Ulrich Wyss
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Ulrich Wyss (* 1945 in Bern) ist ein Schweizer Germanist und Hochschullehrer.[1]
Leben und Wirken
Ulrich Wyss studierte von 1964 bis 1971 Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Bern und der Universität Marburg/L. 1971 promovierte er zum Dr. phil. an der Universität Bern über die "Theorie der mittelhochdeutschen Legendenepik". Kurze Zeit war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Genf, von 1972 bis 1980 dann an der Universität Erlangen-Nürnberg.
An der Universität Erlangen habilitierte er sich im Jahre 1980 und hatte dann bis 2001 eine Professur für Deutsche Philologien an dieser Universität inne. Von 2001 bis zu seiner Emeritierung 2010 war er Professor für Deutsche Literatur des Mittelalters an der Universität Frankfurt/M. Als Gastprofessor wirkte er 1979/80 an der Universität Wien. Ulrich Wyss veröffentlicht neben Schriften zur Germanistischen Mediävistik vor allem über die Geschichte der Germanistik. 2015 erschien ein umfangreicher Sammelband mit seinen Aufsätzen.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Theorie der mittelhochdeutschen Legendenepik (= Erlanger Studien, Bd. 1). Palm u. Enke, Erlangen 1973 (= Dissertation Universität Bern).
- Die wilde Philologie. Jacob Grimm und der Historismus. Beck, München 1979, ISBN 3-406-04120-5 (= Habilitationsschrift Universität Erlangen-Nürnberg).
- Die Urgeschichte der Intellektualität und das Gelächter (= Erlanger Studien, Bd. 41). Palm u. Enke, Erlangen 1983.
- (Hrsg.): Jacob Grimm / Selbstbiographie. Ausgewählte Schriften, Reden und Abhandlungen. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1984, ISBN 3-423-02139-X.
- Erlanger Germanisten-Chronik. In: Henning Kössler (Hrsg.): 250 Jahre Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (= Erlanger Forschungen / Sonderreihe, Bd. 4). Universitätsbibliothek Erlangen 1993, S. 589–627, ISBN 3-922135-91-9.
- Geschichte der Germanistik. Gesammelte Aufsätze (= Frankfurter Beiträge zur Germanistik, Bd. 54). Winter, Heidelberg 2015, ISBN 3-8253-6400-3.
- Widerstände gegen das Übersetzen. In: Sonja Glauch u. a. (Hrsg.): Der philologische Zweifel. Ein Buch für Dietmar Peschel (= Philologica Germanica, Bd. 38). Fassbaender, Wien 2016, S. 325–351, ISBN 978-3-902575-72-2.
- Habilitation in Frankfurt (1930): Max Kommerell. In: Frank Estelmann/Bernd Zegowitz (Hrsg.): Literaturwissenschaften in Frankfurt am Main 1914–1945 (= Schriftenreihe des Frankfurter Universitätsarchivs, Bd. 7). Wallstein-Verlag, Göttingen 2017, S. 111–120, ISBN 3-8353-1993-0.