Triasulfuron

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Triasulfuron ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe, welche 1985 von Ciba-Geigy eingeführt wurde.[2]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Triasulfuron
Allgemeines
Name Triasulfuron
Andere Namen
  • 1-[2-(2-Chlorethoxy)phenylsulfonyl]-3-(4-methoxy-6-methyl-1,3,5-triazin-2-yl)harnstoff
  • Amber
  • Logran
Summenformel C14H16ClN5O5S
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 82097-50-5
EG-Nummer (Listennummer) 617-298-9
ECHA-InfoCard 100.119.228
PubChem 73282
ChemSpider 66025
Wikidata Q2384787
Eigenschaften
Molare Masse 401,83 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,47 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt
  • 178,1 °C (Zersetzung)[2]
  • 188,6 °C (Zersetzung)[1]
Dampfdruck

0,0021 mPa (25 °C)[1]

Löslichkeit
  • sehr schwer löslich in Wasser (0,815 g·l−1 bei 20 °C)[1]
  • wenig löslich in Aceton (14 g·l−1 bei 20 °C)[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[4]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 332410
P: 261271273304+340+312391501[4]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Triasulfuron kann durch mehrstufige Reaktion ausgehend von o-Aminophenol dargestellt werden. Dieses reagiert mit Natriumnitrit zum Diazoniumsalz, welches weiter mit Schwefeldioxid unter Anwesenheit von Kupfer(I)-chlorid, mit Ammoniumhydroxid, 2-Chlorethyl-p-toluolsulfonat und Phosgen reagiert. Mit 2-Amino-4-methoxy-6-methyl-1,3,5-triazin entsteht nun das Endprodukt.[5]

Verwendung

Triasulfuron wird als selektives Nachauflauf-Herbizid im Getreideanbau verwendet. Die Wirkung basiert auf Hemmung der Acetolactat-Synthase.

Zulassung

Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln mit diesem Wirkstoff wurde in Deutschland zum 30. September 2016 widerrufen.[6] Nach dem Widerruf galt eine Abverkaufsfrist für Lagerbestände bis zum 30. März 2017 und eine Aufbrauchfrist bis zum 30. September 2017.[7]

Auch in den anderen Staaten der EU und der Schweiz besteht keine Zulassung für Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff.[8]

Einzelnachweise

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