Uwe Baumann
deutscher Anglist
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Werdegang
Baumann studierte die Fächer Geschichte, Englisch und Philosophie in Düsseldorf und Oxford und promovierte 1982 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zum Dr. phil. mit den Fächern Neuere Anglistik/Amerikanistik, Ältere Anglistik und Alte Geschichte.[1] Seien Habilitation erfolgte ebendort 1990 mit einer Arbeit über Vorausdeutung und Tod im englischen Römerdrama der Renaissance (1564–1642).[1]
Vom Wintersemester 1992/93 bis 1999 lehrte er als Professor für Anglistik (Literaturwissenschaft und Literaturübersetzen) in Düsseldorf und wechselte 1999 an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit den Schwerpunkten englische Literatur- und Kulturwissenschaft.[1]
Er legte zahlreiche Aufsätze, Essays und Lexikonartikel zur englischen Literatur und Kultur sowie der Populärkultur des 16., 17., 19. und 20. Jahrhunderts und zur amerikanischen Literatur und Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts vor.[1]
Forschungsschwerpunkte
Zu seinen Forschungsinteressen gehören literatur- und kulturhistorische Theorien, der englische Humanismus, das Drama Shakespeare und seiner Zeitgenossen, die viktorianische novel und die historische novel speziell des 20. Jahrhunderts, die crime novel, die Stoff- und Motivgeschichte, translation history as reception history sowie moderne Populärliteratur und -kultur.[2]
Veröffentlichungen
- Rom und die Juden. Die römisch-jüdischen Beziehungen von Pompeius bis zum Tode des Herodes (63 v. Chr.–4 v. Chr.). Frankfurt u. a.: Peter Lang 1983 (Studia Philosophica et Historica 4), 2. Aufl. 1986.
- Thomas Morus: Epigramme. Übersetzt, eingeleitet und kommentiert durch Uwe Baumann. O. O. 1983.
- Die Antike in den Epigrammen und Briefen Sir Thomas Mores. Paderborn, München, Wien u. Zürich: Ferdinand Schöningh 1984 (Beiträge zur englischen und amerikanischen Literatur 1). ISBN 978-3-506-70811-3
- Antoninus Bassianus Caracalla. O. O. 1984.
- mit Hans Peter Heinrich: Thomas Morus, Humanistische Schriften. O. O. 1986.
- Claudius Tiberius Nero. A Critical Edition of the Play Published Anonymously in 1607. O. O. 1990.
- Heinrich VIII. O. O. 1991, 4. Aufl. 2001.
- Vorausdeutung und Tod im englischen Römerdrama der Renaissance (1564–1642) Tübingen und Basel: Francke 1996 (Kultur und Erkenntnis 13).[3] ISBN 978-3-7720-2402-3
- Shakespeare und seine Zeit. O. O 1998, 2. Aufl. 2000.
- Basileus und Tyrann. Herrscherbilder und Bilder von Herrschaft in der Englischen Renaissance. O. O. 1999.
- mit Arnold Becker, Astrid Steiner-Weber: Streitkultur. Okzidentale Traditionen des Streitens in Literatur, Geschichte und Kunst. O. O. 2008.
- mit Dittmar Dahlmann: Kopfball, Einwurf, Nachspielzeit. Gespräche und Beiträge zur Aktualität und Geschichte des Fußballs. O. O. 2008.
- mit Jonas Baumann: Warren Tufts, Lance. Ein Western-Epos, 5 Bde. O. O. 2011–2013.
- mit Karl August Neuhausen: Autobiographie: Eine interdisziplinäre Gattung zwischen klassischer Tradition und (post-)moderner Variation. O. O. 2013.
- mit Claudia Wich-Reif: Edgar Rice Burroughs’ Tarzan, Bd. 5: Sonntagsseiten 1939–1940. Burne Hogarth. O. O. 2014.
- mit Arnold Becker und Marc Laureys: Polemik im Dialog des Renaissance-Humanismus: Formen, Entwicklungen, Funktionen. O. O. 2015.
- mit Jonas Baumann: Warren Tufts, Casey Ruggles. Eine Western-Saga, bisher 2 Bde. O. O. 2015–2017.