Uwe Hammer
deutscher Sportfunktionär
From Wikipedia, the free encyclopedia
Uwe Hammer (* 15. Juni 1943 in Berlin) ist ein früherer deutscher Sportfunktionär.
Leben
Hammer wuchs in Berlin-Steglitz auf und lebt seit 1969 in Dahlem.[1] Er ist gelernter Diplom-Verwaltungswirt und war Beamter bei der Berliner Feuerwehr. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.[1]
Ehrenämter
Fußball
Mitte der 1950er-Jahre trat Hammer dem FC Hertha 03 Zehlendorf bei und betätigte sich ehrenamtlich im Verein und dem Verband Berliner Ballspielvereine (VBB). Nachdem er einige Jahre Vorsitzender des VBB-Jugendausschusses war, wurde er 1981 nach dem plötzlichen Tod von Eberhard Hartlep zum VBB-Präsidenten gewählt.[2] Während seiner Amtszeit wurde der VBB 1985 in Berliner Fußball-Verband (BFV) umbenannt.[2] Außerdem gelang es ihm in Zusammenarbeit mit dem Berliner Senat durchzusetzen, dass das DFB-Pokalfinale der Männer dauerhaft in Berlin ausgetragen wird.[3] Wenige Tage nach dem Fall der Berliner Mauer arrangierte er ein Treffen mit dem BFA-Vorsitzenden Uwe Piontek, bei dem Spiele Ost- und West-Berliner Mannschaften gegeneinander verabredet wurden und damit der Prozess zur Wiedervereinigung im Berliner Fußball auf den Weg gebracht wurde.[2][4] Dem Verband stand er bis zum März 1990 vor, als ihm der außerordentliche Verbandstag infolge der Kompetenzübertretungen des Verwaltungsdirektors Wolfgang Levin das Vertrauen entzog.[5] Heute ist er Vorsitzender des BFV-Ältestenrates.[6]
LSB Berlin
Ab 1997 war er bis 2014 Vize-Präsident des Landessportbundes Berlin. Als dieser war er für Sportstätten, Stadtentwicklung und Umwelt zuständig, bemühte sich um Hallen- und Bädersanierung, Schlüsselverantwortung der Vereine für Sportstätten und für den Bau vereinseigener Sportstätten.[3][7][8]
Weitere
Hammer war über zwei Berufungsperioden ehrenamtlicher Schöffe am Landgericht Berlin.[1] Seit 2019 gehört er zudem dem Aufsichtsrat des Beamten-Wohnungs-Vereins zu Berlin an.[1][9]
Ehrungen
Für sein langes ehrenamtliches Engagement wurde Uwe Hammer vielfach ausgezeichnet[10]:
- Bundesverdienstkreuz am Bande: 2005
- Ehrennadel des Landessportbundes: 2008
- BFV-Ehrenmitgliedschaft: 2007
- BFV-Verdienstnadel in Gold: 1995
- DFB-Verdienstnadel: 1981
- Ehren-Plakette des Senats von Berlin: 1981
- Silbernes Eichenblatt des Landessportbundes: 1973
Literatur
- Daniel Küchenmeister, Thomas Schneider: Fußball-Einheit in Berlin 1990–2015. Arete Verlag, Hildesheim 2015, ISBN 978-3-942468-65-7.
- Daniel Küchenmeister, Thomas Schneider: 125 Jahre Berliner Fußball. Hrsg.: Berliner Fußball-Verband. Arete Verlag, Hildesheim 2022, ISBN 978-3-96423-096-6, S. 89.