Triberger Galgen

zweischläfriger Galgen im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Triberger Galgen, auf der Anhöhe Hochgericht[1] (1020,6 m ü. NHN)[2] an der Kreisstraße K 5728 SchönwaldVillingen gelegen, ist ein zweischläfriger Galgen im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg.

Triberger Galgen

Am jetzigen Standort des Hochgerichts wurde erstmals auf einer Karte des Benediktinerklosters St. Georgen vom Ende des 16. Jahrhunderts ein Galgen dargestellt. Die Rottweiler Pürschgerichtskarte von David Rötlin zeigt an derselben Stelle zwei hölzerne Galgen. Die heute noch vorhandene steinerne Anlage ersetzte im Jahr 1721 die hölzernen Vorgängerbauten. Als Zeichen der Gerichtsbarkeit der vorderösterreichischen Obervogtei Triberg war die Richtstätte weithin sichtbar. Bis in das Jahr 1779 sind 15 Hinrichtungen überliefert, davon zwölf wegen Hexerei.

Jahreszahl und Wappen Vorderösterreich

Der Galgen besteht aus zwei mit Eisenbändern verstärkten Sandsteinpfeilern, die durch einen nachträglich ergänzten hölzernen Querbalken verbunden werden. Der südöstliche Pfeiler trägt die Jahreszahl 1721, der andere zwei Initialen, bei denen es sich wohl um Steinmetzzeichen handelt.

Am Galgen vorbei verläuft der Mittelweg, der von Pforzheim nach Waldshut führt.

Literatur

  • Michaela Hohkamp: Herrschaft in der Herrschaft. Die vorderösterreichische Obervogtei Triberg von 1737 bis 1780 (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, Bd. 142), Göttingen 1998, ISBN 3-525-35457-6.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI