Thomas Lowin
deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
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Thomas Lowin (* 4. März 1968 in Bremen) ist ein Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr und seit Juli 2025 stellvertretender Chef des Stabes für Operationsführung im Allied Land Command der NATO.
Leben
Lowin trat im Juli 1987 bei der 2. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 71 in Hamburg in die Bundeswehr ein. Von 1988 und 1989 wurde er als Gruppenführer in der Begleitbatterie 3 in Dörverden verwendet, wo er eine Ausbildung zum Unteroffizier im Begleitdienst erhielt. Die Begleitbatterie waren für die Bewachung von Kernwaffen im Rahmen der nuklearen Teilhabe zuständig. Von 1990 bis 1992 hatte er Verwendungen als Gruppenführer im Raketenartilleriebataillon 32 in Dörverden und als Zugführer im Raketenartilleriebataillon 32 in Delmenhorst und durchlief dabei als Offizieranwärter die Offizierausbildung zum Offizier des Truppendienstes der Artillerietruppe. Von 1992 bis 1995 studierte er an der Universität der Bundeswehr Hamburg. 1996 war er Zugführer eines mit der Panzerhaubitze M109 ausgestatteten Geschützzuges der 4. Batterie des Beobachtungspanzerartillerielehrbataillons 51 in Idar-Oberstein und 1997 Offizier für Planung, Ausbildung und Organisation (S 3) des Artillerieregiments 5 in Idar-Oberstein. 1998 besuchte er den Officer Advanced Course an der United States Army Field Artillery School in Fort Sill in Oklahoma in den Vereinigten Staaten. Von 1999 bis 2002 war er Batteriechef der 4. Batterie des Beobachtungspanzerartillerielehrbataillons 51 in Idar-Oberstein und besuchte in dieser Zeit den Stabsoffiziergrundlehrgang.
Von 2002 bis 2004 absolvierte Lowin den 45. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Anschließend war er von 2004 bis 2006 Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) beim Deutschen Militärischer Vertreter bei der NATO und der Europäischen Union in Brüssel in Belgien und von 2006 bis 2008 Referent im Referat V 1 (strategische und operative Grundsatzangelegenheiten der NATO) und im Referat VI 7 (streitkräftegemeinsame Übungen der Bundeswehr) im Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) auf der Hardthöhe in Bonn. Am 18. Dezember 2008 übernahm er als Regimentskommandeur im Dienstgrad eines Oberstleutnants die Führung über das Artillerielehrregiment 345 in Kusel. Während dieser Zeit absolvierte er einen Auslandseinsatz der Bundeswehr als J3/Joint Fires und Teil der ISAF in Afghanistan. Am 25. März 2011 wurde das Kommando an seinen Nachfolger Ole Klingebiel übergeben.
Später war er ein zweites Mal als stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes Train Advise Assist Command – North in Afghanistan. Er war G 3 einer Panzerdivision, absolvierte den Higher Command & Staff Course an der Defence Academy of the United Kingdom in Shrivenham im Vereinigten Königreich, Lehrgänge am NATO Defense College in Rom in Italien sowie an der Baltischen Verteidigungsakademie in Tartu in Estland. Von mindestens November 2019[1] bis mindestens Januar 2021 war er Referatsleiter des Referats II 6 (Vereinte Nationen) der Abteilung Politik des Bundesministeriums der Verteidigung am Dienstsitz Berlin.[2]
Als Oberst war Lowin zur Ausbildung als Militärattaché im Streitkräfteamt in Bonn eingesetzt, bevor er im Juli 2025 stellvertretender Chef des Stabes für Operationsführung im Allied Land Command der NATO in Izmir in der Türkei[3] und zum Brigadegeneral ernannt wurde.
Lowin ist verheiratet und hat drei Kinder.
Siehe auch
Schriften
- mit Jochen Koch und Sven Trusch: Das System Artillerie im ISAF-Einsatz – Erste Erfahrungen. In: Zu Gleich. Nr. 2, 2010, S. 5–12.
Literatur
- Vita Kommandeur Artillerielehrregiment 345 (Thomas Lowin). In: Zu Gleich. Nr. 1, 2009, S. 41.
Weblinks
- Deputy Chief of Staff Operations Brigadier General Thomas Lowin. (PDF) In: lc.nato.int. (englisch).