Tim Berger
österreichischer Beachvolleyball- und Volleyballspieler
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Tim Liam Berger (* 11. November 2004 in Wien) ist ein österreichischer Beachvolleyball- und ehemaliger Volleyballspieler. Er wurde 2025 österreichischer Meister im Sand.
| Tim Berger | |
|---|---|
| Porträt | |
| Geburtstag | 11. November 2004 |
| Geburtsort | Wien, Österreich |
| Größe | 1,92 m |
| Hallenvolleyball | |
| Position | Außenangriff |
| Vereine | |
| 2021–2022 2022–2023 |
hotVolleys Wien TJ Sokol V/Post SV Wien |
| Nationalmannschaft | |
| 2019–2022 | Jugend-/Juniorennationalmannschaft |
| Beachvolleyball | |
| Partner | seit 2021 Timo Hammarberg 2024 Christoph Dressler |
| Nationale Rangliste | Position 1[1] |
| Weltrangliste | Position 14[2] |
| Erfolge | |
| 2021 – Dritter U18-EM 2022 – U20-Europameister 2023 – U20-Vizeeuropameister 2023 – Sieger Futures Mallorca 2023 – U21-Vizeweltmeister 2024 – Sieger Futures Brüssel 2024 – Siebter Challenge Chennai 2025 – Fünfter Elite16 Brasília 2025 – Fünfter Challenge Alanya 2025 – EM-Fünfter 2025 – Fünfter Challenge Baden 2025 – Dritter U22-EM 2025 – Österreichischer Meister 2025 – Fünfter Elite16 João Pessoa 2025 – Zweiter Elite16 Kapstadt | |
| Stand: 28. Oktober 2025 | |
Karriere
Karriere Halle
Der Schüler begann seine Karriere im Hallenvolleyball. Im Alter von elf Jahren wurde er 2015 mit Döbling österreichischer Staatsmeister.[3] 2019 gehörte er zum Kader der Jugendnationalmannschaft bei der Europameisterschaft der unter Siebzehnjährigen. Drei Jahre später sorgte er mit dafür, dass sich die österreichische U22 für die kontinentalen Titelkämpfe qualifizieren konnte. Mit hotVolleys Wien erreichte er im gleichen Jahr das Viertelfinale im Pokalwettbewerb seines Heimatlandes. Er spielte ein Jahr bei Sokol.[4] Danach konzentrierte sich Tim Berger auf seine Beachkarriere.
Karriere Beach
Jugend und Junioren
Zum ersten Mal bei einem europäischen Wettbewerb im Sand startete der damals erst Vierzehnjährige 2019 bei der Europameisterschaft der unter Achtzehnjährigen in Baden. Zwei Jahre später gewannen Tim Berger und Timo Hammarberg die Bronzemedaille beim gleichen Wettbewerb und erreichten die Runde der besten sechzehn Teams bei der U19-WM. Diese Platzierungen konnten die beiden 2022 noch einmal toppen. Bei der WM standen sie im Viertelfinale und bei den kontinentalen Titelkämpfen der unter Zwanzigjährigen auf der obersten Stufe des Podests.[5] Ein Jahr später standen Berger und Hammarberg auch bei Welttitelkämpfen zum ersten Mal auf dem Stockerl. Wie bei der U20-EM erreichten sie bei der U21-WM das Endspiel.[6] 2024 reichte es immerhin noch zu einer Viertelfinalteilnahme bei der U22-Europameisterschaft. Dieses Resultat konnten sie 2025 in Baden verbessern. Nach der Niederlage gegen die französischen Europameister Arthur Canet und Téo Rotar sicherten sie sich im kleinen Finale gegen die Litauer Karolis Palubinskas und Povilas Piesina Bronze.
