Tiefenklein
Gemeindeteil des Marktes Küps
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Tiefenklein ist ein Gemeindeteil des Marktes Küps im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).[2]
Tiefenklein Markt Küps | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 11′ N, 11° 18′ O |
| Höhe: | 335 m ü. NHN |
| Einwohner: | 71 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 96328 |
| Vorwahl: | 09264 |
Geographie
Das Dorf liegt auf freier Flur am Fuß des Tobes (385 m ü. NHN, 0,7 km südwestlich). Es entspringt dort der Tobersbach, ein linker Zufluss der Zweinzen. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Küps zur Kreisstraße KC 13 (2,2 km nordwestlich) bzw. nach Hain (1 km südlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Eichenbühl (1,1 km südlich) und zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1,2 km südwestlich) zwischen Burkersdorf im Westen und Hain im Osten.[3]
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Tiefenklein aus 13 Anwesen. Das Hochgericht übten die Rittergüter Wildenroth und Strössendorf im begrenzten Umfang aus, sie hatten ggf. an das bambergische Centamt Weismain auszuliefern. Das Rittergut Wildenroth hatte die Dorf- und Gemeindeherrschaft inne. Grundherren waren das Rittergut Wildenroth (2 Höfe, 4 Fronsölden, 1 Gut, 1 Haus), das Rittergut Strössendorf (2 Halbhöfe, 1 Zweidrittelgütlein, 1 Tropfhaus) und das Rittergut Tüschnitz (1 Hof als Freieigen).[4]
Mit dem Gemeindeedikt wurde Tiefenklein dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Hain und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Hain zugewiesen. Am 1. Januar 1972 wurde Tiefenklein im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Küps eingegliedert.[5]
Ehemaliges Kunstdenkmal
- Haus Nr. 11: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Satteldach. Erdgeschoss massiv, Obergeschoss verschiefert, am Giebel Tafel mit der Bezeichnung „AAP 1810“; Reste dekorativer Bemalung.[6]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach Zur Heiligen Dreifaltigkeit in Weißenbrunn gepfarrt,[4] seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit in Hain zuständig.[8]
Literatur
- Tilmann Breuer: Landkreis Kronach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 19). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 450619354, S. 257.
- Johann Kaspar Bundschuh: Tiefenklein. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 553 (Digitalisat).
- Helmut Demattio: Kronach – Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 32). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1998, ISBN 3-7696-9698-0.
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 706.
Weblinks
- Tiefenklein in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 15. Dezember 2021.
- Tiefenklein in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 1. November 2020.
- Tiefenklein im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 1. November 2020.