Tony Parker
französischer Basketballspieler
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William Anthony „Tony“ Parker Jr. (* 17. Mai 1982 in Brügge, Belgien) ist ein französischer Basketballfunktionär, -trainer und ehemaliger -spieler. Der 1,85 Meter große Parker spielte von 2001 bis 2018 bei den San Antonio Spurs, mit denen er viermal die NBA-Meisterschaft gewann. Als erster Europäer überhaupt wurde er 2007 als wertvollster Spieler einer NBA-Finalserie ausgezeichnet. Zum Schluss seiner Laufbahn lief er eine Saison lang für die Charlotte Hornets auf. Parker wurde mit der französischen Basketballnationalmannschaft 2013 Europameister und erreichte zwei Jahre zuvor das EM-Endspiel. Anlässlich seines Rücktritts im Juni 2019 wurde er als der beste Spieler in der Geschichte des französischen Basketballsports bezeichnet. 2023 wurde er als Spieler in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen.
| Spielerinformationen | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Voller Name | William Anthony Parker Jr. | ||||||||||||||||
| Geburtstag | 17. Mai 1982 (43 Jahre) | ||||||||||||||||
| Geburtsort | Brügge, Belgien | ||||||||||||||||
| Größe | 185 cm | ||||||||||||||||
| Gewicht | 83 kg | ||||||||||||||||
| Position | Point Guard | ||||||||||||||||
| NBA Draft | 2001, 28. Stelle, San Antonio Spurs | ||||||||||||||||
| Trikotnummer | 9 | ||||||||||||||||
| Vereine als Aktiver | |||||||||||||||||
| 1997–2001 | |||||||||||||||||
| 2001–2018 | |||||||||||||||||
| 2011 | |||||||||||||||||
| 2018–2019 | |||||||||||||||||
| Nationalmannschaft1 | |||||||||||||||||
| 2000–2016 | 181 Spiele[1] | ||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||
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| 1Stand: 18. August 2016 | |||||||||||||||||
Vereinskarriere
PSG Racing
Für die Mannschaft des französischen Leistungszentrums INSEP erzielte Parker während der Saison 1999/99 in der dritthöchsten Spielklasse des Landes (Nationale 1) im Durchschnitt 22,1 Punkte je Begegnung. Des Weiteren bereitete er pro Spiel statistisch 6,5 Korberfolge seiner Mitspieler unmittelbar vor.[2]
Von 1999 bis 2001 spielte Parker für den französischen Erstligisten PSG Racing (ab 2000 Paris Basket Racing genannt).[3] In der Saison 1999/2000 war er bei der von Trainer Didier Dobbels betreuten Hauptstadtmannschaft Ersatzmann von Laurent Sciarra.[2] Im April 2000 nahm Parker in Indianapolis (US-Bundesstaat Indiana) am Hoop Summit teil. Bei der Veranstaltung trat er mit einer Auswahl von Talenten aus unterschiedlichen Ländern gegen eine Mannschaft einiger der besten US-Amerikaner desselben Alters an. Parker machte in dem Spiel mit 20 Punkten auf sich aufmerksam.[2]
In der Saison 2000/01 war Parker nach Sciarras Abgang unter Paris’ neuem Trainer Ron Stewart die Nummer eins auf der Spielermacherposition. Parker kam auf Mittelwerte von 14,7 Punkten und 5,6 Korbvorlagen.[2]
San Antonio Spurs (2001 bis 2018)
Im NBA-Draftverfahren 2001 wählten die San Antonio Spurs Parker an 28. Stelle aus. Der Franzose wurde mit seinen knapp 19 Jahren der bis dahin jüngste Spieler in der Vereinsgeschichte. In San Antonio traf Parker auf Tim Duncan, der bereits zu den besten Spielern der Liga zählte. Eigener Aussage nach war San Antonios Cheftrainer Gregg Popovich zunächst nicht von Parker überzeugt und warf ihm anfänglich fehlende Aggressivität und Härte vor.[4]
Die Spurs gehörten mit Duncan zu den Favoriten auf den NBA-Titel. Er begann seine NBA-Karriere als Ersatzmann von Antonio Daniels, wurde jedoch nach fünf Spielen bereits in die Anfangsaufstellung befördert. Bei seinem Debüt gegen die Los Angeles Clippers am 30. November 2001 wurde er zum dritten französischen Basketballspieler, der je an einem NBA-Spiel teilgenommen hat. In seinem ersten Jahr verzeichnete er 9,2 Punkte, 4,3 Assists und 2,6 Rebounds pro Spiel.[5] Er führte die Texaner in Korbvorlagen und Ballgewinnen an und wurde als erster nicht-amerikanischer Aufbauspieler in das NBA All-Rookie First Team 2002 gewählt.[6] In seinem zweiten Jahr stand Parker in allen 82 Spielen der Saisonhauptrunde in der Anfangsaufstellung und steigerte sich merklich (15,5 Punkte, 5,3 Assists und 2,6 Rebounds pro Spiel). Er wurde als Sophomore zur Teilnahme an der Rookie Challenge eingeladen. Die Spurs erreichten in dieser Saison nicht nur die Playoffs, sondern gewannen auch die NBA-Meisterschaft 2003.[7] Von der Sportzeitung L’Équipe wurde er daraufhin zu Frankreichs Sportler des Jahres („Champion des champions“) 2003 gekürt.
