Trans GR

Dorf des Kantons Graubünden in der Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Trans (rätoromanisch Tràn[1]) ist ein Dorf in der politischen Gemeinde Domleschg im Kreis Domleschg in der Region Viamala des Kantons Graubünden in der Schweiz.

GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Transf zu vermeiden.
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Trans
Wappen von Trans
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Graubünden Graubünden (GR)
Region: Viamala
Politische Gemeinde: Domleschgi2
Postleitzahl: 7407
frühere BFS-Nr.: 3641
Koordinaten: 754478 / 181351
Höhe: 1473 m ü. M.
Fläche: 7,49 km²
Einwohner: 52 (31. Dezember 2012)
Einwohnerdichte: 7 Einw. pro km²
Website: www.trans.ch
Trans GR
Trans GR
Karte
Trans GR (Schweiz)
Trans GR (Schweiz)
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Die ehemalige Gemeinde Trans fusionierte 2009 zur Gemeinde Tomils.

Geographie

Ansicht vom Talboden aus

Das Haufendorf Trans ist ein Bergdorf im Domleschg und liegt 800 m über dem Talboden auf dem Westabhang des Fulhorns (2529 m). Höchster Punkt der ehemaligen Gemeinde war das Stätzerhorn (2574 m) an der damaligen östlichen Gemeindegrenze. Zusammen bildeten die beiden genannten Berge die Eckpunkte der nordöstlichen und südöstlichen Gemeindegrenze. Nachbargemeinden waren Scheid, Churwalden, Almens, Paspels und Tumegl/Tomils. Vom gesamten ehemaligen Gemeindegebiet von 744 ha waren 345 ha bewaldet und 164 ha Gebirge. Vom Nutzland von 225 ha wurden 151 ha als Maiensässe bewirtschaftet. Die restlichen zehn Hektaren waren Siedlungsfläche.

Geschichte

Trans mit Dorfkirche
Brunnen in Trans
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2009
Ortsteil Schins mit Stätzerhorn und Almenser Tobel

Die Siedlung wurde Mitte des 12. Jahrhunderts als Hof ad Tranne bezeichnet. Der 1208 erwähnte Hof lieferte Korn an das Kloster Churwalden. Die Transer waren zum Teil altfreie romanische Bauern. Die Kirche St. Peter und Paul wurde 1508 erwähnt. Kirchlich wurde Trans von Tomils, die reformierte Gemeinde von Almens aus betreut. Bis zum Verschwinden der katholischen Minderheit Anfang des 18. Jahrhunderts gab es heftige konfessionelle Auseinandersetzungen (sogenannter Transer Handel). Der Auskauf der Herrschaftsrechte erfolgte 1527. 1596 nahmen die Ausserdomleschger Dörfer die Ausscheidung ihres jeweiligen Gemeindebanns vor.[1]

Bis 1851 war Trans eine Nachbarschaft der Gerichtsgemeinde Ortenstein, ab 1788 bildete es mit Scheid und Feldis/Veulden das Halbgericht „im Berg“. Viehwirtschaft und Ackerbau waren noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts die wichtigsten Erwerbsquellen. 1918 bis 1922 wurde die Fahrstrasse ins Tal gebaut. Der Brand von 1944 zerstörte einen Grossteil des Dorfes, das mit zahlreichen verstreuten Höfen wieder aufgebaut wurde. Die Güterzusammenlegung erfolgte 1945 bis 1947.[1]

Auf den 1. Januar 2009 fusionierte Trans zusammen mit Feldis/Veulden, Scheid und Tumegl/Tomils zur Gemeinde Tomils. Seit dem 1. Januar 2015 gehört Trans infolge Fusion von Tomils, Almens, Paspels, Pratval und Rodels zur neuen Gemeinde Domleschg und ist somit eine Fraktion von Domleschg.

Wappen

Wappen von Trans GR
Wappen von Trans GR
Blasonierung: «In Rot ein goldener (gelber) Sparren»

Der Sparren soll die Höhenlage der ehemaligen Gemeinde am Talhang zeigen.

Bevölkerung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1803185019001950198019902000200520082012
Einwohner 841045661546569595652
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Sprachen

Ursprünglich sprach die Bevölkerung Sutselvisch, eine bündnerromanische Mundart. Der in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts einsetzende Sprachwandel konnte bis zum Ersten Weltkrieg rückgängig gemacht werden (1880 71 %, 1910 91 % Romanischsprachige). Zum Beginn des Zweiten Weltkriegs sank der Anteil der Rätoromanen auf 75 %. Seit 1970 ist Deutsch Mehrheitssprache.

Weitere Informationen Sprachen, Volkszählung 1980 ...
Sprachen in Trans
SprachenVolkszählung 1980Volkszählung 1990Volkszählung 2000
AnzahlAnteilAnzahlAnteilAnzahlAnteil
Deutsch3361,11 %5381,54 %6391,30 %
Rätoromanisch2037,04 %1116,92 %68,70 %
Einwohner54100 %65100 %69100 %
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Herkunft und Nationalität

Ende 2005 waren alle 59 Bewohner Schweizer Staatsangehörige.

Sehenswürdigkeiten

Unter Denkmalschutz steht die reformierte Dorfkirche.

Literatur

  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. DNB 760079625.
  • Die Gemeinden des Kantons Graubünden. Chur/Zürich, 2003. ISBN 3-7253-0741-5
  • Das Domleschg -La Tumgleastga. Chur, 2005. ISBN 3-905342-26-X
  • Jürg Simonett: Trans. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2016.

Einzelnachweise

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