Turcot-Syndrom

seltene genetisch bedingte Erkrankung From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Turcot-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit einer Kombination von familiärer Polyposis im Dickdarm mit Hirntumoren,[1][2] wird oft als Variante der Familiären adenomatösen Polyposis mit Hirntumoren angesehen.[2]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
D12.6 Gutartige Neubildung des Kolons, nicht näher bezeichnet
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-11 ...
Klassifikation nach ICD-11
2A0Z Other and unspecified neoplasms of brain or central nervous system
2B90.Y Other specified malignant neoplasms of colon
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)
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Die Namensbezeichnung Turcot- oder Turcot-Després-Syndrom bezieht sich auf die Erstbeschreibung aus dem Jahre 1959 durch den kanadischen Chirurgen Jacques Turcot (1914–1977).[3]

Mitunter wird die Bezeichnung als Synonym für das Mismatch-Reparatur-Defizienz-Syndrom Typ 1[4][5] verwendet.

Einteilung

In der medizinischen Datenbank Orphanet fand sich eine Unterscheidung zwischen Non-polypösem Turcot-Syndrom[6], das mittlerweile in das klassische Lynch-Syndrom (Hereditäres non-polypöses kolorektales Karzinom) integriert wird und dem Turcot-Syndrom mit Polyposis, auch als Turcot-Syndrom Typ 2 bezeichnet.[7]

Das Turcot-Syndrom mit Polyposis oder Turcot-Syndrom Typ 2 ist eine Form der familiären adenomatösen Polyposis, die durch das Zusammentreffen von tausender adenomatöser Polypen oder kolorektalem Karzinom (KRK) und einem primären Tumor des zentralen Nervensystems (hauptsächlich Medulloblastom) gekennzeichnet ist. Autosomal-dominant OMIM: 175100.

Das Zusammentreffen von Hirntumor mit Hereditärem non-polypösem kolorektalem Karzinom kann als Turcot-Syndrom Typ 1 bezeichnet werden, das Zusammentreffen mit Familiärer adenomatöser Polyposis als Turcot-Syndrom Typ 2.[8]

Nach der Art der Vererbung kann unterschieden werden in:

Vorkommen

Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:[1]

Hinzu können Pigmentierte Augenhintergrundveränderungen kommen.[7]

Die Darmpolypen sind Präkanzerosen des Darmkrebses.

Differentialdiagnostik

Abzugrenzen sind andere familiäre Polyposis-Syndrome.[1]

Therapie

Die Behandlung hängt von der Ausprägung der Erkrankung ab. Wesentlich sind regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen.[2]

Siehe auch

Literatur

  • N. Mokhashi, L. Z. Cai, C. L. Shields, W. E. Benson, A. C. Ho: Systemic considerations with pigmented fundus lesions and retinal pigment epithelium hamartomas in Turcot syndrome. In: Current opinion in ophthalmology. Band 32, Nummer 6, November 2021, S. 567–573, doi:10.1097/ICU.0000000000000798, PMID 34456292 (Review).
  • L. Dionne: Homage to Doctor Jacques Turcot. In: Can J Surg. 1977 Nov;20(6), S. 567. PMID 338132
  • H. D. Becker, W. Hohenberger, T. Junginger, P. M. Schlag: Chirurgische Onkologie. Thieme, Stuttgart 2002, ISBN 3-13-126111-0, S. 405–406.

Einzelnachweise

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