Ulrich Fritzsche
deutscher Grafiker und Maler
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Ulrich Fritzsche (* 31. März 1941 in Berlin; † 29. Oktober 2025 ebenda[1]) war ein deutscher autodidaktischer Grafiker und Maler.
Leben und Werk
Fritzsche absolvierte eine Lehre als Baumaler und arbeitete 1960/1961 in Neubrandenburg als Dekorationsmaler. Danach war er Bühnenmaler am Maxim-Gorki-Theater Berlin. Er beteiligte sich an volkskünstlerischen Zirkeln und machte zwei Jahre lang ein Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Ab 1967 arbeitete er in Berlin-Pankow freischaffend als Grafiker. Er leitete insbesondere Arbeitsgemeinschaften im Grafik-Zentrum des Kreiskulturhauses „Erich Weinert“. Entsprechend der Forderung, dass die Künstler Verbindung zu den „Werktätigen“ unterhalten sollen, stand er in Kontakt zur Kesselbauerbrigade des VEB Bergmann-Borsig.
Fritzsche war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Druckgrafik Fritzsches wurde als Original u. a. im Jahreskalender der Zeitung Junge Welt verbreitet.
Nach der deutschen Wiedervereinigung sicherte Fritzsche seinen Lebensunterhalt als Leiter von außerschulischen künstlerischen Arbeitsgemeinschaften, insbesondere in Einrichtungen der Pankower Früchtchen gGmbH, die ersten Jahre in ABM-Maßnahmen.
Fritzsche wurde auf dem Friedhof Pankow III beigesetzt.
Werkbeispiele
Druckgrafik und Zeichnungen
- Karl Liebknecht (wohl 1969, Linolschnitt)[2]
- Solidarität (1969, Holzschnitt)
- Junge Liebe (1971, Lithografie, 32 × 42,5 cm)[3]
- Lesende (1972, Lithografie)[4]
- DDR-Jugend (1973, Serie von fünf Lithografien)[5]
- Venceremos! Solidarität hilft kämpfen (1973, Serie von fünf Zeichnungen)[6]
- Chile (um 1974, Radierung)
Tafelbild
- Berliner Straße (1983, Öl, 37 × 46,5 cm; Kunstarchiv Beeskow)
Ausstellungen (mutmaßlich unvollständig)
- 1973: Berlin, Intergrafik
- 1974/1975: Frankfurt/Oder, Galerie Junge Kunst („Junge Künstler ’74. 1. Jahresausstellung junger bildender Künstler der DDR“)
- 1977 bis 1989: Berlin, sechs Bezirkskunstausstellungen
Literatur
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 230