Unterharnsbach
Dorf im Markt Burgebrach, Landkreis Bamberg, Bayern, Deutschland
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Unterharnsbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Unterharnsbach liegt in der Gemarkung Oberharnsbach.[3]
Unterharnsbach Markt Burgebrach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 49′ N, 10° 48′ O |
| Höhe: | 259 m ü. NHN |
| Einwohner: | 134 (31. Dez. 2024)[1] |
| Postleitzahl: | 96138 |
| Vorwahl: | 09546 |
Luftbild (2024) | |

Geografie
Das Dorf liegt auf freier Flur am linken Ufer der Rauhen Ebrach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberharnsbach zur Bundesstraße 22 (0,8 km nordwestlich) bzw. nach Abtsdorf zur Kreisstraße BA 22 (3,3 km östlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde um das Jahr 1464 als „Nidernhadmarspach“ erstmals urkundlich genannt. Der altertümliche Grundherrnname Hadumar verweist auf die älteste fränkische Siedlerschicht. Von der Siedlungsstruktur war Unterharnsbach ein Haufenwegedorf.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterharnsbach 19 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Burgebrach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Burgebrach. Grundherren waren
- das Amt Burgebrach: 1 Hof, 1 Halbhöflein, 3 Söldengütlein;
- das Kloster Michelsberg: 2 Höfe, 2 Häuser mit Stadel, 2 Tropfhäuslein; 1 Zweidrittelhof, 2 Halbhöfe, 2 Söldengütlein;
- das Dominikanerinnenkloster Heilig Grab: 1 Söldengütlein.
Der gesamten Gemeinde gehörte ein Tropfhäuslein, das als Hirtenwohnung diente.[6]
Im Jahre 1802 kam Unterharnsbach an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Unterharnsbach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Oberharnsbach und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Oberharnsbach zugewiesen.[7] Am 1. Januar 1978 wurde Unterharnsbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet.[8]
Einwohnerentwicklung
Religion
Unterharnsbach ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt,[6] seit den 1950er Jahren ist die Kuratie Heilige Schutzengel (Stappenbach) zuständig.[15]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Herrnsbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 632 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterharnsbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 627 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Herrnsbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 27 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 169.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Unterharnsbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2025.
- Unterharnsbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 22. November 2025.
- Unterharnsbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 22. November 2025.
