Torsten Klieme

deutscher politischer Beamter (SPD) From Wikipedia, the free encyclopedia

Biografie

Klieme studierte Sport und Geschichte auf Lehramt für die Haupt- und Realschule. Von 1994 bis 1998 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt tätig. Von 1998 bis 2012 war er in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern im Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt tätig, ab 2008 als Referatsleiter für Qualitätsentwicklung von Schulen.[2] Von 2012 bis 2016 war er Direktor des Landesschulamts Sachsen-Anhalt. Im Herbst 2016 wurde ihm zwei Tage vor Ablauf seiner beamtenrechtlichen Erprobungszeit für die Beförderung in die Besoldungsgruppe B 3 überraschend mitgeteilt, dass er die Erprobungszeit nicht bestanden habe und mithin vom Dienstposten des Leiters des Landesschulamts abgezogen werde.[3] Dies sorgte für starke Kritik der am Kabinett Haseloff II beteiligten SPD Sachsen-Anhalt, die ein parteipolitisches Motiv hinter der Versetzung Kliemes vermutete, an Kultusminister Marco Tullner.[4] Klieme wurde in das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt versetzt, wogegen er klagte und vor dem Verwaltungsgericht Halle recht bekam. Eine Berufung durch das Kultusministerium Sachsen-Anhalt zum Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt blieb ohne Erfolg.[5] Damit verblieb Klieme zunächst als Referatsleiter für Sekundar- und Gemeinschaftsschulen im Schulamt.[6]

Ab November 2020 war er Abteilungsleiter bei der Senatorin für Kinder und Bildung der Freien Hansestadt Bremen.[7] Anschließend wurde ihm die Leitung der Abteilung für das Schulamt der Stadtgemeinde Bremen übertragen.[8]

Im Juni 2022 wurde er als Nachfolger von Regine Komoss zum Staatsrat beim Senator für Kinder und Bildung der Freien Hansestadt Bremen ernannt.

Einzelnachweise

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