Rabenstein an der Pielach
Marktgemeinde im Bezirk St. Pölten, Niederösterreich
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Rabenstein ist eine Marktgemeinde mit 2488 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich, südlich von St. Pölten.
| Marktgemeinde Rabenstein an der Pielach | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | St. Pölten (Land) | |
| Kfz-Kennzeichen: | PL | |
| Fläche: | 36,23 km² | |
| Koordinaten: | 48° 4′ N, 15° 28′ O | |
| Höhe: | 344 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.488 (1. Jän. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 69 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 3203 | |
| Vorwahl: | 02723 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 19 35 | |
| NUTS-Region | AT123 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Marktplatz 6 3203 Rabenstein an der Pielach | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Kurt Wittmann (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (21 Mitglieder) |
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| Lage von Rabenstein an der Pielach im Bezirk St. Pölten (Land) | ||
Südwestansicht von Rabenstein an der Pielach | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Geografie
Rabenstein an der Pielach liegt inmitten des Pielachtales im Mostviertel in Niederösterreich. Die Marktgemeinde erstreckt sich in einer Seehöhe von 332 Meter (Pielach an der nördlichen Gemeindegrenze)[1] bis zur höchsten Erhebung, dem Geisbühel, mit 849 Metern. Etwas östlich des Gipfels steht die Josef-Franz Hütte.
Die Fläche beträgt 36,23 Quadratkilometer, davon sind 48 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche und 46 Prozent bewaldet.[2]
Gemeindegliederung
Das Gemeindegebiet umfasst acht Ortschaften bzw. Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025)[3]:
- Deutschbach (176) samt Deutschbach-Siedlung und Deutschbachmühle
- Dorf-Au (674) samt Dorf-Au/Häusergruppe
- Königsbach (138)
- Markt (817)
- Röhrenbach (34) samt Mitter-Röhrenbach, Ober-Röhrenbach und Vorder-Röhrenbach
- Steinklamm (199)
- Tradigist (358) samt Christental Roggenstatt und Tradigist-Siedlung
- Warth (92) samt Hundsdorf und Steiner
Die Gemeinde umfasst die einzige Katastralgemeinde Rabenstein.
Nachbargemeinden
Je eine der vier Nachbargemeinden liegt im Bezirk Lilienfeld (LF), Bezirk St. Pölten (PL) und Bezirk Melk (ME).
| Kilb (ME) | Hofstetten-Grünau | |
| Eschenau (LF) | ||
| Kirchberg an der Pielach (PL) |
Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rabenstein im Jahr 1136 im Zusammenhang mit Wilhelm von Ramingstein, der dem Geschlecht der Babenberger angehörte. Der unterhalb der Burg angelegte Ort spielte als Herrschaftssitz eine wichtige Rolle in der Besiedelung des Pielachtals im 12. Jahrhundert. Bereits 1280 scheint Rabenstein erstmals als „Markt“ auf und ist damit der älteste Ort im Pielachtal. 1683, als die Türken einbrachen, wurde die Burg Rabenstein einen Monat hindurch belagert, doch konnte sie nicht eingenommen werden.[4]
Bevölkerungsentwicklung
| Rabenstein an der Pielach: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.359 | |||
| 1880 | 1.460 | |||
| 1890 | 1.477 | |||
| 1900 | 1.653 | |||
| 1910 | 1.976 | |||
| 1923 | 2.098 | |||
| 1934 | 2.053 | |||
| 1939 | 2.159 | |||
| 1951 | 2.177 | |||
| 1961 | 2.193 | |||
| 1971 | 2.199 | |||
| 1981 | 2.255 | |||
| 1991 | 2.367 | |||
| 2001 | 2.412 | |||
| 2011 | 2.403 | |||
| 2021 | 2.507 | |||
| 2025 | 2.488 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Kultur und Sehenswürdigkeiten