Obwohl die Spurs die Meisterschaft gewannen, gab es Zweifel über Parkers Zukunft bei den Texanern. Die Spurs spielten mit dem Gedanken, Jason Kidd von den New Jersey Nets zu verpflichten, entschieden sich aber dagegen.[8] Die Spurs schafften es in der kommenden Saison erneut in die Playoffs, doch sie mussten sich in der zweiten Runde den Los Angeles Lakers geschlagen geben. Erst eine Saison später, 2004/05, bemerkte man bei Parker wieder eine deutliche Leistungssteigerung. 16,6 Punkte, 6,1 Assists und 3,7 Rebounds pro Spiel machten ihn zu einem der besten Spielmacher der Liga.[5] Seine Bedeutung für San Antonio nahm in den Playoffs weiter zu, und er spielte eine wichtige Rolle in den Siegen über die Denver Nuggets, Seattle SuperSonics und die Phoenix Suns auf dem Weg in die Endspielserie. Dort standen die Spurs den titelverteidigenden Detroit Pistons gegenüber, die zu diesem Zeitpunkt über eine der besten Verteidigungen der NBA verfügten. Parker hatte sichtlich Probleme, sich gegen den besten Spieler der Finalserie des Vorjahres, Chauncey Billups, durchzusetzen und sein Zug zum Korb wurde durch den viermaligen Verteidiger des Jahres, Ben Wallace, erheblich erschwert. Dank der konstanten Leistungen seiner Mannschaftskameraden Tim Duncan und Manu Ginóbili schafften es die Spurs allerdings, die Finalserie 2005 nach sieben Spielen für sich zu entscheiden.[7]
In der NBA-Saison 2005/06 wurde Parker dank seiner 18,9 Punkte pro Spiel und einer Trefferquote von 54,8 % aus dem Feld erstmals zum NBA All-Star gewählt. Die Spurs fuhren 63 Siege ein und qualifizierten sich für die Playoffs, in denen sie jedoch schon in der zweiten Runde an den Dallas Mavericks scheiterten. In der folgenden Saison wurde Parker erneut zum All-Star gewählt.[6] In der zweiten Runde der Playoffs trafen die Spurs auf die Phoenix Suns rund um Steve Nash, der als bester Spieler der Hauptrunde ausgezeichnet worden war. Parker war seinem Gegenüber überlegen und spielte eine entscheidende Rolle im Vorankommen seiner Mannschaft. Nachdem sie die Utah Jazz in fünf Spielen hinter sich gelassen hatten, erkämpfte Parker San Antonio nach vier Spielen gegen die Cleveland Cavaliers den insgesamt vierten NBA-Meistertitel der Klubgeschichte.[7] Wegen seiner überragenden Leistungen wurde Parker als bester Spieler der Finalserie ausgezeichnet[9] und war somit der erste europäische Spieler, dem diese Ehre zuteilwurde.[6]
In der NBA-Saison 2007/08 hielt Parker seinen Schnitt aus den vorhergehenden beiden Jahren. Die Spurs, die im Westen auf dem dritten Platz abschnitten, kämpften sich durch die ersten beiden Runden der Playoffs, mussten sich aber in der Finalserie der Western Conference den Los Angeles Lakers geschlagen geben. Die folgende Saison begann mit drei Niederlagen für die Texaner, doch im vierten Spiel sorgte Parker mit seiner Karrierebestleistung von 55 Punkten dafür, dass sich das Blatt wendete.[5] Parker wurde erneut zum All-Star gewählt und seine Mannschaft schaffte es abermals in die Playoffs. Mit durchschnittlich 22,0 Punkten je Begegnung erreichte er den besten Wert seiner NBA-Zeit und führte die Spurs (vor Tim Duncan) als bester Korbschütze an. In den Playoffs musste sich die Mannschaft nach fünf Spielen aber bereits in der ersten Runde den Dallas Mavericks geschlagen geben. In der Saison 2009/10 musste Parker verletzungsbedingt fast 30 Spiele lang aussetzen. Die Spurs schafften es dennoch in die Playoffs, aber es war erneut verfrüht Schluss für die Texaner.
