TimeSplitters: Future Perfect
Computerspiel aus dem Jahr 2005
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TimeSplitters: Future Perfect ist der dritte Teil der Ego-Shooter-Reihe TimeSplitters und erschien 2005 für die PlayStation 2, Xbox und den GameCube.
Deep Silver (Xbox One, Xbox Series)
| TimeSplitters: Future Perfect | |||
| Zählt zur Reihe TimeSplitters (Computerspielreihe) | |||
| Entwickler | |||
|---|---|---|---|
| Publisher |
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| Veröffentlichung | |||
| Plattform | PlayStation 2, Xbox, GameCube, Xbox One, Xbox Series X/S | ||
| Genre | Ego-Shooter | ||
| Spielmodus | Einzelspieler, Mehrspieler (lokal und Internet, bis 16 Spieler) | ||
| Steuerung | Gamepad | ||
| Medium | DVD-ROM | ||
| Sprache | Deutsch | ||
| Altersfreigabe |
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| PEGI-Inhaltsbewertung | Gewalt | ||
Produktion
Im Gegensatz zu den beiden ersten Teilen wurde Future Perfect von Electronic Arts veröffentlicht und nicht mehr von Eidos Interactive. Eidos und Free Radical Design gerieten bereits während der Produktion von TimeSplitters 2 aneinander, da Eidos keine Version auf dem Nintendo GameCube publizieren wollte, weshalb sich Free Radical Design an Activision wendeten. Erst dann dachten Eidos um. Doch die Beziehung des Entwicklungsstudios mit Eidos war ab diesem Zeitpunkt zerrüttet. Daher entschied man sich zu Electronic Arts zu wechseln.[1]
Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte, da Electronic Arts nicht wussten, wie man den dritten Teil der Shooter-Serie erfolgreich vermarktet.[1]
Veröffentlichung
Das Spiel erschien am 21. März 2005 in Nordamerika und nur drei Tage später in Europa auf den Plattformen PlayStation 2, Xbox und Nintendo Gamecube.
Seit 15. November 2021 ist TimeSplitters: Future Perfect per Abwärtskompatibilität auf Xbox One und Xbox Series X/S spielbar.[2]
Handlung
Das Spiel knüpft nahtlos an die Handlung des zweiten Teils an, die im Jahr 2401 spielt. Sergeant Cortez verlässt kurz vor der Selbstzerstörung die Raumstation der Aliens und landet auf der Erde. Zusammen mit zwei weiteren Space Marines kämpft er sich zur Basis durch, wo er die Mission erhält, durch die Zeit zu reisen, um zum einen Fehler, die durch andere Zeitreisen entstanden sind, zu beseitigen, zum anderen die Rasse der TimeSplitters am Entstehen zu hindern. Dabei steht ihm Anya, die oberste Wissenschaftsoffizierin zur Seite. Um die TimeSplitters aufzuhalten, springt er in der Zeit. Die Story entwickelt sich über folgende 15 Level:
| Mission | Ort | Jahr | Protagonist | Deuteragonist |
|---|---|---|---|---|
| Time to Split | Erde (Zukunft) | 2401 | Sergeant Cortez | Private Hicks |
| Scotland The Brave | Schottland (Kronia) | 1924 | Sergeant Cortez | Captain Ash |
| The Russian Connection | Russland | 1969 | Sergeant Cortez | Harry Tipper |
| Henchman Cortez | Swinging Tipper | |||
| The Khallos Express | Fahrender Zug | 1969 | Sergeant Cortez | Harry Tipper |
| Mansion of Madness | Geisterhaus | 1994 | Sergeant Cortez | Jo-Beth Casey |
| What Lies Below | Tunnel unter Geisterhaus | 1994 | Sergeant Cortez | Jo-Beth Casey |
| Breaking And Entering | Konzerngebäude | 2052 | Sergeant Cortez | Amy Chen |
