Uwe Will
deutscher Maler und Bildhauer
From Wikipedia, the free encyclopedia
Uwe Will (* 20. Dezember 1941 in Grünlinde) ist ein deutscher Maler und Bildhauer aus Hagen.
Leben
Uwe Will wurde 1941 in Westpreußen geboren und flüchtete 1944 mit seiner Familie nach Schleswig-Holstein. Im Alter von zehn Jahren kam er aus privaten Gründen nach Hagen. Er absolvierte zunächst eine Lehre zum Maler. Im Jahr 1964 Meisterprüfung bei der Handwerkskammer Dortmund. Danach erste Farbraum- und -systemgestaltungen.
Sein Hang zur künstlerischen Arbeit brachte ihn in Verbindung mit Hagener Künstlern wie Paul Gernhardt, Adolf Apfelbaum, Oskar Sommer und Hermann Bettermann, vor allem aber zu Carl Baumann. Im Jahr 1982 eröffnete er sein erstes Atelier und wurde 1984 Mitglied der Künstlervereinigung Hagenring. Seither ist Will auch deren Ausstellungsleiter und Kurator zahlreicher Ausstellungen.[1]
Am 10. Juli 2010 berichtete das WDR Fernsehen über eine Kunstaktion, die Uwe Will mit Schülern der Bodelschwingh-Schule in Hagen durchgeführt hatte. Innerhalb von zwei Monaten entstand ein 27 × 3,5 Meter großes Gemälde, das Will mit den Schülern konzipiert und gemalt hatte.[2]
An vielen Stellen der Stadt befinden sich Kunstwerke von Uwe Will. Am 27. August 2008 wurde seine Skulptur des Komponisten Karl Halle auf dem Johanniskirchplatz in Hagen enthüllt. Seit Juli 2012 stehen die überlebensgroßen Statuen von Karl Ernst Osthaus und Henry van de Velde auf dem Gelände einer Industriebrache vor der Kulisse einer ehemaligen Kokerei.
Seit 2004 ist Will offizieller Porträtmaler der Hagener Oberbürgermeister.[3] Er gilt als Vertreter des imaginären Realismus. Doppelausstellungen machte Will von 1995 bis 2013 zusammen mit seinem Künstlerfreund dem Bildhauer Johannes Dröge (1931–2024) aus Sundern.
Fast 40 Jahre befand sich Uwe Wills Atelier in einer ehemaligen Schraubenfabrik in Hagen-Delstern, Delsterner Straße 68–72. Als er für die Räumlichkeiten die Kündigung wegen Eigenbedarfs bekam, musste er sich mit 79 Lebensjahren ein neues Domizil suchen. Das neue Atelier befindet sich nun in der Delsterner Straße 53 a.
Ausstellungen
- 1986: Hagenring, Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen
- 1989: Galerie im kleinen Haus, Lüdinghausen
- 1990: Thomson Haus, Hagenring, Burg auf Fehmarn, Kulturring Sundern
- 1991: BBK-Haus Wuppertal, Landesinstitut Soest
- 1992: Kleiner Kunstbahnhof St. Julian
- 1993: 10 Nationen und Hagenring, Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen
- 1993: Schollbrock Haus Herne, Museum Veszprém (Ungarn)
- 1994: Haus der Kultur, Smolensk (Russland), Stadt-Galerie, Altena
- 1994: Jackson Artworks, Roeselare (Belgien), Galeria e. V., Wuppertal
- 1995: 70 Jahre Hagenring, Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen
- 1995: Sauerland-Museum, Arnsberg, 10 Jahre Hagen-Smolensk, SIHK Hagen
- 1995: Vier Aussagen, StoraEnso, Hagen, Wasserschloss Werdingen, Hagen
- 1995: Haus Matfeld, Schwelm, Dina Brito, Olhao (Portugal)
- 1996: Galerie Michael Schlieper, Hagen,
- 1996: Galerie „Artes“, Brügge (Belgien)
- 1998: Galerie im Lukas-Cranach-Haus, Weimar
- 1998: Galerie Anders, Lünen, Münster
- 1999: Senatsgalerie, Iserlohn, 75 Jahre Hagenring,
- 2000: Galerie Michael Schlieper, Hagen, Städtische Galerie, Haus Seel
- 2001: Dina Brito, Olhao (Portugal), Castroper Künstlerbund
- 2002: Stadtgalerie Sundern, Akademie Mont Cenis, Herne
- 2003: Lichthof Köln
- 2004: Stadtgalerie Alte Post Sylt, Loro, Florenz (Italien)
- 2004: NRW Landtag, Düsseldorf
- 2006: Landgericht Münster
- 2007: Galerie König, Münster
- 2008: Einweihung des Denkmals Karl Halle in Hagen
- 2010: Telay Mühle, Meerbusch
- 2011: Osthaus-Museum Hagen, Montlucon (Frankreich), Jubiläumsausstellung zum 70. Geburtstag im Sparkassen-Karree Hagen.[4]
- 2012: Einweihung des Denkmals Karl-Ernst Osthaus und Henry van de Velde in Hagen
- 2013: Unicef-Kunstherz Versteigerung; Osthaus Museum, Hagen; Norderney; Stadtgalerie Sundern; Enthüllung Bettermann Statue
- 2014: Haus Martfeld, Schwelm; 90 Jahre Hagenring, HAGENRING-Galerie, Hagen; Osthaus Museum, Hagen; Eilper Tor, Hagen
- 2017: Einweihung des Denkmals Martin Luther in Hagen.[5]
- 2022: Geburtstagsausstellung für Uwe Will im Roten Haus in Hagen.[6]
Literatur
- Uwe Will (Herausgeber Cornelis J.W. Rodenburg) 1994 Texte von Gudrun Emmelius, .
- Uwe Will Imaginärer Realismus (ardenkuverlag, Hagen 2001) ISBN 3-932070-36-4
- Hans Friesen und Petra Holtmann (Hrsg.): HagenKunst – Kunst im öffentlichen Raum, ardenkuverlag Hagen, Dezember 2006, S. 291–293; ISBN 9783-932070-08-2
- Uwe Will Farbgeschichten (ardenkuverlag, Hagen 2006), ISBN 978-3932070-71-6
- Karl Halle… wieder in Hagen angekommen (Herausgeber: Karl-Halle-Gesellschaft e. V. Lionsclub Hagen-Harkort Hagenring e. V.) ISBN 978-3-925368-41-7
- Uwe Will … mehr als ein Maler. Schröder, Hagen 2011, ISBN 978-3-925368-47-9.