Tüschnitz

Gemeindeteil des Marktes Küps From Wikipedia, the free encyclopedia

Tüschnitz ist ein Gemeindeteil des Marktes Küps im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.[2]

Schnelle Fakten Markt Küps ...
Tüschnitz
Markt Küps
Koordinaten: 50° 12′ N, 11° 16′ O
Höhe: 303 m ü. NHN
Einwohner: 700 (31. Dez. 2021)[1]
Eingemeindung: 1. April 1971
Postleitzahl: 96328
Vorwahl: 09264
Ruine des Wasserschlosses Tüschnitz
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Geographie

Das Dorf Tüschnitz bildet mit Küps im Südosten eine geschlossene Siedlung. Im Ort steht eine Eiche, die als Naturdenkmal geschützt ist. Durch den Ort fließt der Tüschnitzer Graben, ein rechter Zufluss der Rodach. Die Kreisstraße KC 13 führt nach Schmölz (1,6 km nördlich) bzw. nach Küps zur Bundesstraße 173 (1,3 km südöstlich). Ein Anliegerweg verbindet mit Hall (0,9 km westlich). Zu dieser führt die Ortsstraße Kreuzgrabenweg des im Süden gelegenen Gemeindeteils Oberlangenstadt.[3]

Geschichte

Tüschnitz wurde erstmals 1288 urkundlich erwähnt. Das Wasserschloss Tüschnitz bestand spätestens ab dem 14. Jahrhundert, es wurde 1632 im Dreißigjährigen Krieg zerstört.[4]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Tüschnitz aus 17 Anwesen (6 Halbhöfe, 4 Fronsölden, 2 Tropfhäuser, 5 Häuser) und 1 ehemaliges Schloss mit Ökonomiegut und Bräuhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Burgkunstadt-Marktgraitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Tüschnitz inne, das zugleich Grundherr sämtlicher Anwesen war.[5]

Mit dem Gemeindeedikt wurde Tüschnitz dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schmölz zugewiesen. Infolge des Zweiten Gemeindeedikts entstand 1818 die Ruralgemeinde Tüschnitz, zu der Hall gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kronach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kronach (1919 in Finanzamt Kronach umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden die Anwesen dem Patrimonialgericht Oberlangenstadt (bis 1837). Ab 1862 gehörte Tüschnitz zum Bezirksamt Kronach (1939 in Landkreis Kronach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kronach (1879 in das Amtsgericht Kronach umgewandelt).[6] Die Gemeinde hatte eine Fläche von 5,099 km².[7]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Tüschnitz am 1. April 1971 nach Küps eingegliedert.[8]

Baudenkmäler

In der Bayerischen Denkmalliste sind 2 Baudenkmäler aufgeführt:

  • Gemeindehaus
  • Drei Grenzsteine

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Tüschnitz

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 18401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 127145139138136147170175181202196179181199201219241224344360369393555
Häuser[9] 23282842324464
Quelle [10][10][10][11][12][13][14][15][16][17][10][18][10][19][10][20][10][10][10][21][10][7][22]
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Ort Tüschnitz

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987002007
Einwohner 107130147 *181 *172213355390552601812 *
Häuser[9] 2023 *28 *27314363163
Quelle [6][11][13][16][18][20][21][7][22][23][24]
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* 
inklusive Hall

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Jakob in Küps gepfarrt.[5]

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Tüschnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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