In der NBA-Saison 2010/11 wies San Antonio nach der Hauptrunde (61 Siege und 21 Niederlagen) die beste Siegquote aller Mannschaften in der Western Conference auf, schied jedoch bereits in der ersten Play-off-Runde gegen die Memphis Grizzlies aus. Nachdem es bis dahin zu keiner Einigung zwischen den Tarifparteien bezüglich eines neuen NBA-Tarifvertrags gekommen war, was zu Aussperrung der Spieler aus der Liga (sog. lockout) geführt hatte, unterschrieb Parker Anfang Oktober 2011 einen Vertrag beim französischen Verein ASVEL Lyon-Villeurbanne, dessen Mitbesitzer er ist.[10] Ende 2011 kehrte er jedoch zu den Spurs zurück.
In seinem 826. NBA-Spiel am 10. Dezember 2012 gelang Parker erstmals ein Triple Double (27 Punkte/12 Rebounds/12 Vorlagen). Nur drei weitere Spieler, denen solches gelang, benötigten mehr als 800 Spiele: Karl Malone (860), Patrick Ewing (834) und Cedric Maxwell (824). Am Ende der Spielzeit 2012/13 erreichte er mit den Spurs die Finalserie, in der man den Miami Heat knapp unterlegen war. Auch im folgenden Jahr kam es zu dieser Finalpaarung, doch diesmal setzten sich die Spurs deutlich mit 4:1 durch. Parker gewann somit zum vierten Mal den NBA-Meistertitel.
Im August 2014 verlängerte Parker seinen Vertrag in San Antonio um weitere drei Jahre. In den letzten Jahren bei den Spurs trat Parker altersbedingt kürzer und übergab immer mehr Spielanteile an Patty Mills. Mit den Spurs war er sportlich jedoch weiterhin erfolgreich.
Charlotte Hornets (2018 bis 2019)
Nachdem seine langjährige Mannschaftskollegen Tim Duncan und Manu Ginóbili nacheinander zurückgetreten waren, verließ auch Parker die Spurs nach 17 Jahren und unterzeichnete einen Vertrag bei den Charlotte Hornets.[11] Im Juni 2019 gab er das Ende seiner Spielerlaufbahn bekannt. Der Franzose erzielte in der NBA insgesamt 19 473 Punkten und lag damit zum Zeitpunkt seines Rücktritts auf dem 49. Rang der ewigen NBA-Korbjägerliste.[12] Die San Antonio Spurs versetzten seine Rückennummer 9 am 11. November 2019 in den Ruhestand. Sie wird bei dieser Mannschaft nicht mehr vergeben.
