Unterkodach
Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach
From Wikipedia, the free encyclopedia
Unterkodach (oberfränkisch: Undernkoring[1]) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[2] Unterkodach liegt in der Gemarkung Melkendorf.[3]
Unterkodach Große Kreisstadt Kulmbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 11° 25′ O |
| Höhe: | 311 m ü. NHN |
| Postleitzahl: | 95326 |
| Vorwahl: | 09221 |
Geografie
Der Weiler liegt in der Talebene des Roten Mains. Im Ort gibt es zwei Bäume, die als Naturdenkmäler geschützt sind. Ein Anliegerweg führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,3 km nordöstlich), die nach Melkendorf (0,6 km südwestlich) bzw. über einen Kreisverkehr nach Kulmbach zur Bundesstraße 85 verläuft (1,7 km nordöstlich).[4]
Geschichte
1321 wurden zwei Höfe zu „Kadan“ erstmals urkundlich erwähnt. 1382 wurde der Ort „Niederkadach“ genannt. Kadan ist der Dativ Plural von kât (mhd. für Kot, Schmutz und im übertragenen Sinn Morast). Es wurde damit eine schlammige Gegend bezeichnet. Hinzugekommen ist das Kollektivsuffix –ach, das hier als Steigerung zu verstehen ist, d. h. außerordentlich schlammige Gegend.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Unterkodach aus 4 Anwesen. Das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach übte das Hochgericht aus und hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Halbhof, 1 Tropfgütlein, 1 Tropfhäuslein) und der Markgräfliche Lehenhof Bayreuth (1 Gütlein).[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Unterkodach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Melkendorf und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen.[7] Am 1. Juli 1976 wurde Unterkodach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.[8]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 3: Wohnhaus
- Quelleinfassung
Einwohnerentwicklung
Religion
Unterkodach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Aegidius (Melkendorf) gepfarrt.[6][17]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterkodach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 534 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 81.
Weblinks
- Unterkodach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Unterkodach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 11. November 2020.
- Unterkodach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 11. November 2020.