Unterebersbach
Ortsteil von Niederlauer
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Unterebersbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Niederlauer im Landkreis Rhön-Grabfeld (Unterfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Unterebersbach hat eine Fläche von 3,075 km². Sie ist in 990 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3105,63 m² haben.[1][4]
Unterebersbach Gemeinde Niederlauer | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 18′ N, 10° 8′ O |
| Höhe: | 222 m ü. NHN |
| Fläche: | 3,08 km²[1] |
| Einwohner: | 422 (31. Dez. 2012)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 137 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1978 |
| Postleitzahl: | 97618 |
| Vorwahl: | 09771 |


Geographie
Das Pfarrdorf liegt an der Fränkischen Saale und am Ebersbach, der innerorts als rechter Zufluss in die Saale mündet. Im Norden grenzt die Steinacher Forst rechts der Saale an, im Süden die Steinacher Forst links der Saale. Die Staatsstraße 2292 führt entlang der Saale nach Steinach (2,5 km südwestlich) bzw. nach Bad Neustadt an der Saale (5,5 km nordöstlich). Die Kreisstraße NES 17 führt nach Oberebersbach (0,8 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Nickersfelden (0,9 km südwestlich).[5] Durch Unterebersbach führt der Fränkische Marienweg.
Geschichte
Unterebersbach wurde 1230 in einem Vertrag zwischen dem Bischof von Würzburg und Graf Boppo von Henneberg erstmals urkundlich erwähnt.[6] Über Jahrhunderte hinweg bis zum Ende des Alten Reichs gehörte Unterebersbach zum würzburgischen Amt Neustadt an der Saale.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) entstand die Ruralgemeinde Unterebersbach. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Neustadt an der Saale zugeordnet.[7] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Unterebersbach am 1. Januar 1978 nach Niederlauer eingemeindet.[8][9]
Von 2006 bis 2007 wurde die Palmsbergstraße von der Maria-Schnee-Kirche bis zum Sägewerk verbreitert. Dabei wurde auch das Wehr der Fränkischen Saale umgebaut und die Häuser an die Kanalisation angeschlossen.
Baudenkmäler
In Unterebersbach gibt es neun Baudenkmäler, darunter:[10]
- Peterskirche: alte fränkische Wehrkirche am westlichen Ortsausgang, die wahrscheinlich im 13. Jahrhundert von den Herren von Rothenkolben erbaut wurde. Am Eingang steht die Jahreszahl 1498, die nach einem Umbau angebracht wurde[11]. Um die Kirche herum ist der Friedhof von Unterebersbach angelegt.
- Maria-Schnee-Kirche: Marien- und Wallfahrtskirche am östlichen Ortsausgang mit Kreuzweg an der Kirche.
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Unterebersbach gibt es zwei Bodendenkmäler.[10]
Literatur
- Reinhold Albert, Herausgeber Gemeinde Niederlauer: Chronik Unter- und Oberebersbach (2012)
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterebersbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 619 (Digitalisat).
- Die Kunstdenkmäler im Bezirksamt Neustadt an der Saale
- Michael Josef Hoh: Pfarrbuch von Ober- und Unterebersbach
- Georg Paul Hönn: Unter-Ebersbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 180 (Digitalisat).
- Karl Kolb: Wehrkirchen und Kirchburgen in Franken
- R. Reiniger: Pfarrei Ebersbach im Landkapitel Neustadt an der Saale
- Anton Rottmayer (Hrsg.): Statistisch-topographisches Handbuch für den Unter-Mainkreis des Königreichs Bayern. Sartorius’sche Buchdruckerei, Würzburg 1830, OCLC 248968455, S. 301 (Digitalisat).
- Gerhard Schätzlein: Steinkreuze und Kreuzsteine im Landkreis Rhön-Grabfeld
Weblinks
- Geschichte Niederlauer > Unter- und Oberebersbach. In: niederlauer.de. Abgerufen am 13. Februar 2026.
- Unterebersbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 13. Februar 2026.
- Unterebersbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 13. Februar 2026.
- Unterebersbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 13. Februar 2026.
