Tropheina

Tribus der Unterfamilie Pseudocrenilabrinae From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Tropheina sind eine Untertribus der Buntbarsche (Cichlidae). Alle Arten der Tropheina leben endemisch im Tanganjikasee. Das Taxon hatte ursprünglich den Rang eines Tribus (Tropheini) und wurde im Oktober 2024 in den Rang eines Untertribus innerhalb der Tribus Pseudocrenilabrini verschoben.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Tropheina

Tropheus spec. „Kiriza“ und Tropheus moorii „Kachese“ (unten)

Systematik
Ovalentaria
Ordnung: Buntbarschartige (Cichliformes)
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Pseudocrenilabrinae
Tribus: Pseudocrenilabrini
Untertribus: Tropheina
Wissenschaftlicher Name
Tropheina
Poll, 1986
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Merkmale

Tropheina-Arten sind mäßig hochrückige Fische mit einem abgerundeten Kopfprofil und einem unter- oder endständigen Maul. Sie werden 7 bis 36 (Lobochilotes labiatus)[2] cm lang. Je nach ihrer Nahrung haben sie abgeflachte Zähne mit scharfen Kanten (Algenfresser) bzw. dreispitzige Zähne. Letztere kämmen mit den Zähnen Kleinlebewesen aus den Algen aus. Diagnostisches Merkmal der Tropheina sind unregelmäßig angeordnete und unterschiedlich geformte Ausstülpungen fast auf der gesamten Oberfläche der Cycloidschuppen in der Körpermitte.[3][1] Alle Tropheina-Arten sind Maulbrüter.

Systematik

Tropheina-Arten meiden das offene Wasser und leben an Felsbiotopen gebunden. Ihre Evolution wurde durch starke Wasserstandsschwankungen des Tanganjikasee ermöglicht, wodurch immer wieder Populationen voneinander isoliert wurden (Allopatrische Artbildung).

Zu den Tropheina gehören etwa 25 Arten aus den Gattungen Jabarichromis, Limnotilapia, Lobochilotes, Petrochromis, Pseudosimochromis, Simochromis und Tropheus. Petrochromis, die größte Gattung, ist nicht monophyletisch. Die Verwandtschaft der Gattungen untereinander zeigt das folgende Kladogramm:[4]

Petrochromis sp.Moshi
Simochromis diagramma
 Tropheina 

Tropheus


   

Lobochilotes


   

Petrochromis


   


Simochromis


   

Interochromis


   

Petrochromis orthognathus u. P. fasciolatus




   

Petrochromis famula


   

Limnotilapia


   


Jabarichromis[4]


   

Shuja[5]



   

Pseudosimochromis









Literatur

  • Christian Sturmbauer, Ursula Hainz, Sanja Baric, Erik Verheyen & Walter Salzburger: Evolution of the tribe Tropheini from Lake Tanganyika: synchronized explosive speciation producing multiple evolutionary parallelism. Hydrobiologia, Juni 2003, Volume 500, Issue 1–3 doi:10.1023/A:1024680201436
  • Katrin A. Wanek & Christian Sturmbauer: Form, function and phylogeny: comparative morphometrics of Lake Tanganyika's cichlid tribe Tropheini. Zoologica Scripta, März 2015 DOI: 10.1111/zsc.12110

Einzelnachweise

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