Thomas Trautner
deutscher Biologe
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Leben und Werk
Trautner wuchs in Göttingen, Hannover und ab 1942 in Osterode am Harz auf, wo er 1950 am Gymnasium das Abitur ablegte.[2] Er studierte ab 1950 Biologie in Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und ab 1951 Mikrobiologie an der Georg-August-Universität Göttingen, arbeitete danach am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, wo er zusammen mit seinem Cousin Carsten Bresch die Bakteriophagen in die genetische Forschung einführte.
Von 1953 bis 1954 war er Fulbright-Stipendiat an der University of Illinois at Urbana-Champaign und von 1964 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin.
Sein Hauptforschungsgebiet waren Probleme der DNA-Replikation und -funktion bei Bakteriophagen.
1989 wurde er als ordentliches Mitglied in die Academia Europaea aufgenommen.[3] Trautner war seit 1996 Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Thomas Trautner ruht auf dem Waldfriedhof Dahlem. Es gibt dort keinen Grab- oder Kissenstein.
Ehrungen
Im Jahr 1973 erhielt Trautner den Oskar-Mahr-Preis der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler. 1996 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität zu Berlin verliehen.[4] Im Jahr 2025 wurde die Bakteriophagen-Familie Trautnerviridae, an deren Mitgliedern er jahrzehntelang geforscht hatte, offiziell bestätigt und ihm zu Ehren benannt.[5][6]
Weblinks
- Literatur von und über Thomas Trautner im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Thomas A. Trautner – Steckbrief an der BBAW