Tom Hambridge

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Thomas Jay Hambridge (* 20. Dezember 1960 in Buffalo, New York, USA) ist ein US-amerikanischer Rock-, Country- und Blues-Produzent, Songwriter, Schlagzeuger und Sänger.

Tom Hambridge (2008)

Biografie

Tom Hambridge wurde am 20. Dezember 1960 in Buffalo (New York) geboren. Im Alter von 5 Jahren begann er Schlagzeug zu lernen. Während seiner Schulzeit spielte Hambridge in Garagenbands, im Schulorchester und in einer Jazzband. Nach seinem Schulabschluss 1979 erhielt er ein Stipendium am Berklee College of Music in Boston.[1][2][3]

Nach dem Abschluss seines Musikstudiums 1983 arbeitete er drei Jahre lang als Schlagzeuger und Sänger für den Bluesgitarristen Roy Buchanan. Parallel dazu gründete er die Band „T.H. and the Wreckage“, die 1988 mit Born to Rock das erste von mehreren unabhängigen, selbstproduzierten Alben veröffentlichte. Für Born to Rock erhielt er den ersten einer Reihe von Boston Music Awards. Nebenbei unterstützte er Veranstalter bei der Zusammenstellung von Begleitbands für Künstler wie Bo Diddley, Percy Sledge, Chuck Berry und Sha Na Na. 1996 veröffentlichte Hambridge sein erstes Album unter eigenem Namen, Still Running.[1][2][3]

1997 produzierte er Susan Tedeschis Album Just Won’t Burn, schrieb dafür einige der Songs und spielte Schlagzeug. Im Jahr 2000 veröffentlichte er sein eigenes Album Balderdash, an dem Tedeschi als Gastsängerin beteiligt war.[1] Für seine Mitwirkung an Johnny Winters Album I’m a Bluesman erhielt Hambridge 2004 eine Grammy-Nominierung für das beste zeitgenössische Bluesalbum.[4] Seine nächsten eigenen Alben waren Bang N’ Roll (2004) und Tom Hambridge & The Rattlesnakes Live (2007).[5][3]

Nach einer Grammy-Nominierung für Buddy Guys Album Skin Deep 2008 gewann Hambridge 2011 einen Grammy und einen Blues Music Award für Guys Album Living Proof.[6][7] Zu den weiteren Musikern, mit denen Hambridge im Laufe der Zeit zusammenarbeitete, gehören neben den bereits genannten James Cotton, Lynyrd Skynyrd, George Thorogood, Christone „Kingfish“ Ingram, Mick Jagger, B. B. King, Quinn Sullivan und viele andere. Über 600 von Hambridge geschriebene Songs wurden von den unterschiedlichsten Musikern und Bands aufgenommen, etwa ZZ Top, Foghat, Steve Cropper, Ana Popović, Joe Bonamassa, Tommy Castro und etliche mehr.[2][3]

Hambridge erhielt zahlreiche weitere Preise und Nominierungen (siehe Abschnitt „Auszeichnungen“). Seine Songs und Produktionen wurden in diversen Fernsehsendungen, Filmen und Werbespots verwendet.[3] Er trat mehrfach im Weißen Haus auf: Am 21. Februar 2012 wirkte er gemeinsam mit Buddy Guy, Keb’ Mo’, Susan Tedeschi, Derek Trucks, Mick Jagger, B. B. King und anderen bei einem Auftritt im Rahmen des Konzerts „Red, White and Blues“ mit, das anlässlich des Black History Month im Weißen Haus stattfand.[8][9] Am 14. Oktober 2015 kehrte Hambridge mit Buddy Guy, Trombone Shorty, Carol Burnett, Queen Latifah, Smokey Robinson und anderen ins Weiße Haus zurück, um anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des National Endowment for the Humanities unter dem Motto „A Celebration of American Creativity: In Performance at the White House“ aufzutreten.[10][11]

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1988: Erster einer Reihe von Boston Music Awards mit der Band „T.H. & The Wreckage“ für das Album Born to Rock[12]
  • 2001: Aufnahme in die Buffalo Music Hall of Fame[3]
  • 2011: Grammy Award als Produzent des Albums Living Proof von Buddy Guy in der Kategorie „Best Contemporary Blues Album“[6]
  • 2011: Blues Music Award in der Kategorie „Song of the Year“ für den Song Living Proof[7]
  • 2014: Keeping the Blues Alive Award der Blues Foundation für seine Arbeit als Produzent[7]
  • 2016: Grammy Award als Produzent des Albums Born to Play Guitar von Buddy Guy in der Kategorie „Bestes Blues Album“[6]
  • 2015: Erhalt des Stadtschlüssels seiner Heimatstadt Buffalo; der 28. Dezember wird vom Bürgermeister der Stadt zum „Tom Hambride Day“ erklärt[3]
  • 2019: Grammy Award als Produzent des Albums The Blues Is Alive and Well von Buddy Guy in der Kategorie „Best Traditional Blues Album“[6]
  • 2021: Grammy Award als Produzent des Albums 662 von Christone „Kingfish“ Ingram in der Kategorie „Best Contemporary Blues Album“[6]
  • 2022: Blues Music Award in der Kategorie „Blues Instrumentalist – Drums“[7]
  • 2026: Grammy Award als Produzent für das Album Ain’t Done with the Blues von Buddy Guy in der Kategorie „Best Traditional Blues Album“[13]
  • Neben dem Gewinn der genannten Awards war Hambridge zusätzlich etliche Male nominiert

Einzelnachweise

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