Unterradach
Ortsteil der Stadt Dinkelsbühl
From Wikipedia, the free encyclopedia
Unterradach ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Unterradach liegt in der Gemarkung Oberradach.[3]
Unterradach Große Kreisstadt Dinkelsbühl | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 5′ N, 10° 16′ O |
| Höhe: | 474 m ü. NHN |
| Einwohner: | 31 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91550 |
| Vorwahl: | 09851 |
Geografie
Der Weiler liegt am Gabelgrundbach (im Unterlauf Hausertsmühlbach genannt), einem linken Zufluss des Walkenweiherbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Wörnitz ist, und am Egelweihergraben, der im Ort als linker Zufluss des Gabelgrundbach mündet. Im Süden liegt das Winterholz, im Westen das Haldenfeld und im Nordwesten das Krämerholz. Die Staatsstraße 2218 führt nach Steineweiler (1,5 km nordwestlich) bzw. nach Seidelsdorf (2,2 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberradach (0,6 km östlich).[4]
Geschichte
Die Fraisch über Unterradach war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Feuchtwangen, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Feuchtwangen. Der Ort bildete mit Steineweiler und Oberradach eine Realgemeinde.[5]
1732 gab es in Ober- und Unterradach 13 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Kastenamt Feuchtwangen (1 Anwesen), das Klosterverwalteramt Auhausen (1 Tafernwirtschaft mit Zollstätte, 5 Anwesen), das Kastenamt Crailsheim (1 Wirtschaft zu Unterradach), der Deutsche Orden (1 Anwesen), das Oberamt Mönchsroth der Grafschaft Oettingen-Oettingen, zu dem Zeitpunkt bereits verkauft an von Schell (1 Gütlein) und die Reichsstadt Dinkelsbühl (3 Anwesen).[6][7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterradach 4 Anwesen. Grundherren waren das Kastenamt Crailsheim (2 halbe Güter), das Oberamt Mönchsroth (1 Hof) und das Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl (1 Gut).[5] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.[8]
Im Jahr 1809 wurde Unterradach infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Weidelbach zugeordnet.[9] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Oberradach überwiesen.[10] Am 1. April 1971 wurde Unterradach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.[8][11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ulrich (Weidelbach) gepfarrt.[5] Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.[21]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterradach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 643 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Radach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 867 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Unter-Radach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 380 (Digitalisat).
- Teresa Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 40). Michael Laßleben, Kallmünz 2018, ISBN 978-3-7696-6562-8.
Weblinks
- Unterradach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Unterradach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 17. September 2019.
- Unterradach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 2. April 2025.