Nationalmannschaft

Im Juli 2000 wurde er unter anderem gemeinsam mit Boris Diaw und Ronny Turiaf Junioreneuropameister.[13]
Parker spielte ab 2000 für die französische Herrennationalmannschaft. Bei der Europameisterschaft 2011 zog er mit der Auswahl seines Heimatlandes ins Endspiel ein, Parker wurde zudem ins All-Tournament Team, die Auswahlmannschaft der fünf besten Spieler des Turniers, berufen.[14] Bei der EM 2013 war Parker in überragender Form und führte die Franzosen zum Europameistertitel. Er selbst erzielte die meisten Punkte aller Spieler des Turniers und wurde zum besten Spieler der EM gewählt.[15] Bei der Basketball-Europameisterschaft 2015 erzielte Parker im Vorrundenspiel gegen Polen seinen 1032. Punkt, womit er den bisherigen Rekordhalter Nikos Galis überholte und fortan der EM-Rekordkorbschütze war.[16] Mit den Franzosen holte er zudem die Bronzemedaille. Nach dem Viertelfinal-Aus bei den Olympischen Spielen 2016 gab er das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere bekannt.[17]
Spielstil
Tony Parkers Spiel lebte von seiner Schnelligkeit. Sein Wurf, der anfänglich noch unzuverlässig war, verbesserte sich besonders in der Saison 2005/06 durch intensives Training. Dennoch war sein Spiel noch sehr von seinem Zug zum Korb geprägt. Parker spielte auf der Spielmacherposition, die Übersicht und Abgeklärtheit verlangt. Parker verfügte über beides schon in jungen Jahren, was nicht zuletzt durch mehrere Nominierungen als NBA All-Star belohnt wurde. Zudem verfügte Parker über einen ausgezeichneten Blick für Mitspieler. 2011/12 kam er in der NBA-Hauptrunde auf 7,7 Korbvorlagen je Begegnung.
Auszeichnungen und Erfolge
San Antonio Spurs
- 4× NBA-Meister: 2003, 2005, 2007, 2014
- NBA Finals MVP: 2007
- 6× NBA All-Star: 2006–2007, 2009, 2012, 2013, 2014
- 3× All-NBA Second Team: 2012–2014
- All-NBA Third Team: 2009
- NBA All-Rookie First Team: 2002
- Sieger NBA Skills Challenge: 2012
- Sieger NBA Shooting Stars: 2006
- Rückennummer 9 wird von den Spurs nicht mehr vergeben: 11. November 2019
Französische Nationalmannschaft
- Europameister 2013
- Vize-Europameister 2011
- Europameistersdritter 2005 und 2015
- Bester Spieler der Europameisterschaft 2013
- 2× bester Korbschütze bei Europameisterschaften: 2011, 2013
Weitere
- Französischer Champion des champions (L’Équipe): 2003, 2013
- Europas Basketballspieler des Jahres: 2013, 2014
Anlässlich seines Rücktritts im Juni 2019 wurde Parker als der beste Spieler in der Geschichte des französischen Basketballsports bezeichnet.[18][19] 2023 wurde er als Spieler in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen.
Trainer
Im August 2025 gab Parker bekannt, sich dem Trainerberuf zuwenden zu wollen. Angebote von NBA-Mannschaften, dort als Assistenztrainer einzusteigen, lehnte er eigener Aussage nach ab, um in Frankreich den Trainerschein zu erlangen. Parker gab als Ziel aus, eines Tages als Cheftrainer in der NBA arbeiten zu wollen.[20] Im November 2025 wurde er vom französischen Basketballverband zum U17-Nationaltrainer für das Jahr 2026 ernannt.[21]
Privates
Sein Vater Tony Parker Sr. († 2025) war ein afroamerikanischer Profi-Basketballer und spielte 15 Jahre in Europa.[22] Seine Mutter Pamela Firestone stammt aus den Niederlanden.[23] Parker wurde im belgischen Brügge geboren, wuchs jedoch in Frankreich auf. Er hat zwei jüngere Brüder, Terence J. und Pierre, die ebenfalls Basketball spielten. Parkers Patenonkel war der 1999 verstorbene ehemalige französische Nationalspieler Jean-Pierre Staelens.[24]
Tony Parker war vom 7. Juli 2007 bis zum 28. Januar 2011 mit der Schauspielerin Eva Longoria verheiratet.[25] Die Hochzeit fand in Paris statt. Sie lernten sich im November 2004 kennen und hielten ihre Beziehung ein Dreivierteljahr geheim.
