Primärwald
von menschlicher Einflussnahme nicht berührter Wald
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Als Primärwald oder Urwald wird von menschlicher Einflussnahme nicht berührter Wald bezeichnet, mithin eine ökologische Klimaxgesellschaft. Die Einstufung als „unberührt“ ist von der Dauer einer weitgehend naturbelassenen Entwicklung abhängig. Dem Urwald wird der menschlich geprägte Wirtschaftswald gegenübergestellt. Urwälder zeichnen sich durch eine natürliche Artenzusammensetzung, eine vielschichtige Struktur und einen hohen Totholzvorrat aus. Auch sind sie meist widerstandsfähiger gegen Schadereignisse als menschlich geprägte Wälder.

Ein Sekundärwald oder, nach massiven Eingriffen, zunächst eine Sekundärvegetation mit unterschiedlich stark veränderter Artenzusammensetzung entwickelt sich nach menschlichen Eingriffen wie Straßenbau, Holzeinschlag, Brandrodung, Etagenanbau.
Auf vermutlich zehn Prozent der Böden Amazoniens bestehen Spuren menschlicher Bearbeitung als Terra preta,[1] die gleichwohl als Standorte von Urwald betrachtet werden.
Weltweit haben Wälder einen starken Wandel bezüglich ihrer Nutzung und Ausprägung erlebt. Je nach Nutzungsart und -intensität bilden sich innerhalb eines Waldsystems Ersatzgesellschaften aus, die sich von der natürlich zyklischen Sukzession eines Urwaldes oft erheblich unterscheiden.
Siehe auch
Weblinks
- Literatur von und über Primärwald im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek