Tullnau

Stadtteil von Nürnberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Tullnau (nürnbergisch: Dullnau[2]) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg und der Name des statistischen Bezirks 28. Der Bezirk Tullnau zählte am 31. Dezember 1997 insgesamt 3.834 Einwohner.[3]

Schnelle Fakten Kreisfreie Stadt Nürnberg ...
Tullnau
Statistischer Bezirk 28Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname falsch
Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 27′ N, 11° 7′ O
Höhe: 315 m ü. NHN
Fläche: 1,17 km²
Einwohner: 4025 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 3.440 Einwohner/km²
Postleitzahl: 90402
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 28 Tullnau
Tullnau nach Osten mit dem schon im Stadtteil Mögeldorf liegenden Business Tower
Tullnau nach Osten mit dem schon im Stadtteil Mögeldorf liegenden Business Tower
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Lage

Tullnau liegt im Osten Nürnbergs zwischen Veilhof, St. Jobst, Mögeldorf, Zerzabelshof, Gleißhammer, Weichselgarten, Ludwigsfeld, der Marienvorstadt und Wöhrd. Man verbindet mit der Tullnau den Bereich des Weihers. Der Stadtteil ist vom Wöhrder See im Norden, von der Tullnaustraße und dem ehemaligen Areal der Bayerischen Milchversorgung im Westen sowie den Gleiskörpern der Bahnlinien nach Lauf / Hersbruck links und rechts der Pegnitz im Süden und Osten begrenzt.[4] Der Stadtteil umfasst folgende Straßen: Am Pulversee, Am Tullnaupark, Arminiusstraße, Cimbernstraße, Kressengartenstraße, Milchhofstraße, Norikerstraße, Ostendstraße, Teutonenstraße, Tullnaustraße und Wöhrder Wiesenweg.

Schnelle Fakten Statistische Nachbarbezirke ...
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Geschichte

Tullnau war ursprünglich ein Flurgebiet, 1362 unter dem Namen erstmals schriftlich erwähnt. Das Grundwort ist mhd. ouwe, owe für ‚von Wasser umflossenes Land, wasserreiches Wiesenland‘, das Bestimmungswort ist mhd. dole für ‚Wasserstrom, Abzugsgraben‘.[5] Mitte des 14. Jahrhunderts wurde der Goldbach aufgestaut, wodurch ein Weiher auf diesem Flurgebiet entstand. Dieser diente zur Betreibung einer Mühle.[6] 1381 wurde erstmals eine Mühle mit Hammerwerk erwähnt.[5] Ab 1502 wurde sie als Papiermühle genutzt.[6] Bis 1497 stand bei der Mühle noch ein Bauernhof.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Tullnau aus 3 Anwesen (1 Herrenhaus, 1 Papiermühle, 1 Haus). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was von den brandenburg-ansbachischen Ämtern Schwabach und Schönberg bestritten wurde. Alleiniger Grundherr war das Amt der Veste der Reichsstadt Nürnberg.[7][8]

Von 1797 bis 1808 unterstand Tullnau dem Justiz- und Kammeramt Burgthann. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gleißhammer und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gleißhammer zugeordnet. 1899 wurde Tullnau nach Nürnberg eingemeindet.[9] Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Mühle mit zugehöriger Gaststätte zerstört.[6]

Baudenkmäler

Im statistischen Bezirk Tullnau gibt es vier Baudenkmäler:[10]

  • Arminiusstraße 1: Wohnhaus
  • Kressengartenstr. 2: Milchhof Nürnberg
  • Ostendstraße 28: Terrassenanlage mit Pergola
  • Teutonenstraße 43, 45: Zweiteilige Villengruppe
  • Kraftwerk Tullnau (steht nicht auf der Denkmalliste, aber wurde denkmalgerecht saniert)

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001824001836001840001861001871001885
Einwohner 272546481526382
Häuser[11] 333319
Quelle [12][9][13][14][15][16][17]
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Religion

Tullnau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Nikolaus und Ulrich (Mögeldorf) gepfarrt,[7] gegenwärtig ist die Pfarrei St. Bartholomäus (Wöhrd) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Kunigund (Nürnberg) gepfarrt.[18]

Haltepunkt Nürnberg-Dürrenhof

Schnelle Fakten Nürnberg-Dürrenhof, Daten ...
Nürnberg-Dürrenhof
Bahnsteig (2008), Blick nach Osten
Bahnsteig (2008), Blick nach Osten
Bahnsteig (2008), Blick nach Osten
Daten
Betriebsstellenart Bahnhofsteil
Lage im Netz Zwischenbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung NDHF
IBNR 8004442
Vorlage:Infobox Bahnhof/Wartung/IBNR fehlt in Wikidata
Preisklasse 5
Eröffnung 29. September 1990
Webadresse Stationssteckbrief der BEG
Profil auf bahnhof.de Nürnberg-Dürrenhof-1022766
Lage
Stadt/Gemeinde Nürnberg
Ort/Ortsteil Tullnau
Koordinaten 49° 26′ 53″ N, 11° 5′ 51″ O
Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Nürnberg-Dürrenhof
Bahnhöfe in Bayern
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i16i16i18