Im Sommer 2013 gab Parker seine Verlobung mit seiner Freundin Axelle Francine bekannt. Die beiden waren zu diesem Zeitpunkt seit zwei Jahren ein Paar. Aus der Verbindung gingen zwei Söhne hervor. Im August 2020 wurde die Trennung bekannt gegeben.[26]
Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris gehörte Parker zu den Trägern der olympischen Fackel.[27]
Unternehmerische Tätigkeit
2009 übernahm Parker in zwei Etappen 20 Prozent der Anteile des französischen Erstligavereins ASVEL Villeurbanne und wurde Vizepräsident des Klubs. Gleichzeitig kündigte er sein Vorhaben an, den Klub „zu einem der größten in Europa“ machen zu wollen. 2014 wurde Parker Mehrheitsaktionär und Präsident von ASVEL.[28] Da er aufgrund seiner Verpflichtungen als Spieler der San Antonio Spurs nur in der spielfreien Zeit in Frankreich weilen kann, setzte er seinen Jugendfreund, den Geschäftsmann und ehemaligen Basketball-Profi Gaëtan Muller, als „delegierten Präsidenten“ ein.[29] Im September 2015 gab Parker den Aufbau einer nach ihm benannten Basketball-Akademie in Lyon bekannt.[30] Im Juli 2016 wurden die Pläne für den Bau einer neuen, ausschließlich privat finanzierten Heimspielstätte ASVELs mit 10.500 Zuschauerplätzen in der Nähe der bisherigen Halle „Astroballe“ in Villeurbanne veröffentlicht.[31] Der zunächst in Villeurbanne vorgesehene Hallenneubau wurde nicht umgesetzt,[32] stattdessen tat sich Parker mit Olympique Lyon zusammen, um eine neue Halle in Décines-Charpieu zu errichten.[33] Die LDLC Arena wurde im November 2023 eröffnet.[34] Parker positionierte sich als Fürsprecher eines europäischen Ablegers der nordamerikanischen Liga NBA[35] und nahm als ASVEL-Mehrheitsaktionär bereits 2014 an Gesprächen zwischen der Euroleague, der FIBA und der NBA teil.[36]
Im März 2017 wurde Parkers Übernahme der Mehrheitsanteile am französischen Damen-Erstligisten Lyon Basket sowie des Präsidentenamtes des Vereins nach Ablauf des Geschäftsjahres 2016/17 bekannt gegeben.[37] Zudem wurde Parker Vertreter der OL Groupe (Kapitalgesellschaft des Fußballvereins Olympique Lyon) in den Vereinigten Staaten, die Ende 2019 89,5 % des Kapitals des Reign FC mit einem Wert von gut 3,1 Millionen US-Dollar erwarb. In diesem Zusammenhang sicherte Parker sich ebenfalls rund 3 % der Anteile des Frauen-Profiligisten aus der Region um Seattle.[38] Im Februar 2020 wurde bekannt gegeben, dass Parker einen Sitz im Verwaltungsrat der OL Groupe erhält und sich neben der Entwicklung des Unternehmens in den Vereinigten Staaten auch um die Beziehungen nach China kümmert.[39] Im Juli 2020 wurde seine Aufnahme in den Verwaltungsrat amtlich.[40]
2013 gründete Parker eine eigene Bekleidungsmarke. 2019 wurde er Mehrheitseigner des Unternehmens, das die Skilifte im Wintersportgebiet Villard-de-Lans betreibt.[41]
Politisches
