Unterölschnitz
Gemeindeteil der Gemeinde Emtmannsberg im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern)
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Unterölschnitz ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Emtmannsberg im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[2] Unterölschnitz liegt in der Gemarkung Birk.[3]
Unterölschnitz Gemeinde Emtmannsberg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 53′ N, 11° 40′ O |
| Höhe: | 381 m ü. NHN |
| Einwohner: | 77 (Apr. 2020)[1] |
| Postleitzahl: | 95517 |
| Vorwahl: | 09209 |
Lage
Das Dorf liegt an der Ölschnitz und am Oberölschnitzer Bach, der dort als linker Zufluss in die Ölschnitz mündet. Die Kreisstraße BT 17 führt zur Staatsstraße 2184 (3,2 km südlich) bzw. an Hauendorf und Troschenreuth vorbei zur Bundesstraße 22 bei Lehen (3,5 km nördlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Tiefenthal (1,8 km südlich) und nach Würnsreuth (2,4 km nordöstlich).[4]
Geschichte
Das dem Ortsnamen zugrundeliegende Hydronym leitet sich vom slawischen Wort "olsa ab (=Erle) und ist synonym mit dem deutschen Erlbach.[1]
Unterölschnitz bildete mit der Seidelmühle eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterölschnitz 13 Anwesen (4 Halbhöfe, 1 Halbhof mit Zapfenschenke, 1 Drittelhof, 2 Viertelhöfe, 5 Söldengüter) und 1 Gemeindeschmiede. Die Hochgerichtsbarkeit und die Dorf- und Gemeindeherrschaft standen dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Creußen zu. Alleiniger Grundherr war das Hofkastenamt Bayreuth.[5]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Pegnitz. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde Unterölschnitz bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Unterölschnitz 1812 dem Steuerdistrikt Birk und der Ruralgemeinde Birk zugewiesen.[6] 1871 beantragten Linhardshaus, Oberölschnitz, Reuthaus, Seidelmühle und Unterölschnitz die Umgemeindung nach Hauendorf, was jedoch nicht genehmigt wurde.[7] Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Unterölschnitz am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Emtmannsberg eingegliedert.[8]
Baudenkmäler
- Stall bei Haus Nr. 6[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Unterölschnitz ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Emtmannsberg) gepfarrt.[5][17]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterölschnitz. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 641 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Bayreuth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 6). Deutscher Kunstverlag, München 1959, DNB 451450914, S. 141.
- Georg Paul Hönn: Unter-Olßnitz. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 302 (Digitalisat).
- Richard Winkler: Bayreuth – Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 30). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1999, ISBN 3-7696-9696-4.
Weblinks
- Unterölschnitz in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 3. Dezember 2024.
- Unterölschnitz in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 3. Dezember 2024.
- Unterölschnitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 3. Dezember 2024.