Trusetal

Ortsteil von Brotterode-Trusetal From Wikipedia, the free encyclopedia

Trusetal ist eine ehemalige Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Süden von Thüringen, nördlich von Schmalkalden. Am 1. Dezember 2011 wurde die Stadt Brotterode nach Trusetal eingemeindet und Trusetal in „Stadt Brotterode-Trusetal“ umbenannt.

Schnelle Fakten Stadt Brotterode-Trusetal ...
Trusetal
Wappen von Trusetal
Koordinaten: 50° 47′ N, 10° 25′ O
Höhe: 357 m
Fläche: 25,88 km²
Einwohner: 3914 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 151 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 2011
Postleitzahl: 98596
Vorwahl: 036840
Blick auf den Ort
Blick auf den Ort
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Kirche in Trusetal

Geschichte

Die Gemeinden des Trusetales wurde 1185 erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem 14. Jahrhundert wurden Eisenwaren gefertigt. Seit dem 16. Jahrhundert wurde auch Eisenerz gefördert. Der Bergbau wurde 1991 eingestellt. Von 1899 bis 1969 führte die schmalspurige Trusebahn von Wernshausen nach Herges-Vogtei.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden zwischen 1934 und 1937 18 Personen aus den heute zu Trusetal gehörenden Dörfern im Krankenhaus von Schmalkalden Opfer der Zwangssterilisation. Während des Zweiten Weltkrieges mussten 143 Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern Zwangsarbeit leisten: bei der Firma Reum und in der Eisenerzgrube Klinge. Mindestens zwei Frauen wurden Opfer der Zwangsarbeit.[2]

Die Gemeinde Trusetal entstand am 1. Juli 1950 durch den Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Gemeinden Herges-Auwallenburg, Trusen, Elmenthal und Laudenbach. Der Ortsteil Wahles wurde 1994 eingemeindet. Namensgeber ist ein kleiner Fluss, die Truse. Am 1. Dezember 2011 wurde die Stadt Brotterode nach Trusetal eingemeindet und Trusetal in „Stadt Brotterode-Trusetal“ umbenannt.[3]

Trusetal war mindestens bis 2017 ein staatlich anerkannter Erholungsort[4], spätestens seit 2020 gilt dies für den gesamten Ort Brotterode-Trusetal.[5]

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 4541
  • 1995: 4518 (−0,51 %)
  • 1996: 4505 (−0,29 %)
  • 1997: 4465 (−0,90 %)
  • 1998: 4471 (+0,13 %)
  • 1999: 4481 (+0,22 %)
  • 2000: 4452 (−0,65 %)
  • 2001: 4342 (−2,53 %)
  • 2002: 4275 (−1,57 %)
  • 2003: 4242 (−0,78 %)
  • 2004: 4168 (−1,78 %)
  • 2005: 4129 (−0,94 %)
  • 2006: 4083 (−1,13 %)
  • 2007: 3996 (−2,18 %)
  • 2008: 3968 (−0,71 %)
  • 2009: 3934 (−0,86 %)
  • 2010: 3914 (−0,51 %)
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik[1]

Bürgermeister

  • 2006–2011: Karl Koch (Die Linke), danach Bürgermeister von Brotterode-Trusetal
  • 1994–2006: Richard Hörnlein (CDU)

Ortspartnerschaften

Seit 1990 besteht eine Partnerschaft mit Nentershausen in Hessen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Turm der Burgruine Wallenburg
Trusetal

Museen

  • Die Heimatstube direkt am Busbahnhof in Trusetal zeigt anhand von Exponaten die Geschichte des Ortes und wird vom Bergbau- und Heimatverein Trusetal e. V. betrieben
  • Das Besucherbergwerk Hühn vermittelt Eindrücke vom Abbau des Schwer- und Flussspatgesteins und zeigt Geräte und Gleise.[6]

Bauwerke

Persönlichkeiten

Literatur

  • Zwischen Ruhla, Bad Liebenstein und Schmalkalden. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme in den Gebieten Ruhla und Schmalkalden (= Werte unserer Heimat. Bd. 48). Akademie-Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-05-000378-2, S. 96 f.
  • Roland Geißler: Wanderführer um Bad Liebenstein und den Inselsberg. Wanderungen und Radtouren zwischen Bad Salzungen, Ruhla, Eisenach, Trusetal, Brotterode und dem Rennsteig. Rockstuhl, Bad Langensalza 2007, ISBN 978-3-938997-79-6.
  • August Trinius: Im Trusenthale. In: Die Gartenlaube. 1901, S. 247–250.
Commons: Trusetal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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