Ulrich Knapp
deutscher Kunsthistoriker und Jurist
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Ulrich Knapp (* 1956 in Stuttgart)[1] ist ein deutscher Kunsthistoriker und Jurist.
Werdegang
Ulrich Knapp studierte Rechtswissenschaft und Kunstgeschichte. Promoviert wurde er 1993 an der Eberhard Karls Universität Tübingen mit einer Dissertation über die Zisterzienserabtei Salem.[2] 1997 bis 2000 war er kommissarischer Leiter des Dommuseums Hildesheim, wo er insbesondere für die Bestandsbearbeitung und Ausstellungen verantwortlich war.[3] Seitdem ist er als selbstständiger Kunsthistoriker und zugelassener Rechtsanwalt in Leonberg tätig.
Knapp ist vor allem als Erforscher mittelalterlicher und barocker Bauten in Südwestdeutschland aktiv. Darüber hinaus befasst er sich mit Goldschmiede- und Silberarbeiten, Skulpturen und Gestühlen. Aus seinen Arbeiten gingen mehrere Kunstführer hervor, u. a. zur Wallfahrtskirche Birnau, Schlosskirche Meersburg, der Remigiuskirche in Bondorf, der Stadtkirche in Bad Wimpfen, dem Zisterzienserkloster Salem und St. Paul in Esslingen am Neckar.
Schriften (Auswahl)
- Die Wallfahrtskirche Birnau. Planungs- und Baugeschichte. Katalog der Planzeichnungen und Überblick über die Baugeschichte. Gessler, Friedrichshafen 1989, ISBN 3-922137-58-X.
- Joseph Anton Feuchtmayer 1696–1770. Stadler, Konstanz 1996, ISBN 3-7977-0347-3.
- Das Kloster Maulbronn. Geschichte und Baugeschichte. Theiss, Stuttgart 1997, ISBN 3-8062-1289-9.
- (als Hrsg.): Barockes Silber (= Kataloge des Dom-Museums Hildesheim. Band 1). Michael Imhof, Petersberg 1998, ISBN 3-932526-35-X.
- (als Hrsg.): Der Hildesheimer Dom. Zerstörung und Wiederaufbau (= Kataloge des Dom-Museums Hildesheim. Band 2). Michael Imhof, Petersberg 1999, ISBN 3-932526-48-1.
- Das Hildesheimer Dom-Museum 1998–2000. In: Die Diözese Hildesheim. Band 67, 1999, S. 295–299.
- (als Hrsg.): „Ego sum Hildensemensis.“ Bischof, Domkapitel und Dom in Hildesheim 815 bis 1810 (= Kataloge des Dom-Museums Hildesheim. Band 3). Michael Imhof, Petersberg 2000, ISBN 3-932526-74-0.
- Beobachtungen zur Baugeschichte der Klosterkirche bis zur Einführung der Reformation. In: Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (Hrsg.): Alpirsbach. Zur Geschichte von Kloster und Stadt (= Forschungen und Berichte der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Band 10). Theiss, Stuttgart 2001, S. 87–137.
- Ottonische Architektur. Überlegungen zu einer Geschichte der Architektur während der Herrschaft der Ottonen. In: Klaus Gereon Beuckers, Johannes Cramer, Michael Imhof (Hrsg.): Die Ottonen. Kunst, Architektur, Geschichte. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002, S. 205–258.
- Salem. Die Gebäude der ehemaligen Zisterzienserabtei und ihre Ausstattung (= Forschungen und Berichte der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Band 11). 2 Teilbände, Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1359-3.
- Der Baubestand der Klosterkirche Lorch. In: Felix Heinzer (Hrsg.): 900 Jahre Kloster Lorch. Eine staufische Gründung vom Aufbruch zur Reform (= Veröffentlichungen der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg). Kohlhammer, Stuttgart 2004, S. 71–98.
- Stätten deutscher Kaiser und Könige im Mittelalter. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 3-8062-2142-1.
- Auf den Spuren der Mönche. Bauliche Zeugen der Zisterzienserabtei Salem zwischen Neckar und Bodensee. Schnell & Steiner, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7954-2247-9.
- Der salische Neubau von St. Maria im Kapitol zu Köln. Eine kritische Revision. In: Colonia Romanica. Band 24, 2009, S. 71–105.
- Der Kaisersaal der ehemaligen Freien Reichsabtei Salem. Michael Imhof, Petersberg 2013, ISBN 978-3-86568-807-1.
- Die Zisterzienser und das Wasser. Unter besonderer Berücksichtigung der Abteien Bebenhausen, Maulbronn und Salem. Michael Imhof, Petersberg 2020, ISBN 978-3-7319-0350-5.
- Die Klosterkirche Preetz. Beobachtungen zur Baugeschichte (= Forschungen zu Kloster und Stift Preetz. Band 1). Ludwig, Kiel 2023, ISBN 978-3-86935-439-2.