf der Insel Frauenchiemsee gründete er 1920 zusammen mit Hiasl Maier-Erding (1894–1933) und Constantin Gerhardinger (1888–1970).[1] Baumgartner galt als gefragter Porträtist, er porträtierte u. a. auch Künstlerkollegen wie Joseph Wopfner und Constantin Gerhardinger. Seit 1934 lebte er in Kreuth.[2]
Baumgartner war auch in der Zeit des Nationalsozialismus ein erwünschter Künstler, von dem verschiedene Werke im 1938 eröffneten Haus der Deutschen Kunst ausgestellt wurden, darunter auch Bauern beim Essen,[3] und 1941 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im selben Haus Der Kampf des Arztes mit dem Tod. Am 1. Juli 1943 wurde er trotz Titelsperre durch Hitler zum Professor ernannt.[3]
Auch nach dem Krieg lebte und arbeitete er weiter in Kreuth. Baumgartner malte häufig Personen des bäuerlichen Lebens. Orientierte er sich in der malerischen Ausführung anfangs noch an Hermann Groeber, wurde in den 1920er Jahren der Hintergrund einfarbiger. Sie Konturen nahmen an Bedeutung zu und die Individualität der Charaktere wurde von ihm stärker hervorgehoben. Porträts des Spätwerks waren hingegen „fast schon fotorealistisch“.[4]
Weblinks
Literatur
- Tizia Koese: Vom Malerlehrling zum Starporträtisten, Katalog zur Werkschau von Thomas Baumgartner, Wildbad Kreuth 1999