Ulrich Dorn

deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Ulrich Dorn (* 11. November 1897 in Merseburg; † 5. Februar 1976) war ein Oberst der Wehrmacht und Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Dorn, Sohn eines Regierungsrates, trat am 29. Dezember 1915 beim Pionier-Regiment 20 in Metz als Offizieranwärter in die preußische Armee ein und wurde am 25. Juli 1917 zum Leutnant befördert. Von Juni 1916 bis Februar 1919 war er Zugführer im Reserve-Pionier-Regiment 20 und von Februar bis Mai 1919 Zugführer im Freikorps Hülsen in Berlin. Im Mai 1919 wurde er in die Reichswehr übernommen und war Zugführer und Bataillons-Adjutant im Pionier-Bataillon 1 in Königsberg. 1925 erfolgte die Ernennung zum Oberleutnant. Von Oktober 1930 bis Juli 1933 absolvierte er den Generalstabslehrgang an der Kriegsakademie in Berlin, wurde 1933 Hauptmann und war anschließend Referent in der Ausbildungsabteilung (T4) im Truppenamt in Berlin. Im Oktober 1936 wurde er, unter Ernennung zum Major, Kompaniechef im Pionier-Bataillon 9 in Hann. Münden und war von Oktober 1936 bis Juli 1937 Erster Generalstabsoffizier (Ia) der 32. Division in Köslin. Nach einer zwischenzeitlichen Suspendierung war er ab August 1939 Ia beim Oberbaustab 12, ab November 1939 Ia beim General der Pioniere der Heeresgruppe A, wo er 1940 zum Oberstleutnant befördert wurde, ab April 1941 Ia beim General der Pioniere der Heeresgruppe Süd, wo er am 1. April 1942 zum Oberst ernannt wurde, ab Juli 1942 Ia beim General der Pioniere der Heeresgruppe B und ab September 1942 Chef des Generalstabes beim Inspekteur der Landesbefestigungen West beim Oberbefehlshaber West.

Nach kurzer Kriegsgefangenschaft von Mai bis Juni 1945 war Dorn von 1946 bis 1948 Berichterstatter der Deutschen Volkszeitung in Hannover und von 1946 bis 1949 zweiter Vorsitzender und Geschäftsführer der Deutschen Partei in Bad Pyrmont. Von Februar 1950 bis März 1953 war er Beauftragter für Ein- und Auslagerungen der Gesellschaft für reichseigene Lagereibetriebe in Hamburg.

Am 3. September 1956 wurde Dorn als Oberst in die Bundeswehr übernommen und war bis April 1957 als Leiter des Territorialverteidigungsstabs II Pionier/Infrastruktur im Wehrbereichskommando II in Hannover eingesetzt. Im April 1957 wurde er Referent in der Abteilung IV G im Bundesministerium für Verteidigung in Bonn und im Juni 1957 Leiter des Höheren Pionierstabes im Kommando Territoriale Verteidigung in Bad Godesberg. Ab Oktober 1957 war er Abteilungsleiter Pioniertruppe im Truppenamt in Köln, wo er am 29. März 1958 zum Brigadegeneral ernannt wurde. Von Oktober bis Dezember 1960 war er General der Pioniertruppe im Truppenamt in Köln und wurde mit Ablauf des Jahres 1960 in den Ruhestand versetzt.

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

  • Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 1, Adam – Fuhr. Biblio-Verlag, Osnabrück 1998, ISBN 978-3-7648-2492-1, S. 402–404.
  • Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 113.

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