Tim Bozon

französischer Eishockeyspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

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Schnelle Fakten Draft, Karrierestationen ...
FrankreichFrankreich Vereinigte StaatenVereinigte Staaten  Tim Bozon

Geburtsdatum 24. März 1994
Geburtsort St. Louis, Missouri, USA
Größe 185 cm
Gewicht 84 kg

Position Linker Flügel
Nummer #15
Schusshand Links

Draft

NHL Entry Draft 2012, 3. Runde, 64. Position
Canadiens de Montréal

Karrierestationen

bis 2009 Genève-Servette HC
2009–2010 EHC Kloten
2010–2011 HC Lugano
2011–2013 Kamloops Blazers
2013–2015 Kootenay Ice
2015–2016 St. John’s IceCaps
Brampton Beast
2016–2017 Springfield Thunderbirds
Manchester Monarchs
2017–2018 EHC Kloten
2018–2020 Genève-Servette HC
2020–2025 Lausanne HC
seit 2025 Genève-Servette HC
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Timothé Phillipe „Tim“ Bozon (* 24. März 1994 in St. Louis, Missouri, USA) ist ein französischer Eishockeyspieler mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft, der seit Juli 2025 erneut beim Genève-Servette HC aus der Schweizer National League unter Vertrag steht und dort auf der Position des linken Flügelstürmers spielt. Sein Vater Philippe war ebenfalls professioneller Eishockeyspieler und ist Mitglied der IIHF Hall of Fame. Ebenso ist sein Bruder Kevin Bozon professioneller Eishockeyspieler.

Karriere

Tim Bozon wurde in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri geboren, wo sein Vater zu dieser Zeit bei den St. Louis Blues unter Vertrag stand. Im Alter von einem Jahr zog Tim Bozon aber bereits mit seiner Familie in die Schweiz, nachdem sein Vater in die Nationalliga A (NLA) gewechselt war. Dort wuchs er unter anderem in Lugano auf. Mit 14 Jahren trat Tim Bozon in die Nachwuchsabteilung des Genève-Servette HC ein und spielte für den Verein in der U15- und U17-Mannschaft. Anschließend wechselte er innerhalb der Schweizer Nachwuchsligen zum EHC Kloten, für die er auch seine ersten Einsätze bei den Elite-Junioren absolvierte, und weiter ins Juniorenteam des HC Lugano.

Im CHL Import Draft 2011 wurde Bozon an 27. Stelle von den Edmonton Oil Kings aus der kanadischen Western Hockey League (WHL) ausgewählt, die seine Rechte später allerdings an den Ligakonkurrenten Kamloops Blazers abgaben.[1] Vor Beginn der Saison 2011/12 wechselte der Stürmer schließlich aus der Schweiz nach Nordamerika, wo ihm sofort der Sprung in den Kader der Blazers gelang. In seiner Rookiesaison in Kamloops war der Franzose mit 71 Scorerpunkten in ebenso vielen Spielen der beste Neuling der Mannschaft. Seine 36 Treffer machten ihn zudem zum besten Torschützen unter allen Rookies der WHL. Im Januar 2012 wurde Bozon zum CHL Top Prospects Game eingeladen. Im NHL Entry Draft 2012 wurde Tim Bozon schließlich in der dritten Runde an insgesamt 64. Position von den Canadiens de Montréal aus der National Hockey League (NHL) ausgewählt. Er war damit der erste gedraftete französische Spieler seit Torwart Cristobal Huet im NHL Entry Draft 2001.

In der WHL-Saison 2012/13 konnte Bozon seine Leistungen noch einmal deutlich verbessern und schloss die reguläre Saison mit 91 Scorerpunkten aus 69 Spielen ab und war damit unter den zehn besten Scorern der Liga. Dabei machte er sich vor allem als Passgeber bemerkbar, wo er seine Punktausbeute gegenüber der Vorsaison um 20 Vorlagen erhöhen konnte. Zudem verzeichnete er die beste Plus/Minus-Bilanz der Mannschaft. In den Playoffs konnte er allerdings aufgrund einer Handverletzung nur acht Einsätze bestreiten, in denen er sechs Punkte erzielte.[2] Nach nur 13 Spielen in der Spielzeit 2013/14 wechselte er innerhalb der Liga zu den Kootenay Ice, bei denen er bis zum Sommer 2015 aktiv war.

Nach dem Ende der WHL-Saison 2014/15 wechselte Bozon in die Organisation der Canadiens, die ihn bereits im Mai 2013 mit einem Einstiegsvertrag ausgestattet hatten. In der Folge kam er zu einem Einsatz für die Hamilton Bulldogs, das Farmteam der Canadiens aus der American Hockey League (AHL), und war mit Beginn der Saison 2015/16 für das neue Farmteam St. John’s IceCaps in der AHL aktiv. Zudem verbrachte er einige Spiele bei den Brampton Beast, dem Kooperationspartner der IceCaps aus der ECHL. Im Oktober 2016 wurde er im Tausch für Jonathan Racine zu den Florida Panthers transferiert, die ihn an ihr AHL-Farmteam Springfield Thunderbirds abstellten.