Der Haltepunkt Nürnberg-Dürrenhof ist ein S-Bahn-Haltepunkt in Nürnberg und Bahnhofsteil des Nürnberger Hauptbahnhofs. Er liegt an den Bahnstrecken Nürnberg–Feucht und Nürnberg–Irrenlohe und befindet sich zwischen den Stadtteilen Gleißbühl/Tullnau im Norden und St. Peter im Süden. Er verfügt über einen 147 m langen und 96 cm hohen Mittelbahnsteig. Bedient wird der Haltepunkt durch die S-Bahn-Linien S2 (Roth – Nürnberg – Hartmannshof) und S3 (Nürnberg – Altdorf), außerdem bestehen Umsteigemöglichkeiten zu den Straßenbahnlinien 5 und 11 sowie zu den Stadtbuslinien 36 und 94.[21]

Geschichte

Eröffnet wurde der Haltepunkt am 29. September 1990 von der Deutschen Bundesbahn. Gründe für seinen Bau waren das prognostizierte Fahrgastaufkommen und die vorgesehene Verknüpfung der Linie S1 mit der damals im Bau befindlichen Linie S2, da die beiden Linien zwischen Hauptbahnhof und der kreuzungsfreien Streckentrennung östlich der Station in Richtung Feucht bzw. Lauf – Schwandorf auf einer gemeinsamen Stammstrecke verkehren.[22]

Verbindungsübersicht

Die S-Bahn-Linien S 2 (Roth – Nürnberg – Hartmannshof) und die S 3 (Nürnberg – Altdorf) bedienen Dürrenhof jeweils im 20-Minuten-Takt mit den Triebfahrzeugen der DB-Baureihen 1440 (Alstom Coradia Continental) bzw. 442 (Bombardier Talent 2).

Weitere Informationen Linie, Strecke ...
Linie Strecke Taktfrequenz Fahrzeugmaterial
S1 Bamberg Strullendorf Hirschaid Buttenheim Eggolsheim – Forchheim Nord Forchheim (Oberfr) Kersbach (Oberfranken) Baiersdorf Bubenreuth Erlangen – Erlangen Paul-Gossen-Straße Erlangen-Bruck Eltersdorf – Vach Fürth Klinikum Fürth Hbf Nürnberg Rothenburger Str. Nürnberg-Steinbühl Nürnberg Hbf Nürnberg-Dürrenhof Nürnberg Ostring Nürnberg-Mögeldorf Nürnberg-Rehhof Nürnberg-Laufamholz Schwaig Röthenbach (Pegnitz) – Röthenbach-Steinberg – Röthenbach-Seespitze – Lauf West Lauf (links Pegnitz) Ottensoos Henfenfeld Hersbruck (links Pegnitz) Happurg Pommelsbrunn Hartmannshof
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2025
60 min (Bamberg–Forchheim)
20/40 min (Forchheim–Erlangen)
20 min (Erlangen–Lauf)
20/40 min (Lauf–Hersbruck)
60 min (Hersbruck–Hartmannshof)
S2 Roth Büchenbach Rednitzhembach Schwabach Schwabach-Limbach Katzwang Reichelsdorfer Keller Nürnberg-Reichelsdorf Nürnberg-Eibach Nürnberg-Sandreuth Nürnberg-Steinbühl Nürnberg Hbf Nürnberg-Dürrenhof Nürnberg-Gleißhammer Nürnberg-Dutzendteich Nürnberg Frankenstadion Fischbach (Nürnberg) Feucht Feucht-Moosbach Winkelhaid Ludersheim – Altdorf West Altdorf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2025
20/40 min (Roth–Schwabach)
20 min (Schwabach–Hauptbahnhof)
20/40 min (Hauptbahnhof–Altdorf)
DB 442 (Talent 2)[23]
S3 Nürnberg Hbf Nürnberg-Dürrenhof Nürnberg-Gleißhammer Nürnberg-Dutzendteich Nürnberg Frankenstadion Fischbach (Nürnberg) Feucht Feucht Ost Ochenbruck Mimberg Burgthann Oberferrieden Postbauer-Heng Pölling Neumarkt (Oberpf)
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2025
20/40 min
20 min (HVZ)
DB 442 (Talent 2)[23]
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Umsteigemöglichkeiten
Weitere Informationen Linie, Strecke ...
Linie Strecke Taktfrequenz
Straßenbahnlinie 5 Tiergarten – Siedlerstraße – Balthasar-Neumann-Straße Mögeldorf – Lechnerstraße Business Tower – Marthastraße – Norikerstraße Dürrenhof – Marientunnel Hauptbahnhof – Celtisplatz Aufseßplatz Christuskirche – Humboldtstraße – Schuckertstraße – Siemensstraße – Lothringer Straße Frankenstraße – Trafowerk Am Rangierbahnhof Finkenbrunn Südfriedhof – Saarbrückener Straße – Worzeldorfer Straße
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2025
10 min (werktags)
20 min (sonn-/feiertags)
Straßenbahnlinie 11 Tiergarten – Siedlerstraße – Balthasar-Neumann-Straße Mögeldorf – Lechnerstraße Business Tower – Marthastraße – Norikerstraße Dürrenhof – Marientunnel Hauptbahnhof – Celtisplatz Aufseßplatz Christuskirche – Heynestraße – Brehmstraße – Alemannenstraße – Dianaplatz Gibitzenhof
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2025
10 min (werktags)
20 min (sonn-/feiertags)
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Bilder

Literatur

Commons: Tullnau – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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