Tom Bourgeois
französischer Jazzmusiker (Tenorsaxophon, Bassklarinette, Komposition)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Tom Bourgeois (* 13. August 1987) ist ein französischer Jazzmusiker (Tenorsaxophon, Bassklarinette, Komposition), der in Belgien lebt.
Leben und Wirken
Bourgeois studierte zunächst an der Ecole Nationale de Musique in Villeurbanne, dann am Königlichen Konservatorium Brüssel, wo er besonders von Diederik Wissels beeinflusst wurde.
Auf seinem Doppelalbum Murmures/Rumeurs stellte Bourgois die gleichen Songs sowie eine Ravel-Bearbeitung ("Sonatine II") mit zwei unterschiedlichen Besetzungen vor.[1] 2022 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum und zudem das Album Moanin’ Birds, das im Duo mit dem Bassisten Fil Caporali entstanden war. 2025 stellte er mit seinem Quartett sowie der Sängerin Veronika Harcsa und dem Cellisten Vincent Courtois Werke der Komponistin Lili Boulanger vor.[2] Weiterhin ist er Mitglied in den Gruppen «Odil», «Vestige» «Margaux Vranken Group» und «Jelle Van Giel Group».
Als Komponist verwendet Bourgeois eine Tonsprache, die zwischen der des Jazz und der zeitgenössischen Musik oszilliert; er schrieb Filmmusiken für mehr als zwanzig Kurz- und Dokumentarfilme. Er ist bekannt für die Soundtracks zu den Spielfilmen «Enfants des Pierres» (2013), «Après l'usine» (2019) von Maxime Coton und «Echoes» (2020) von Julia Liedel.[3] Seine Kompositionen für Piano, die Sammlungen Septembre (2016) und Archipel (2020) wurden von der Pianistin Lena Kollmeier aufgeführt.