Vehrte

Bauerschaft im Kirchspiel Belm, Amt Iburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Vehrte ist ein Ortsteil der Gemeinde Belm im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1972 eine eigenständige Gemeinde.

Großsteingrab „Teufels Backofen“
Bauernhaus in Vehrte
Alter Bahnhof Vehrte
Schnelle Fakten Gemeinde Belm ...
Vehrte
Gemeinde Belm
Koordinaten: 52° 20′ N,  9′ O
Fläche: 12,91 km²[1]
Einwohner: 2832[1]
Bevölkerungsdichte: 219 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 49191
Vorwahl: 05406
Vehrte (Niedersachsen)
Vehrte (Niedersachsen)
Lage von Vehrte in Niedersachsen
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Geographie

Vehrte liegt am Südhang des Wiehengebirges unterhalb der Venner Egge. Der Kernort von Vehrte ist zweigeteilt. Der ältere Teil liegt am ehemaligen Bahnhof südlich der Nette, die von Osten nach Westen durch den Ortsteil fließt, während der größere Teil, auch Vehrte-Nord genannt, nördlich der Nette liegt. Diese Siedlung ist erst in den letzten Jahrzehnten entstanden. Weitere Wohnplätze im Ortsteil sind unter anderem Ellerkamp, Osterkamp und Talkamp. Am bewaldeten Nordosthang des Gattbergs liegt das Naturschutzgebiet Steinernes Meer.

Geschichte

Die Bauerschaft Vehrte gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Vehrte zum Kanton Schledehausen des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie (Bürgermeisterei) Belm im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems.[2] 1814 kam Vehrte zum Königreich Hannover und gehörte dort zum Amt Osnabrück. 1867 fiel die Gemeinde Vehrte mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte sie zum Landkreis Osnabrück. Vehrte war zu dieser Zeit noch wie eine typische Bauerschaft mit Einzelhöfen und einem kleinen Weiler besiedelt, der heute noch an der Dorfstraße Höhe Katzegge zu erkennen ist. Die Eröffnung der Bahnstrecke von Osnabrück nach Bremen mit einem Bahnhof in Vehrte im Jahre 1873 führte zur Besiedlung seiner Umgebung, verbunden mit einem deutlichen Bevölkerungszuwachs.

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Vehrte im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen nach Belm eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Quelle
18120616[2]
18450693[3]
18710763[4]
18950843[5]
19100887[6]
19251025[7]
19391236[7]
19501780[8]
19611660[8]
19701773[8]
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Bau-, Boden- und Naturdenkmale

Die Höfe Aulbert, Barth, Droste, Hager Hof, Iburgshof, Kreimer, Möllenbrock, Niegengerd, Rehling, Siebert, Sudendorf und Tiemeyer stehen in Vehrte ganz oder teilweise unter Denkmalschutz. Weitere Baudenkmale sind das alte Bahnhofsgebäude und ein gegenüberliegendes Wohnhaus.

Die beiden Großsteingräber „Teufels Backofen“ und „Teufels Backtrog“, der MenhirSüntelstein“ sowie mehrere Grabhügel sind Bodendenkmale in Vehrte. Der Findling „Butterstein“ sowie die Überreste der Vehrter Schwarzkreidegrube sind Naturdenkmale.

Vereine

Der SuS Vehrte 1920 hat unter anderem Abteilungen für Fußball, Volleyball, Tischtennis und Turnen.[9] Der Schützenverein Vehrte 1951 betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des lokalen Brauchtums.[10] Daneben gibt es noch den Tennisclub Vehrte.[11]

Verkehr

Sowohl die Bahnstrecke von Osnabrück nach Bremen als auch die von Osnabrück nach Bremen führende Bundesstraße 51 verlaufen durch das Gebiet des Ortsteils Vehrte und nutzen den Übergang über das Wiehengebirge zwischen Vehrte und Westerkappeln. Seit 1978 ist der Bahnhof Vehrte für Personenverkehr geschlossen; die Errichtung eines neuen Haltepunktes ist in Planung. Der Fernwanderweg Wittekindsweg führt im Norden des Ortsteils durch das Wiehengebirge.

Einzelnachweise

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