Tony Parker zeigte im Jahr 2010 bei einem Jubel in einem NBA-Spiel der San Antonio Spurs den Quenelle-Gruß, welcher als Geste in Verbindung mit rechtsextremem Gedankengut verwendet wird. Nach Bekanntwerden des entsprechenden Fotos im Jahr 2013 entschuldigte er sich umgehend: „Seit ich mir über die Ernsthaftigkeit dieser Geste bewusst bin, werde ich diese nicht wieder zeigen und entschuldige mich zutiefst für jegliches Missverständnis oder jeden Schaden, den ich mit meinen Handlungen verursacht habe“, sagte Parker in einer Stellungnahme. Zuvor hatte Rabbi Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal Center Parker für die „abscheuliche und gefährliche“ Geste verurteilt und zu einer Entschuldigung aufgefordert.[42]
Statistiken
| Legende | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| GP | Absolvierte Spiele (Games played) | GS | Spiele von Beginn an (Games started) | MPG | Absolvierte Minuten pro Spiel (Minutes per game) |
| FG % | Wurfquote aus dem Feld (Field-goal percentage) | 3P % | Wurfquote Drei-Punkte-Würfe (3-point field-goal percentage) | FT % | Freiwurfquote (Free-throw percentage) |
| RPG | Rebounds pro Spiel (Rebounds per game) | APG | Assists pro Spiel (Assists per game) | SPG | Steals pro Spiel (Steals per game) |
| BPG | Blocks pro Spiel (Blocks per game) | PPG | Punkte pro Spiel (Points per game) | FETT | Karriere-Bestmarke |
Hauptrunde
| Saison | Team | GP | GS | MPG | FG % | 3P % | FT % | RPG | APG | SPG | BPG | PPG |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2001-02 | San Antonio | 77 | 72 | 29.4 | .419 | .323 | .675 | 2.6 | 4.3 | 1.2 | 0.1 | 9.2 |
| 2002-03 | San Antonio | 82 | 82 | 33.8 | .464 | .337 | .755 | 2.6 | 5.3 | 0.9 | 0.0 | 15.5 |
| 2003–04 | San Antonio | 75 | 75 | 34.4 | .447 | .312 | .702 | 3.2 | 5.5 | 0.8 | 0.1 | 14.7 |
| 2004–05 | San Antonio | 80 | 80 | 34.2 | .482 | .276 | .650 | 3.7 | 6.1 | 1.2 | 0.1 | 16.6 |
| 2005–06 | San Antonio | 80 | 80 | 33.9 | .548 | .306 | .707 | 3.3 | 5.8 | 1.0 | 0.1 | 18.9 |
| 2006–07 | San Antonio | 77 | 77 | 32.5 | .520 | .395 | .783 | 3.2 | 5.5 | 1.1 | 0.1 | 18.6 |
| 2007–08 | San Antonio | 69 | 68 | 33.5 | .494 | .258 | .715 | 3.2 | 6.0 | 0.8 | 0.1 | 18.8 |
| 2008–09 | San Antonio | 72 | 71 | 34.1 | .506 | .292 | .782 | 3.1 | 6.9 | 0.9 | 0.1 | 22.0 |
| 2009–10 | San Antonio | 56 | 50 | 30.9 | .487 | .294 | .756 | 2.4 | 5.7 | 0.5 | 0.1 | 16.0 |
| 2010–11 | San Antonio | 78 | 78 | 32.4 | .519 | .357 | .769 | 3.1 | 6.6 | 1.2 | 0.0 | 17.5 |
| 2011–12 | San Antonio | 60 | 60 | 32.1 | .480 | .230 | .799 | 2.9 | 7.7 | 1.0 | 0.1 | 18.3 |
| 2012–13 | San Antonio | 66 | 66 | 32.9 | .522 | .353 | .845 | 3.0 | 7.6 | 0.8 | 0.1 | 20.3 |
| 2013–14 | San Antonio | 68 | 68 | 29.4 | .499 | .373 | .811 | 2.3 | 5.7 | 0.5 | 0.1 | 16.7 |
| 2014–15 | San Antonio | 68 | 68 | 28.7 | .486 | .427 | .783 | 1.9 | 4.9 | 0.6 | 0.0 | 14.4 |
| 2015–16 | San Antonio | 72 | 72 | 27.5 | .493 | .415 | .760 | 2.4 | 5.3 | 0.8 | 0.2 | 11.9 |