Erwachsene
Der erste Sieg im Erwachsenenbereich auf internationaler Ebene gelang dem in der österreichischen Hauptstadt aufgewachsenen Sportler gemeinsam mit seinem Standardpartner beim Futures auf Mallorca. 2024 kamen Silber und Bronze bei den gleichartigen Veranstaltungen in Baden und Leuven hinzu. Bei den meisten Turnieren in dieser Saison standen die jungen Österreicher wie auch schon in den vorigen Spielzeiten auf der gleichen Seite des Netzes. Wenn sich jedoch eine Chance für eine bessere Platzierung bzw. die Teilnahme an einer Veranstaltung bot, die den beiden aufgrund ihrer Punktzahl im FIVB-Ranking nicht möglich geworden wäre, starteten sie manchmal auch mit anderen Partnern bei internationalen Wettkämpfen. So erkämpfte Berger seinen zweiten Futures Sieg in der belgischen Hauptstadt mit Christoph Dressler und wurde mit ihm Siebter beim hochwertigen Challenge im indischen Chennai.
Seit Anfang 2025 waren Hammerberg und Berger nur noch gemeinsam unterwegs. Nach einem siebzehnten Rang beim Challenge in Yucatán und dem zweimaligen Scheitern in der Qualifikation bei den Elite16 in Quintana Roo und Saquarema gelang ihnen der bis zu diesem Zeitpunkt wertvollste Erfolg beim gleichwertigen Wettbewerb in der Hauptstadt Brasiliens. Im Pool konnten sie zunächst die in der Weltrangliste an fünfter Position rangierenden Niederländer Boermans/de Groot wie auch die siebten Evandro/Arthur aus Brasilien bezwingen und in der Runde der Zwölf auch die Fünften der Olympischen Spiele Partain/Benesh eliminieren, bevor sie das zweite Duell gegen die Südamerikaner an diesem Wochenende verloren. Im Nachhinein wurde klar, dass das Team aus der Alpenrepublik in der Vorrunde sowohl die Eventsieger als auch deren Endspielgegner bezwungen hatte. Anschließend erreichten die beiden jungen Österreicher beim Challenger-Turnier in Alanya einen starken fünften Platz. Im Viertelfinale lieferten sie sich ein äußerst knappes Duell mit den amtierenden Weltmeistern Perusic/Schweiner, mussten sich jedoch knapp geschlagen geben.
Die Platzierung konnten die Österreicher beim gleichartigen Wettbewerb in João Pessoa wiederholen. Zuvor waren ihnen ebenfalls Viertelfinalteilnahmen bei den Challengers in Alanya und Baden gelungen. Auch bei der Europameisterschaft in Düsseldorf sorgten sie für Furore: Nach dem souveränen Gruppensieg bezwangen sie im Achtelfinale das britische Brüderpaar Bello/Bello. Erst in der Runde der letzten Acht war Endstation – und das gegen niemand Geringeren als Mol/Sorum, die Olympiasieger von 2021, fünffachen Europameister und aktuellen Weltranglistenersten. In die österreichische Staatsmeisterschaft im September in Kitzbühel waren Hammarberg und Berger als Favoriten gegangen und konnten dies im Endspiel gegen Christoph Dressler und Philipp Waller mit einem Zweisatzsieg bestätigen.[7] Zum ersten Mal in einem Finale bei einem Elite16 standen sie im Oktober in Kapstadt. Nach dem souveränen Gruppensieg ohne Satzverlust verloren sie zwar in der Runde der Zwölf, kamen jedoch als Lucky Loser noch ins Viertelfinale und bezwangen dort die Niederländer van de Velde / Brouwer sowie in der Vorschlussrunde die Franzosen Rémi Bassereau / Calvin Ayé, gegen die sie zuvor noch das Nachsehen hatten. Das Endspiel verloren sie gegen die Schweden Jacob Hölting Nilsson und Elmer Andersson.
Privates
Die Schwester des Athleten heißt Lia Suna, wurde 2007 geboren und ist als jüngste Spielerin aller Zeiten mit vierzehn Jahren in einem Finale der österreichischen Bundesliga zum Einsatz gekommen. Sie gewann wie ihr Bruder eine Underage-Europameisterschaft und den nationalen Titel im Sand.[8] Darüber hinaus wurde sie auch österreichische Meisterin in der Halle.[9] Die Mutter der beiden ist die ehemaligen Basketball-Nationalspielerin Katja Berger (geborene Tutschek). Der Vater der Geschwister Nik Berger wurde mehrfacher österreichischer Meister in der Halle und im Sand. 2003 gewann er die Beachvolleyball-Europameisterschaft.[10]