Typecasting (Film)
Zuweisen (eines Schauspielers oder einer Schauspielerin) wiederholt zu derselben Art von Rolle, aufgrund der Angemessenheit ihres Aussehens oder des vorherigen Erfolgs in solchen Rollen.
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Der Begriff Typecasting wird – hauptsächlich in der Filmbranche, aber auch im Theater – für bestimmte Schauspieler verwendet, die nicht ausschließlich, aber immer wieder ähnliche Rollen übernehmen. Bei der Darstellung von Bösewichten ist das Typecasting besonders häufig anzutreffen. Aber auch Heldenfiguren unterliegen oft dem Typecasting. Die Festlegung auf einen bestimmten Typus kann für Schauspieler zur Sackgasse werden, wenn das Publikum sie immer in den gleichen Rollen sehen will und es ihnen so erschwert, ihr darstellerisches Spektrum zu erweitern. Gleiches gilt, wenn der Typus mit zunehmendem Alter nicht mehr ausgefüllt werden kann; andererseits kann sich mitunter dann ein neuer Typus wie beispielsweise die „komische Alte“ erschließen.
Beispiele
- Bela Lugosi, Boris Karloff, Christopher Lee und Vincent Price in Horrorfilmen
- Erich von Stroheim als deutscher Offizier und Spion
- Fay Wray als Opfer von King Kong und vielen anderen Horrorgestalten (siehe auch: Scream-Queen)
- John Wayne als Westernheld
- Theda Bara und Marlene Dietrich als Vamps
- Jean Harlow als Gold-digger
- Marilyn Monroe und Jayne Mansfield als Sexbomben und dumme Blondinen
- Bruce Lee als Held und Jackie Chan als Slapstick-Held in Martial-Arts-Filmen
- Michael Madsen als lakonischer Schurke in Reservoir Dogs – Wilde Hunde, Getaway und anderen Filmen
- Claude-Oliver Rudolph, aufgrund seiner markanten Gesichtsmerkmale auf Ganovenrollen abonniert
- Jerry Lewis und Adam Sandler als alberne, kindliche Männer in Filmkomödien
- Danny Trejo als mexikanischer Krimineller
- Lupe Ontiveros als mexikanische oder hispanische Hausangestellte
- Bud Spencer und Terence Hill als Film-Duo Helden in Italowestern und als Slapstick-Helden in Actionkomödien
Literatur
- Ulrike Boldt: Casting für Film, Fernsehen und Bühne. Der Wegweiser zum Erfolg. Henschelverlag Berlin 2008, ISBN 978-3-894875985