Veitsweiler

Ortsteil des Marktes Weiltingen From Wikipedia, the free encyclopedia

Veitsweiler ist ein Gemeindeteil des Marktes Weiltingen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Veitsweiler hat eine Fläche von 4,565 km². Sie ist in 482 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9471,21 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Bosacker, Hahnenberg, Oberklingen und Unterklingen.[4]

Schnelle Fakten Markt Weiltingen ...
Veitsweiler
Koordinaten: 49° 1′ N, 10° 27′ O
Höhe: 450 (448–460) m ü. NHN
Einwohner: 102 (2016)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91744
Vorwahl: 09853
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Auf einer östlich des Dorfes gelegenen Anhöhe stehen die so genannten Gerichtslinden.
St. Veit

Geografie

Das Pfarrdorf liegt am Weihergraben, einem rechten Zufluss der Wörnitz. 0,5 km westlich liegt der Kernwald, im Südwesten das Sandfeld, dahinter das Waldgebiet Hundsmarkt. 0,5 km südöstlich erhebt sich der Lämmerberg (498 m ü. NHN).

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Weiltingen zur Staatsstraße 2385 (1,4 km nördlich) bzw. nach Hahnenberg (0,9 km südlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,6 km östlich), die nach Wolfsbühl (2 km westlich) bzw. nach Weiltingen verläuft (1,4 km nordöstlich).[5]

Geschichte

Die Fraisch über Veitsweiler war umstritten. Sie wurde sowohl vom ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen als auch vom oettingen-spielbergischen Oberamt Aufkirchen beansprucht. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Veitsweiler 21 Anwesen (1 Ziegelhütte, 2 Halbhöfe, 3 Köblergüter, 12 Söldengüter, 1 Söldengut mit Wirtschaft, 2 halbe Söldengüter). Außerdem gab es eine Kirche, ein Pfarrhaus, ein Schulhaus und ein Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das württembergische Oberamt Weiltingen.[6][7]

1810 kam Veitsweiler an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt entstand 1811 der Steuerdistrikt und die Ruralgemeinde Veitsweiler mit den Orten Hahnenberg, Oberklingen, Unterklingen und Wolfsbühl.[8] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) schied Wolfsbühl aus der Ruralgemeinde aus.[9][10] Die Gemeinde Veitsweiler war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nördlingen (ab 1831 Landgericht Dinkelsbühl) zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Oettingen (ab 1832 Rentamt Dinkelsbühl, 1919 in Finanzamt Dinkelsbühl umbenannt, seit 1973 Zweigstelle des Finanzamtes Ansbach). Die Verwaltung übernahm 1862 das neu geschaffene Bezirksamt Dinkelsbühl (1939 in Landkreis Dinkelsbühl umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Dinkelsbühl (1879 in das Amtsgericht Dinkelsbühl umgewandelt, seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach).[11] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,206 km².[12] Mit der Auflösung des Landkreises Dinkelsbühl im Jahr 1972 kam Veitsweiler an den Landkreis Ansbach.[13][14][15]

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 7: Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche, Chorturmkirche, Chorturmuntergeschosse um 1400, Langhaus 1667 über älterem Mauerwerk neu errichtet, Fachwerkoktogon des Turms wohl 17. Jahrhundert; mit Ausstattung; Friedhof, im Kern mittelalterliche Anlage, mit Grabsteinen; Umfassungsmauer, im Kern mittelalterlich, teilweise erneuert.[16]
  • Haus Nr. 21: Ehemaliges Pfarrhaus, zweigeschossiges Gebäude mit Halbwalmdach, in Ecklage, teilweise Fachwerk, nach 1800; Einfriedung, Bruchstein, 19. Jahrhundert[16]

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Veitsweiler gibt es zwei Bodendenkmäler.[16]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Veitsweiler

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 154183183191198191191190179171178189182182173180184166138259260213183166
Häuser[17] 343635363637343637
Quelle [18] [19] [20] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [20] [28] [20] [29] [20] [30] [20] [20] [20] [31] [20] [12] [32]
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Ort Veitsweiler

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987002006002016
Einwohner 11213215413712413113821313611491 *109 *102
Häuser[17] 2426262725272828
Quelle [18] [19] [21] [23] [26] [28] [30] [31] [12] [32] [33] [1] [1]
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inklusive Nebenwohnsitze

Religion

Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Veit und ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.[6] Die Katholiken sind nach St. Margareta (Wilburgstetten) gepfarrt.[12]

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Veitsweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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