Unterbrand
Ortsteil von Neuhaus an der Pegnitz
From Wikipedia, the free encyclopedia
Unterbrand (oberfränkisch: Unda-Brond[1]) ist eine Wüstung. Es ist aber trotzdem ein Gemeindeteil des Marktes Neuhaus an der Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).[2] Hammerschrott liegt in der Gemarkung Höfen.[3]
Unterbrand Markt Neuhaus an der Pegnitz | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 40′ N, 11° 34′ O |
| Höhe: | ca. 395 m ü. NHN |
Unterbrand, 2019 | |
Lage
Die ehemalige Einöde lag rechts der Pegnitz östlich der Bahnstrecke Nürnberg–Cheb. Ein Wirtschaftsweg führt nach Ranna zur Staatsstraße 2162 (1,2 km südlich). Oberbrand war früher durch eine Straßenbrücke über die Bahngleise erreichbar,[4] in den 2000er Jahren wurde diese durch eine Fußgängerbrücke ersetzt.
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1711 als „Brand“ erstmals schriftlich erwähnt. Der Ortsname Brand verweist auf die Urbarmachung durch Brandrodung.[5]
Ober- und Unterbrand lagen im Fraischbezirk von Brandenburg-Bayreuth, was von Pfalz-Bayern strittig gemacht wurde. Niedergericht und Grundherrschaft standen dem bambergischen Amt Neuhaus zu. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ober- und Unterbrand aus zwei Ganzhöfen. Diese gehörten zur Realgemeinde Fischstein.[6] Von 1791/92 bis 1810 unterstand Brand dem preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz.[7] Mit dem Gemeindeedikt wurde Unterbrand dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Höfen[8] und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Höfen zugewiesen.
Im Jahr 1960 wurde die Gegend, in der die Orte Fischstein, Oberbrand, Unterbrand und Rauhenstein lagen, in ein Trinkwasserschutzgebiet umgewandelt, da hier neue Quellen zur Trinkwasserversorgung für die Stadt Nürnberg erschlossen wurden. In der Folge mussten die Orte aufgelöst werden. Zwischen 1960 und 1975 wurden alle Anwesen abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Unterbrand am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Neuhaus an der Pegnitz eingegliedert.[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Unterbrand war römisch-katholisch geprägt und nach St. Peter und Paul (Neuhaus an der Pegnitz) gepfarrt. Die Protestanten waren nach St. Maria (Velden) gepfarrt.[5][17]
Bildergalerie
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Brand. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 432 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Ober- und Unterbrand. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 158 (Digitalisat).
- Andreas Dimler: Marktgemeinde Neuhaus – Gestern und Heute. Animus Kunstverlag, 1998, ISBN 3-9806507-1-5
- Josef Pfanner: Landkreis Pegnitz (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1965, DNB 457000961, S. 7.
Weblinks
- Unterbrand in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 21. November 2022.
- Unterbrand in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 29. September 2025.
- Unterbrand im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 29. September 2025.