| You Genius, U-Genix | Konzerngebäude | 2052 | Sergeant Cortez | Amy Chen |
| Doctor Cortez | Doctor Amy | |||
| Machine Wars | Krieg zwischen Mensch und Maschine | 2243 | Sergeant Cortez | R-110 |
| Something To Crow About | UltraNet Basis | 2243 | Sergeant Cortez | R-110 |
| You Take The High Road | Insel | 1924 | Sergeant Cortez | R-110 |
| The Hooded Man | Erde (Zukunft) | 2401 | Time Assassin Cortez | Private Hicks |
| Future Perfect | Schottland (Kronia) | 1924 | Sergeant Cortez | R-110 |
Dabei findet er heraus, dass die Aliens in Wirklichkeit das Produkt des Mad Scientist Dr. Jacob Crow sind, der 1994 zunächst in einer Art Geisterhaus sein Unwesen treibt, bis er seine Genexperimente im Jahr 2052 vollendete und so das Schicksal der Menschheit besiegelte. Nachdem Cortez und Anyas Bemühungen in der Zukunft scheiterten, spüren sie Crow 1924 auf, Cortez gelingt es Crow zu töten. Sein Zeitreisegerät verschwindet aufgrund des Zeitparadoxon und Cortez bleibt im Jahr 1924 zurück.
Spielprinzip
TimeSplitters: Future Perfect verfügt, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, über einen Story-Modus mit einer zusammenhängenden Geschichte samt Zwischensequenzen. Neu ist des Weiteren der Grad der Gewaltdarstellung. Zu den realistischeren Todesanimationen der Vorgänger kommen zum Beispiel die Darstellung von Blut und zerplatzenden Körpern hinzu.
Grafisch lastet das Spiel die jeweiligen Systeme aus, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Die Grafik ist sehr bunt und sehr detailreich. Blut bleibt an den Wänden kleben und Zielfernrohre sind verschmutzt. Neu ist auch die Einführung von Fahrzeugen, die in jedem Modus benutzt werden können. Meist sind es unbewaffnete Jeeps, nur in einigen Missionen kann man bewaffnete Fahrzeuge steuern. Außerdem gibt es im dritten Teil 150 spielbare Charaktere.
Originell ist, dass man sich selbst bis zu viermal zur gleichen Zeit am selben Ort aufhalten kann, um mit sich selbst ein Team zu bilden. Dies erklärt sich durch einige Missionen im Story-Modus, bei denen man durch Wurmlöcher springt und sich selbst begegnet (durch das Hindurchspringen durch Wurmlöcher im Spiel tätigt man nämlich eine kleine Zeitreise).
Multiplayer
Der Mehrspieler-Modus wurde im Gegensatz zum Vorgänger einigen Änderungen unterzogen. So wurden die Modi „Egel“ und „Flammentanz“ abgeschafft, während „Tabula rasa“ in „Elimination“ umbenannt wurde. Der Liga-Modus, in dem der Spieler allein vorab konfigurierte Multiplayer-Szenarien spielen kann, wurde zudem auf drei Serien pro Liga reduziert. Erstmals wurden auch auf der Xbox und PS2 Online-Duelle mit einbezogen. Da der GameCube nicht über einen Online-Zugang verfügte, war dies auf dieser Konsole nicht möglich.[3]
Herausforderungen
Der Herausforderungsmodus wurde beibehalten und besteht aus sieben Serien, die wiederum aus drei einzelnen Missionen bestehen. Wie im Liga-Modus kann der Spieler auch hier, teilweise abhängig von der erhaltenen Auszeichnung, neben neuen Charakteren auch einige Cheats, wie zum Beispiel größere Köpfe, Farbkleckse statt Einschusslöchern oder Unsichtbarkeit aller Charaktere, freischalten, die im Story- oder Arcade-Modus Anwendung finden.
