Veratrumaldehyd

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Veratrumaldehyd (3,4-Dimethoxybenzaldehyd) ist sowohl ein Derivat des Benzaldehyds als auch des Veratrols (o-Dimethoxybenzol). Man kann es auch als Methylvanillin ansehen. Die isomere Verbindung 2,3-Dimethoxybenzaldehyd wird auch o-Veratrumaldehyd genannt.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Veratrumaldehyd
Allgemeines
Name Veratrumaldehyd
Andere Namen
  • 3,4-Dimethoxybenzaldehyd
  • Veratraldehyd
  • VERATRALDEHYDE (INCI)[1]
Summenformel C9H10O3
Kurzbeschreibung

beige Nadeln[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 120-14-9
EG-Nummer 204-373-2
ECHA-InfoCard 100.003.976
PubChem 8419
ChemSpider 21106008
Wikidata Q414395
Eigenschaften
Molare Masse 166,18 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,338 g·cm−3[3][4]

Schmelzpunkt

41–44 °C[5]

Siedepunkt

285 °C[6]

Dampfdruck

6,52·10−2 Pa (25 °C)[4]

Löslichkeit

löslich in Ethanol und Diethylether, wenig löslich in heißem Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[5]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302315319
P: 305+351+338[5]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Pfefferminze enthält natürlicherweise Veratrumaldehyd

Die Verbindung kommt in Pfefferminze[7] und Pflanzenölen von Cymbopogon javanensis und Eryngium poterium vor.[2]

Darstellung und Gewinnung

Veratrumaldehyd kann durch eine Methylierung von Vanillin oder durch die Oxidation von Veratrumalkohol gewonnen werden.[2] Es ist aus Veratrol durch Formylierung mit N-Formylpiperidin und Phosphoroxychlorid erhältlich,[8] wie auch mittels Vilsmeier-Formylierung.[9]

Eigenschaften

Veratrumaldehyd bildet beige Kristalle mit vanillinartigen Geruch.[2] Die Verbindung schmilzt bei 44,9 °C mit einer Schmelzenthalpie von 20,46 kJ·mol−1. Die Wärmekapazität beträgt bei 25 °C 221,4 J·K−1·mol−1 bzw. 1,33 J·K−1·g−1.[4] Die Verbindung kristallisiert in einem orthorhombischen Kristallgitter mit der Raumgruppe Pna21.[3]

Verwendung

Durch Umsetzen von Veratrumaldehyd mit Malonsäure kann 3,4-Dimethoxyzimtsäure dargestellt werden.[10] Die Substanz findet in der Parfümerie Verwendung bei der Komposition von orientalischen und warmholzigen Noten sowie von Vanillenoten.[11]

Einzelnachweise

Siehe auch

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