- Bärntallacke: Zwei mächtige uralte Linden – eine davon mit acht Meter Umfang – bilden gemeinsam mit der Lacke dieses am Pielachtaler Rundwanderweg 652 situierte Naturdenkmal am sogenannten „Weg der ewigen Tränen“ zwischen Geiseben und Kaiserkogel.
- Burgruine Rabenstein, im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts auf einem bewaldeten Felsen in der Pielachschleife von einem Wichard von Rabenstein, der sich von Hohenstauf nannte, erbaut. Nach dem Erlöschen seines Geschlechts im Namensträgerstamm kam die dazugehörige Grundherrschaft teils an die Landesfürsten, teils an die Adelsfamilien der Landenberger; Maissauer; Scheck von Wald; die Seisenegger; Hohenberger u. a. und wurde von den Sinzendorfern mit der Grundherrschaft und Schloss Fridau vereinigt. Im 17. Jahrhundert verfiel die Burg zur Ruine. Auf einem Votivbild in der Rabensteiner Pfarrkirche hat sich eine Abbildung aus dieser Zeit erhalten.[5]
- Geisbühel (849 m) mit Josef-Franz-Hütte (841 m)
- NAT-URwald am südwestlichen Rücken des Geisbühels
- Spitzmauer: Felsen am Geisbühel als Aussichtspunkt auf das obere Pielachtal und Ötscher sowie Schneeberg
- Katholische Pfarrkirche Rabenstein an der Pielach hl. Laurentius: spätgotische, dreischiffige Staffelkirche, in der Kardinal Franz König am 5. August 1905 getauft wurde
- Katholische Mariahilfkapelle Tradigist
- Pielachtalbad
- Rabensteiner Gemeinde- und Kulturzentrum (GuK)
- Westerndorf am „Greenhorn Hill“
- 3K-Galerie „die Fabrik“
- Andreaskirche, ein Gotteshaus (ohne Turm und Dorf) auf einer Anhöhe zwischen Rabenstein und Kirchberg in der Gemeinde Kirchberg.
Regelmäßige Veranstaltungen

- Neujahrsempfang des Bürgermeisters
- Jungbürgerfeier
- Rabensteiner Kultur-Frühling
- Nationale und internationale Turniere vom Ravenstone Beachvolleyball-Club
- Kardinal König-Gespräch (letzter Samstag im August)
- Rabensteiner Kultur-Herbst
- Stelzenschießen der Rabensteiner Schützengilde, jährlich im November
- Rabensteiner Advent
Wirtschaft und Infrastruktur
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 99, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 89. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.063. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45 Prozent.
Öffentliche Einrichtungen
In der Gemeinde gibt es zwei Kindergärten,[6] zwei Volksschulen und eine Mittelschule.[7]
Verkehr

- Bahn: Rabenstein liegt an der Mariazellerbahn. Es gibt einen barrierefreien Mittelbahnsteig mit transparentem Wartehäuschen. Im Bahnhofsgebäude befindet sich eine Tierarztpraxis und ein öffentliches WC. Ausgangspunkt der Mariazellerbahn ist St. Pölten, von hier führt die Strecke in das Pielachtal. In Laubenbachmühle beginnt die Bergstrecke. Endpunkt der Bahn ist der weltberühmte Wallfahrtsort Mariazell.
- Straße: Rabenstein liegt an der Bundesstraße 39, die Rabenstein mit St. Pölten und Mariazell verbindet.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.
- Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990: ÖVP 11, SPÖ 6, FPÖ 4.
- Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995: ÖVP 10, SPÖ 6, FPÖ 5.[8]
- Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000: ÖVP 13, SPÖ 7, GRL 1.[9]
- Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005: ÖVP 13, SPÖ 7, FPÖ 1.[10]
- Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010: ÖVP 15, SPÖ 5, FPÖ 1.[11]
- Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015: ÖVP 15, SPÖ 5, FPÖ 1.[12]
- Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020: ÖVP 16, SPÖ 5.[13]
- Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025: ÖVP 14, SPÖ 5, FPÖ 2.[14]
Bürgermeister
- Bürgermeister seit 1867 waren
Wappen

Obwohl Rabenstein der älteste Markt im Pielachtal ist, wurde erst 1983 das Recht zur Führung eines Marktwappens verliehen. Der Markt war anfangs unter der Führung des Geschlechts der Ramingsteins, sodass es nicht erforderlich war, die Rechte des Marktes privilegienmäßig zu untermauern. Somit hatte der Markt bis 1848 weder Siegel noch Wappen. Erst nach der Konstituierung der freien Marktgemeinde Rabenstein im Jahre 1854 wurde von der Gemeindeführung „ein auf einem Felsen sitzender Rabe“ ins Siegel aufgenommen.[17]
Städtepartnerschaft
Persönlichkeiten
- Wilhelm Ritter von Wymetal (1863–1937), Schauspieler und Regisseur, in Rabenstein geboren
- Kardinal Franz König (1905–2004), im Rabensteiner Ortsteil Warth geboren
- Ulrich Reinthaller (* 1964), Schauspieler, der in Rabenstein lebt
- Christa Schnabl (* 1964), Theologin
- Willi Stiowicek (* 1956), Politiker und Gemeinderat in Rabenstein an der Pielach
- Alexander Schmirl (* 1989), National und International erfolgreicher Sportschütze
- Wilhelm Zedinek (1898–1971), Pfarrer und Abt
Weblinks
- 31935 – Rabenstein an der Pielach. Gemeindedaten der Statistik Austria
- Homepage von Rabenstein an der Pielach
- Burgruine Rabenstein/Pielachtal. In: burgen-austria.com. Martin Hammerl
- Rabenstein an der Pielach in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)

