Tom Elstermeyer
Familienname
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Thomas „Tom“ Elstermeyer (* 24. Januar 1980 in Herford) ist ein deutscher Koch und Gastwirt. Sein Restaurant iko in Osnabrück wurde 2023 mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet.
Leben und Werdegang
Elstermeyer wurde 1980 in Herford geboren. Er absolvierte seine Ausbildung zum Koch in einem auf bürgerliche Küche spezialisierten Gastronomiebetrieb in Bielefeld.[1] Nach seiner Lehrzeit reiste er durch verschiedene europäische Spitzenküchen, unter anderem in Spanien. Eine prägende Station seiner Karriere war ein mehrjähriger Aufenthalt in London, wo er im Restaurant Viajante unter dem portugiesischen Sternekoch Nuno Mendes in einem Team mit Mitarbeitern aus bis zu 20 Nationen tätig war.[2] Er arbeitete außerdem zwischenzeitlich in den Betrieben von Christian Rach und Frank Rosin.
Bevor er sich der Liebe wegen in Osnabrück niederließ, betrieb Elstermeyer in Berlin einen Supperclub, unter anderem zusammen mit Mitja Birlo, mit dem er bereits im Viajante zusammengearbeitet hatte.
Im Herbst 2017 eröffnete er dann in Osnabrück sein eigenes Restaurant iko.[1][2] Anfangs teilte sich das Lokal die Räumlichkeiten in einem Wohngebiet im Stadtteil Lüstringen noch mit der Galerie und Werkstatt des Graffitikünstlers René Turrek. Diese ist inzwischen ausgezogen.
2024 widmete der SR Elstermeyer eine Folge der TV-Doku-Reihe Am Pass – Geschichten aus der Spitzenküche (Staffel 3, Folge 1). Im selben Jahr trug er sich gemeinsam mit den Osnabrücker Sterneköchen Randy de Jong und Lars Keiling ins Goldene Buch der Stadt Osnabrück ein.[3]
Kulinarisches Konzept und Kunsthandwerk
Elstermeyer verfolgt einen als „Freestyle“ charakterisierten Kochstil, der die klassisch französische Küche zugunsten einer modernen Fusion-Küche in den Hintergrund rückt. Er kombiniert dafür regelmäßig regionale Produkte mit asiatischen und südamerikanischen Aromen (z. B. Kimchi oder Som-Tam-Salat).[4][5]
Eine überregional beachtete Besonderheit des Betriebs ist die enge Verbindung von Kulinarik und Kunsthandwerk. Elstermeyer fertigt das im Restaurant verwendete Steinzeug-Geschirr in einer integrierten Töpferei selbst an.[6] Dabei entwirft er für bestimmte Speisen individuelle Keramiken, um die Haptik des Geschirrs auf die Textur der Gerichte abzustimmen.[7]
Auszeichnungen
- 2018: 15 Punkte im Gault-Millau[5]
- 2023: Ein Stern im Guide Michelin[4]
- 2025: zwei rote Hauben im Gault-Millau
- 2026: 90 von 100 Punkten im Falstaff
- 2,5 von 5 „Fs“ im Gastronomieführer Der Feinschmecker