Mapmaker
Der Leveleditor, im Spiel „Mapmaker“ genannt, dient einzig und allein der Kreativität des Spielers und ist nicht notwendig, um das Spiel zu 100 % zu beenden. Dort können, neben dem Zusammenstellen eines bis zu 5 Stockwerke umfassenden Komplexes und dem Einfügen diverser Waffen, Geschütztürme oder Hindernisse, auch die Beleuchtungen der einzelnen Räume oder Wetterverhältnisse bei Außenlevels und sogar diverse KI-Muster für Bots oder Ereignisse mittels eines Wenn/dann-Systems (Beispiel: „Wenn Spieler Raum betritt, Türen schließen“ oder „Wenn alle Gegner besiegt, Türen entriegeln“) für eigene Story-Missionen eingestellt werden. Zudem existieren einige vorab programmierte Mapmaker-Karten, hauptsächlich, um die Möglichkeiten des Mapmakers zu verdeutlichen, die jedoch auch geladen, editiert und einzeln gespeichert werden können.[3]
Die mit dem Editor erstellten Karten oder Missionen können in jedem Modus ausgewählt werden, sofern die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind. (Beispiel: Spawnpunkte für Spieler oder Bots, Tasche für "Capture the Bag", oder Logik für Story-Missionen). Sie können allerdings auch für diverse Modi gesperrt werden, falls man der Meinung ist, die Karte sei für diese Modi nicht geeignet.[3]
Rezeption
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Die Kritiken waren im Vergleich zum Vorgänger etwas verhaltener, obwohl der dritte Teil der Reihe eine deutliche Steigerung zum Vorgänger brachte, unter anderem auch wegen der erstmaligen Nutzung einer Onlinefunktion. Gelobt wurde auch der erstmals kongruente Einzelspielermodus, der sich durch die Zwischensequenzen auch wie aus einem Guss anfühlte. Kritisiert wurde aber die Grafik, die sehr oft ruckeln würde, was man bei beiden Vorgängern anders gewohnt war.[3] Viele Reviews kamen zu dem Schluss von 1up.com: „Not quite perfect, but really really fun.“ („Nicht ganz perfekt, aber sehr, sehr spaßig“)[25]
Janina Wintermayr lobte für M! Games den Shooter: „Future Perfect spielt sich wie die exzellenten Vorgänger tadellos und entzückt den Shooter-Fan zudem mit einer humorvollen Präsentation. Wer mit dem zeitreisegeprüften Cortez durch die Epochen hüpft, muss sich auf zahlreiche sympathisch-witzige Gestalten und lustige Zwischensequenzen gefasst machen.“[26] Ihr Kollege Oliver Schultes kritisierte etwas stärker: „Langsam zeigt Free Radicals Zeitreise-Ballerei Ermüdungserscheinungen: So faszinierend die abwechslungsreichen Szenarien und die blitzsaubere Optik in Teil 2 vor knapp zwei Jahren, so alltäglich die gleichen Features anno 2005 – nur dass es jetzt öfters mal unschön ruckelt, und das auch noch bei entscheidenden Bossscharmützeln. Viel gravierender wiegt für mich jedoch das dezent inspirationslose Leveldesign, das mit auffallenden Scriptings und Baukastencharme angesichts von Knallern wie Halo 2 altbacken wirkt.“[26]
Auch in der Tagespresse fand das Spiel Beachtung. Der Sydney Morning Herald vergab vier Sterne.[27] Tim Wapshott von Times Online lobte den zweiten Teil und machte in seiner Rezension aber deutlich, dass vor allem die PS2-Version eher wirke, als sei die aus der Zeit gefallen. Die Performance des Spiels auf den beiden anderen Konsolen sei jedoch besser.[28]
IGN bewertete den Shooter als „Best First Person Shooter“ des Jahres 2005.[29]
Weblinks
- TimeSplitters: Future Perfect bei MobyGames (englisch)
- TimeSplitters: Future Perfect bei IMDb

