Ulrike Gehring

deutsche Kunsthistorikerin, Hochschullehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ulrike Gehring (* 1969) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und seit 2009 Professorin an der Universität Trier.

Ulrike Gehring (Trier)
Ulrike Gehring (2014)

Leben

Ulrike Gehring studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte in Frankfurt am Main und Paris; Sie promovierte an den Universitäten Frankfurt am Main und Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Kunst der Frühen Neuzeit und Moderne. 2014 kuratierte sie am Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe die Ausstellung Mapping Spaces. Networks of Knowledge in 17th Century Landscape, in der sie den Wissenstransfer zwischen Künstlern, Landvermessern und ‚Wissenschaftlern‘ am Beispiel der niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts nachwies.[1]

Bezogen auf die Kunst der Moderne gilt Ulrike Gehring als Expertin für Lichtkunst des 20. Jahrhunderts, wobei insbesondere ihre jüngeren Forschungsarbeiten zu Mark Rothko in den USA weitreichend rezipiert wurden. 2015 initiierte sie mit Stephan Brakensiek an der Universität Trier die kuratorische Plattform »» generator I medienkunstlabor.trier mit jährlich wechselnden Ausstellungen. 2022 wurde ihr für ihre wissenschaftlichen Leistungen der Deutsche Lichtkunstpreis verliehen.[2]

Im Bereich der Frühen Neuzeit leitet Ulrike Gehring seit 2016 verschiedene Forschungsprojekte zum Meer als Wissensraum, darunter das 2017 von ihr, Simon Karstens und Christian Rollinger initiierte Projekt: Gefährliche Elemente. Maritime Risiken und Praktiken zu ihrer Beherrschung in Antike und Früher Neuzeit. Von 2019 bis 2023 war sie PI und Sprecherin des Forschungsverbundes Maritime Ökonomien (zus. mit Christoph Schäfer). Seit 2024 ist sie PI und Sprecherin des interdisziplinären Verbundes Maritime Transfers (zus. mit Christoph Schäfer).[1]

2018 wurde sie Vorstandsmitglied des Transmare-Instituts zur Erforschung des Transfers von Menschen, Gütern und Ideen von der Antike bis zur Gegenwart. Seit 2019 ist sie dessen stellvertretende Sprecherin. 2024 wurde Ulrike Gehring Direktorin des Forschungszentrums Europa (FZE) an der Universität Trier (zusammen mit Lukas Clemens). Als Professorin der Kunstgeschichte war sie von 2017 bis 2023 Senatsmitglied, von 2017 bis 2019 Prodekanin und von 2019 bis 2023 Vizepräsidentin der Universität Trier.[1]

Auszeichnungen

Schriften (Auswahl)

  • Dangerous Tides. Perceiving, Imagining, and Managing Maritime Risks in Ancient and Early Modern Worlds, hg. mit Simon Karstens und Christian Rollinger, Berlin/Boston 2025, ISBN 978-3-11-156130-1.
  • Mapping Spaces. Netzwerke des Wissens in der Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts, hg. mit Peter Weibel, München 2014, ISBN 978-3-7774-2230-5.
  • Die Entdeckung der Ferne. Natur und Wissenschaft in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts (Hg.), Paderborn 2014, ISBN 978-3-7705-5689-2.
  • Die Welt im Bild. Weltentwürfe in Kunst, Literatur und Wissenschaft seit der frühen Neuzeit, Paderborn 2010, ISBN 978-3-7705-5051-7.
  • Bilder aus Licht. Zum Bildbegriff von James Turrell im Kontext der amerikanischen Kunst nach 1945, (Frankfurt (Main), Univ., Diss., 2002) Heidelberg 2006, ISBN 978-3-936636-82-6.
  • Auf der grünen Wiese. Die Trierer Universität. Architektur, Kunst, Landschaft, hg. mit Ralf Dorn und Bernd Nicolai, Trier 2004, ISBN 978-3-933701-13-8.

Einzelnachweise

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