Ab 2017 spielte Bozon für den EHC Kloten aus der Schweizer National League. Bozon belastete das Importspielerkontingent in Kloten nicht, da er als Nachwuchsspieler für den Genève-Servette HC, Kloten und den HC Lugano gespielt hatte.[3] Im September 2020 wurde Tim Bozon zusammen mit Petr Čajka an den Lausanne HC abgegeben, im Tausch wechselte Joël Vermin nach Genf.[4] Mit dem LHC wurde der Franzose in der Folge in den Jahren 2024 und 2025 jeweils Vizemeister, ehe er zur Saison 2025/26 zum Genève-Servette HC zurückkehrte.

International

Tim Bozon spielt international für Frankreich, obwohl er auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt. Damit folgt er seinem Vater Philippe und seinem Großvater Alain, die ebenfalls für die französische Nationalmannschaft auf dem Eis standen.[5] Bei der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2011 erzielte Bozon sechs Scorerpunkte und gewann mit der französischen Auswahl die Bronzemedaille in der zweitklassigen Division I. Damit gewann die französische U18-Mannschaft erstmals eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft. Bereits im Jahr zuvor stand der Stürmer für die U18-Auswahl des Landes auf dem Eis und gab dabei in fünf Spielen eine Vorlage.[5]

Bereits zwei Jahre später gelang Tim Bozon der Sprung in die Herren-Nationalauswahl, als er für die Weltmeisterschaft 2013 in Finnland und Schweden erstmals in den Kader der französischen Nationalmannschaft berufen wurde. Bei seinem Debüt gegen die Slowakei verzeichnete Bozon auch seinen ersten Assist. Weitere Einsätze absolvierte der Angreifer im Rahmen der Weltmeisterschaften der Jahre 2016, 2019, 2022, 2023, 2024 und 2025. Zudem nahm er an den Qualifikationsturnieren für die Olympischen Winterspiele 2022 und 2026 sowie dem Beat Covid-19 Ice Hockey Tournament teil.

Erfolge und Auszeichnungen

Karrierestatistik

Stand: Ende der Saison 2024/25

Weitere Informationen Reguläre Saison, Playoffs ...
Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2009/10 EHC Kloten U20 Elite-Jun. A 32024
2010/11 EHC Kloten U20 Elite-Jun. A 31010
2010/11 HC Lugano U20 Elite-Jun. A 2716132924 31122
2011/12 Kamloops Blazers WHL 7136357140 1150511
2012/13 Kamloops Blazers WHL 6936559158 842610
2013/14 Kamloops Blazers WHL 1334713
2013/14 Kootenay Ice WHL 5030326234
2014/15 Kootenay Ice WHL 5735286319 73696
2014/15 Hamilton Bulldogs AHL 10000
2015/16 St. John’s IceCaps AHL 4153814
2015/16 Brampton Beast ECHL 153692
2016/17 Springfield Thunderbirds AHL 43871524
2016/17 Manchester Monarchs ECHL 143360
2017/18 EHC Kloten NL 44751241 17115643
2018/19 Genève-Servette HC NL 424101410 61122
2019/20 Genève-Servette HC NL 42771431
2020/21 Lausanne HC NL 471051524 300027
2021/22 Lausanne HC NL 506111714 71234
2022/23 Lausanne HC NL 4698178
2023/24 Lausanne HC NL 511612288 1834758
2024/25 Lausanne HC NL 5213132618 1346104
Elite-Junioren A gesamt 3319133226 31120
National League gesamt 3747271143154 64101828138
WHL gesamt 260140154294164 261282027
ECHL gesamt 2969152
AHL gesamt 8513102338
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International

Vertrat Frankreich bei:

Weitere Informationen Jahr, Team ...
Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
2010 Frankreich U18-WM Div. I 4. Platz 50110
2011 Frankreich U18-WM Div. I 3. Platz 53362
2013 Frankreich WM 13. Platz 50110
2016 Frankreich WM 14. Platz 60002
2019 Frankreich WM 15. Platz 70442
2021 Frankreich Beat Covid-19 Cup 3. Platz 41014
2021 Frankreich Olympia-Quali 2. Platz 30220
2022 Frankreich WM 12. Platz 70442
2023 Frankreich WM 12. Platz 71450
2024 Frankreich WM 14. Platz 70222
2024 Frankreich Olympia-Quali 2. Platz 32130
2025 Frankreich WM 16. Platz 62130
Junioren gesamt 103472
Herren gesamt 556192512
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(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Einzelnachweise

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