| 2016–17 | San Antonio | 63 | 63 | 25.2 | .466 | .333 | .726 | 1.8 | 4.5 | 0.5 | 0.0 | 10.1 |
| 2017–18 | San Antonio | 55 | 21 | 19.5 | .459 | .270 | .705 | 1.7 | 3.5 | 0.5 | 0.0 | 7.7 |
| 2018–19 | Charlotte | 56 | 0 | 17.9 | .460 | .255 | .734 | 1.5 | 3.7 | 0.4 | 0.1 | 9.5 |
| Gesamt | 1254 | 1151 | 30.5 | .491 | .324 | .751 | 2.7 | 5.6 | 0.8 | 0.1 | 15.5 | |
| All-Star | 6 | 0 | 18.3 | .522 | .167 | 1.000 | 1.8 | 4.7 | 0.8 | 0.1 | 8.8 | |
Playoffs
| Saison | Team | GP | GS | MPG | FG % | 3P % | FT % | RPG | APG | SPG | BPG | PPG |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2001-02 | San Antonio | 10 | 10 | 34.1 | .456 | .370 | .750 | 2.9 | 4.0 | 0.9 | 0.1 | 15.5 |
| 2002-03 | San Antonio | 24 | 24 | 33.9 | .403 | .268 | .713 | 2.8 | 3.5 | 0.9 | 0.1 | 14.7 |
| 2003–04 | San Antonio | 10 | 10 | 38.6 | .429 | .395 | .657 | 2.1 | 7.0 | 1.3 | 0.1 | 18.4 |
| 2004–05 | San Antonio | 23 | 23 | 37.3 | .454 | .188 | .632 | 2.9 | 4.3 | 0.7 | 0.1 | 17.2 |
| 2005–06 | San Antonio | 13 | 13 | 36.5 | .460 | .222 | .810 | 3.6 | 3.8 | 1.0 | 0.1 | 21.1 |
| 2006–07 | San Antonio | 20 | 20 | 37.6 | .480 | .333 | .679 | 3.4 | 5.8 | 1.1 | 0.0 | 20.8 |
| 2007–08 | San Antonio | 17 | 17 | 38.5 | .497 | .350 | .753 | 3.7 | 6.1 | 0.9 | 0.1 | 22.4 |
| 2008–09 | San Antonio | 5 | 5 | 36.2 | .546 | .214 | .710 | 4.2 | 6.8 | 1.2 | 0.2 | 28.6 |
| 2009–10 | San Antonio | 10 | 2 | 33.5 | .474 | .667 | .595 | 3.8 | 5.4 | 0.6 | 0.0 | 17.3 |
| 2010–11 | San Antonio | 6 | 6 | 36.8 | .462 | .125 | .756 | 2.7 | 5.2 | 1.3 | 0.3 | 19.7 |
| 2011–12 | San Antonio | 14 | 14 | 36.1 | .453 | .333 | .807 | 3.6 | 6.8 | 0.9 | 0.0 | 20.1 |
| 2012–13 | San Antonio | 21 | 21 | 36.4 | .458 | .355 | .777 | 3.2 | 7.0 | 1.1 | 0.1 | 20.6 |
| 2013–14 | San Antonio | 23 | 23 | 31.3 | .486 | .371 | .729 | 2.0 | 4.8 | 0.7 | 0.1 | 17.4 |
| 2014–15 | San Antonio | 7 | 7 | 30.0 | .363 | .000 | .588 | 3.3 | 3.6 | 0.3 | 0.0 | 10.9 |
| 2015–16 | San Antonio | 10 | 10 | 26.4 | .449 | .250 | .857 | 2.2 | 5.3 | 0.6 | 0.2 | 10.4 |
| 2016–17 | San Antonio | 8 | 8 | 26.4 | .526 | .579 | 1.000 | 2.5 | 3.1 | 0.5 | 0.0 | 15.9 |
| 2017–18 | San Antonio | 5 | 0 | 13.4 | .378 | .000 | .714 | 0.8 | 1.2 | 0.4 | 0.0 | 6.6 |
| Gesamt | 226 | 213 | 34.3 | .461 | .309 | .731 | 2.9 | 5.1 | 0.9 | 0.1 | 17.9 | |
Literatur und Filme
- Ludovic Languet, Tony Parker. On/Off, Paris 2005. ISBN 2-226-15204-0 (franz.)
- Gastauftritt im Film Asterix bei den Olympischen Spielen
- Coach der High 5 in der Kika-Sendung High 5 – Auf Siegestour
- Gastauftritt in der Fernsehserie Call My Agent!
Siehe auch
Weblinks
- Tony Parker in der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame auf: Hoophall-Website; Springfield, MA, 2023. Abgerufen am 19. April 2024 (in Englisch).
- Tony Parker – Spielerprofil auf basketball-reference.com (englisch)
- Tony Parker – Spieler-Statistiken auf NBA.com (englisch)
- TP9.net: Tony Parkers Offizielle Website
