Vanadium(II)-iodid

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Vanadium(II)-iodid ist eine chemische Verbindung der Elemente Vanadium und Iod.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Vanadium(II)-iodid
_ V2+ 0 _ I
Allgemeines
Name Vanadium(II)-iodid
Andere Namen
  • Vanadiumdiiodid
  • Vanadin(II)-iodid
  • Vanadindiiodid
Verhältnisformel VI2
Kurzbeschreibung

rotvioletter, kristalliner Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 15513-84-5
EG-Nummer 239-545-6
ECHA-InfoCard 100.035.935
PubChem 84959
Wikidata Q1541465
Eigenschaften
Molare Masse 304,75 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,44 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

≈ 800 °C[1]

Siedepunkt

850 °C[2]

Löslichkeit

löst sich in Wasser unter Bildung von [V(H2O)6]2+-Ionen[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[4]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Vanadium(II)-iodid kann durch Disproportionierung von Vanadium(III)-iodid bei 280 °C gewonnen werden:[5]

Ebenfalls möglich ist die Darstellung aus den Elementen bei etwa 500 °C. Erfolgt die Reaktion mit einem geringen Iod-Überschuss entsteht die schwarze Form der Verbindung.[6]

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Vanadium(II)-iodid kommt in zwei Formen vor. Die rote Form zerfließt erst nach mehreren Stunden an feuchter Luft. In Wasser löst sie sich auch beim Erwärmen nur langsam, allerdings vollständig. Dagegen ist die schwarze Form ähnlich feuchtigkeitsempfindlich wie Vanadium(III)-iodid. Die rote Form bildet sehr dünne Blättchen, die schwarze tritt in hexagonalen Säulen auf. Die trigonale Kristallstruktur der roten Form entspricht der trigonalen Form von Cadmium(II)-iodid mit der Raumgruppe P3m1 (Raumgruppen-Nr. 164)Vorlage:Raumgruppe/164 und den Gitterparametern a = 4,000 Å, c = 6,670 Å.[6]

Chemische Eigenschaften

Vanadium(II)-iodid ist ein starkes Reduktionsmittel, das sogar Stickstoff in Anwesenheit von Magnesiumhydroxid zu Hydrazin reduziert.[3]

Es löst sich in Wasser unter Bildung von [V(H2O)6]2+-Ionen:[3]

Einzelnachweise

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