Triflusulfuron-methyl

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Triflusulfuron-methyl ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe und ein in den 1990ern von DuPont eingeführtes Herbizid.[1]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Triflusulfuron-methyl
Allgemeines
Name Triflusulfuron-methyl
Andere Namen
  • Methyl-2-{[({[4-(dimethylamino)-6-(2,2,2-trifluorethoxy)-1,3,5-triazin-2-yl]amino}carbonyl)amino]sulfonyl}-3-methylbenzoat
  • Triflusulfuron
Summenformel C17H19F3N6O6S
Kurzbeschreibung

weißer, kristalliner Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 126535-15-7
EG-Nummer (Listennummer) 603-146-9
ECHA-InfoCard 100.111.127
PubChem 92434
ChemSpider 83452
Wikidata Q18631953
Eigenschaften
Molare Masse 492,43 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt
  • 160–163 °C[1]
  • in technischer Qualität: 155–158 °C[1]
Löslichkeit

sehr schwer löslich in Wasser (0,11 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[3]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302351410
P: 202264270273301+312308+313[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Triflusulfuron-methyl kann ausgehend von 2-Nitro-3-methylbenzoesäuremethylester und Benzylmercaptan gewonnen werden. Deren Produkt reagiert weiter mit Natriumhypochlorit und t-Butyldimethylsilylamin. Anschließend wird o-Phenyl-N[4-dimethyl-2-amino-6(2.22-trifluorethoxy)]-1,3,5-triazinylcarbamat addiert.[4]

Verwendung

Triflusulfuron-methyl wird als systemisches Herbizid gegen breitblättrige Unkräuter und Ungräser im Zuckerrübenanbau eingesetzt. Es wirkt durch Hemmung der Acetolactat-Synthase (ALS-Inhibitor). Die Resistenz der Kulturpflanze basiert auf einer sehr schnellen Metabolisierung (Halbwertszeit < 1h).[1][5]

Zulassung

In Staaten der EU, darunter Deutschland und Österreich, waren Pflanzenschutzmittel mit Triflusulfuron-methyl als Wirkstoff zugelassen (Debut, Safari). Die Zulassung auf EU-Ebene lief Ende 2023 aus. In der Schweiz gibt es keine Zulassung mehr.[6] Die Aufbrauchfrist für Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff lief am 1. April 2025 aus.[7]

Einzelnachweise

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