Trifluorbenzole

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Die Trifluorbenzole bilden in der organischen Chemie eine Stoffgruppe, bestehend aus einem Benzolring mit drei Fluoratomen (–F) als Substituenten. Durch deren unterschiedliche Anordnung ergeben sich drei Konstitutionsisomere mit der Summenformel C6H3F3.

Trifluorbenzole
Name 1,2,3-Trifluorbenzol1,2,4-Trifluorbenzol1,3,5-Trifluorbenzol
Andere Namen vic.-Trifluorbenzolasym.-Trifluorbenzolsym.-Trifluorbenzol
Strukturformel Struktur von 1,2,3-Trifluorbenzol Struktur von 1,2,4-Trifluorbenzol Struktur von 1,3,5-Trifluorbenzol
CAS-Nummer 1489-53-8367-23-7372-38-3
PubChem 15147677739745
Summenformel C6H3F3
Molare Masse 132,08 g·mol−1
Aggregatzustand flüssig
Schmelzpunkt −14,8 °C[1] ? −5,5 °C[2]
Siedepunkt 94–95 °C[3] 90 °C[4] 75–76 °C[2]
Dichte 1,28 g·cm−3
(25 °C)[3]
1,264 g·cm−3
(25 °C)[5]
1,277 g·cm−3
(25 °C)[2]
GHS-
Kennzeichnung
Gefahrensymbol Gefahrensymbol
Gefahr[3][5][2]
H- und P-Sätze 225315319335
keine EUH-Sätze
210261305+351+338

Eigenschaften

Der hochsymmetrische Vertreter 1,3,5-Trifluorbenzol zeigt mit −5,5 °C den höchsten Schmelzpunkt, was auf eine besonders effiziente Kristallpackung infolge der hohen Molekülsymmetrie zurückzuführen ist. Die beiden weniger symmetrischen Isomere besitzen entsprechend niedrigere Schmelzpunkte.

Bei den Siedepunkten zeigt sich hingegen der umgekehrte Zusammenhang, da in der Flüssigkeit nicht die Packung, sondern die Stärke der intermolekularen Dipolwechselwirkungen dominiert. 1,2,3-Trifluorbenzol weist mit etwa 4,6 D ein außergewöhnlich hohes Dipolmoment auf,[1] das sogar das stark polare Acetonitril (ca. 4,0 D) übertrifft. Folglich siedet es rund 20 °C höher als 1,3,5-Trifluorbenzol, das aufgrund seiner hohen Symmetrie praktisch kein Nettodipolmoment besitzt.

Literatur

Einzelnachweise

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