Tommy Goodman
US-amerikanischer Jazzmusiker (Piano, Arrangement, Komposition)
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Thomas A. „Tommy“ Goodman (* 3. Dezember 1924; † 25. August 2025[1]) war ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Piano, Arrangement, Komposition).
Leben und Wirken
Goodman besuchte die Eastman School of Music in New York und studierte Komposition an der Yale University bei Paul Hindemith sowie bei Nadia Boulanger am Pariser Konservatorium.[1]
1954 wurde Goodman als Pianist von The Six bekannt, einem Ensemble des Mainstream-Jazz, das Jazztradition mit kammermusikalischer Sensibilität verband;[1] bei ihren Aufnahmen für Norgran Records, die Down Beat mit fünf Sternen auszeichnete, spielte Goodman mit John Glasel, Porky Cohen, Bob Wilber, Bob Peterson und Eddie Phyte.[2] Mitte der 1950er-Jahre orchestrierte Goodman die Broadway-Shows „Silk Stocking“ und „The Littlest Revue“.[3] 1967 war er Arrangeur für Bob Thieles New Happy Times Orchestra, mit dem die LP Thoroughly Modern (ABC-Paramount) entstand.[4]
Seinen dauerhaftesten Beitrag zur Popkultur leistete Goodman 1967, als er die Orchesterbegleitung für Louis Armstrongs Hit „What a Wonderful World“ arrangierte und dirigierte.[1] Im Laufe seiner langen Karriere war Goodman auch als Musikpädagoge tätig. Er arrangierte weiterhin für Jazz- und Popmusiker (etwa für Benny Goodman und Duke Ellington), nahm sowohl als Dirigent als auch als Musiker auf.[1] Seine Komposition „Driftwood“ wurde u. a. von Ran Blake (mehrfach) und von Chris Connor gecovert.
Würdigung
Goodmans Aufnahmen mit The Six offenbarten Goodmans raffinierten Anschlagstechnik, seine harmonische Vorstellungskraft und seine Fähigkeit, Arrangements zu gestalten, die jedes Instrument zur Geltung brachten, schrieb der Gitarrist Danny Petrow in seinem Nachruf auf Goodman. Kritiker lobten The Six später als unverwechselbare Brücke zwischen klassischem Small-Group-Swing und den experimentellen Klängen des Modern Jazz. Seine üppigen Streicher-Arrangements und die unaufdringliche Orchestrierung von „What a Wonderful World“ umrahmten Armstrongs Stimme und Trompete mit Wärme und Würde und boten die perfekte klangliche Leinwand für das, was zu einer der beliebtesten Aufnahmen des 20. Jahrhunderts wurde.[1]
Diskographische Hinweise
- The Six – Complete Recordings 1954–1956 (Fresh Sound Records, ed. 2022 – nur auf den ersten 8 Titeln von CD 1)
Weblinks
- Tommy Goodman bei Discogs