Tschentebach
Nebenfluss der Engstlige im Kanton Bern, Schweiz
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Der Tschentebach ist ein rund 41⁄2 km langer linker Nebenfluss der Engstlige im Schweizer Kanton Bern. Er entwässert die Osthänge des Gsür und die Südhänge des Bodezehore in den Berner Voralpen und gehört zum Einzugsbereich des Rheins.
| Tschentebach | ||
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Vor der Mündung in die Engstlige durchfliesst der Tschentebach die Cholereschlucht | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | CH: 1779 | |
| Lage | Voralpen
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| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Engstlige → Kander → Aare → Rhein → Nordsee | |
| Quellgebiet | im voralpinen Raum, östlich von Gsür und südlich von Bodezehore 46° 30′ 36″ N, 7° 31′ 46″ O | |
| Quellhöhe | ca. 2000 m ü. M. | |
| Mündung | in die Engstlige 46° 30′ 58″ N, 7° 35′ 3″ O | |
| Mündungshöhe | 1091 m ü. M. | |
| Höhenunterschied | ca. 909 m | |
| Sohlgefälle | ca. 20 % | |
| Länge | 4,5 km[1] | |
| Einzugsgebiet | 8 km²[1] | |
| Abfluss[2] AEo: 8 km² an der Mündung |
MQ Mq |
300 l/s 37,5 l/(s km²) |
Geographie
Verlauf
Das Quellgebiet des Tschentebachs liegt auf rund 2000 m ü. M. im voralpinen Raum. Die Wasserführung ist stark witterungsabhängig. Bei Gewittern kann der Bach in kurzer Zeit stark anschwellen.
Vor der Mündung in die Engstlige durchfliesst der Tschentebach die Cholereschlucht, eine der wildesten Schluchten im Berner Oberland. Die Schlucht ist ca. 100 Meter lang und bietet imposante Wasserfälle, Wassermühlen und geschliffene Felsen. Brücken und Treppen ermöglichen eine Begehung der Schlucht. Im Winter und bei ungünstiger Witterung ist der Weg durch die Schlucht gesperrt.[3]
- Treppen und Brücken in der Cholereschlucht
- Durch Wasserkraft geschliffener Fels
- Tosender Wasserfall
- Tschentebach oberhalb der Cholereschlucht
Einzugsgebiet
Das 8 Quadratkilometer grosse Einzugsgebiet des Tschentebachs liegt in den Berner Voralpen und wird über die Engstlige, die Kander die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es besteht zu 24,2 Prozent aus bestockter Fläche, zu 33,8 Prozent aus Landwirtschaftsflächen, zu 0,6 Prozent aus Siedlungsfläche und zu 41,4 Prozent aus unproduktiven Flächen.
Die Flächenverteilung

Die mittlere Höhe beträgt 1736,3 m ü. M.[4], und der höchste Punkt liegt nordöstlich des Gsürs mit 2681 m ü. M. im Westen des Einzugsgebietes.
Zuflüsse
Von der Quelle zur Mündung
- Joseligräbli (links)
- Schafwidgräbli (links)
- Widligräbli (links)
Hydrologie
Bei der Mündung des Tschentebachs in die Engstlige beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 0,30 m³/s. Sein Abflussregimetyp ist nival alpin[5] und seine Abflussvariabilität[6] beträgt 18.[2]
| Der modellierte monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Tschentebachs in m³/s[2] |
|---|
0,8 0,7 0,6 0,5 0,4 0,3 0,2 0,1 0 0,3 0,10 Jan. 0,10 Feb. 0,15 März 0,36 Apr. 0,76 Mai 0,59 Juni 0,36 Juli 0,29 Aug. 0,26 Sep. 0,22 Okt. 0,19 Nov. 0,13 Dez. |
| Durchgehende Linie: Mittlerer Jahresabfluss (MQ) 0,30 m³/s |