Unimog 409
Kompakte Geräteträger-Baureihe des Mercedes-Benz Unimog
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Der Unimog 409 ist die einzige kompakte Unimog-Geräteträger-Baureihe von Mercedes-Benz. Die Daimler-Benz AG baute zwischen 1996 und 1998 im Mercedes-Benz-Werk Gaggenau[1.1] insgesamt 790 Stück.[2.3]
| Mercedes-Benz | |
|---|---|
Unimog UX 100 der Baureihe 409 im Hintergrund neben zwei MB-trac | |
| Unimog 409 | |
| Hersteller | Daimler-Benz AG |
| Verkaufsbezeichnung | UX 100 H UX 100 M |
| Produktionszeitraum | 1996[1.1]–1998[1.1] |
| Motoren | Mercedes-Benz OM 601 und OM 602 (Diesel 54–90 kW)[2.1] |
| Breite | 1600[2.1] mm |
| Radstand | 2150 mm; 2600 mm |
| Höchstgeschwindigkeit | 65 / 115[2.1] km/h |
| Maximal zulässige Gesamtmasse | 3500–4800[2.2] kg |
| Vorgängermodell | keines |
| Nachfolgemodell | Hako Kommobil[3]
Übernahm Technologien : Unimog 405[1.1] |
Das im Mai 1996 auf der IFAT in München[2.2] vorgestellte Fahrzeug war eine komplette Neukonstruktion für Arbeiten auf engem und niedrigen Raum.[2.2] Mit dem von Dornier[2.2] entwickelten Führerhaus aus Faserverbundwerkstoff und der Wechsellenkung Vario-Pilot war er technologischer Vorreiter der modernen, deutlich größeren Unimog-Baureihe 405 (UGN).[1.1] Vario-Pilot ermöglicht es das Lenkrad und die Pedalanlage zu verschieben und so von beiden Sitzen aus das Fahrzeug zu steuern. Mit der Baureihe 409 war erstmals ein Unimog auf dem Markt dessen Rahmen verwindungssteif[2.1] und nicht wie bisher auf eine möglichst hohe Verwindungsfähigkeit hin konstruiert war.
Von der Baureihe 409 wurden die Modelle UX 100 H und UX 100 M angeboten. Die Variante H sollte mit kurzem Radstand, serienmäßigem Allradantrieb und hydrostatischer Fahrantrieb vor allem als Geräteträger und Arbeitsmaschine dienen, während die Variante M mit langem Radstand und 115 km/h Höchstgeschwindigkeit in Verbindung mit einem mechanischen Schaltgetriebe vornehmlich ein Transportfahrzeug darstellte, das jedoch auch mit verschiedenen Arbeitsgeräten ausgerüstet werden konnte.[2.4]
Die Produktion der Baureihe 409 bei Daimler-Benz war nicht von langer Dauer. Bereits nach 2 Jahren, zum 1. Januar 1999, wurden die Montageeinrichtungen sowie die Produkt- und Vertriebsrechte an die Hako GmbH verkauft,[4] die ihn nahezu unverändert bis Ende 2002 unter dem Namen Kommobil weiterbaute.[3]
Technische Daten
| Baumuster | 409.100 | 409.101 | |
|---|---|---|---|
| Verkaufsbezeichnung | UX 100 H | UX 100 M | |
| Motor | OM 601 | Sonderausstattung: OM 602 | OM 602 |
| Leistung | 54 kW / 73 PS | 90 kW / 122 PS | |
| Getriebe | hydrostatischer Fahrantrieb | Synchronisiertes 5-Gang-Schaltgetriebe | |
| Höchstgeschwindigkeit | 65 km/h | 115 km/h | |
| Radstand | 2150 mm | 2600 mm | |
| Antrieb | Allradantrieb Vorderachsantrieb zuschaltbar |
Hinterradantrieb Sonderausstattung: Allradantrieb | |
| Stückzahlen | 421 | 369 | |
| Gesamt: 790 | |||