Vergaldatal
Tal in der Gemeinde Sankt Gallenkirch, Vorarlberg, Österreich
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Das Vergaldatal, auch Vergaldner Tal, ist ein unbewohntes Hochgebirgstal im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Sein Bach heißt Vergaldabach.[1][2]
| Vergaldatal | ||
|---|---|---|
Eingang ins Vergaldatal | ||
| Lage | Österreich
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| Gewässer | Vergaldabach | |
| Gebirge | Silvretta | |
| Geographische Lage | 46° 56′ 30″ N, 9° 57′ 21″ O | |
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| Typ | Trogtal | |
| Höhe | 1636 bis 2874 m ü. A. | |
| Länge | 7 km | |
| Fläche | 17,08 km² | |
| Besonderheiten | Ruhezone | |


Lage
Politisch liegt das Tal in der Gemeinde St. Gallenkirch, Bezirk Bludenz, regional im Montafon und gebirgsmäßig in der Silvretta. Die nordöstliche, orographisch rechte Seite wird von der Heimspitz-Valisera-Gruppe gebildet, die südwestliche, orographisch linke Seite von der Rotbühlspitzgruppe.
Das Gargellental ist ein orographisch linkes und südliches Seitental des Montafons, kurz nach der Ortschaft Gargellen teilt sich das Tal in das Valzifenztal nach Süden und in das Vergaldatal nach Südosten.
Umgrenzung und Größe
Das Einzugsgebiet des Vergaldabaches ist 17,08 km2 groß und der Bach ist etwa 7 km lang.[3] Das Tal ist ein Trogtal, der Talboden ist allerdings sehr schmal, die Hänge beidseits steil.
Umgrenzt wird das Tal entlang der Linie von Norden im Uhrzeigersinn Schmalzberg – Valisera – Heimbüheljoch – Kuchenberg – Vorderberg – Vergaldner Joch – Mittelberg – Hinterberg – Eisentälispitze – Rotbühelspitze – Valzifenzer Joch – Valzifenzer Turm – Vergaldner Schneeberg – Ritzenspitzen – Ortsteil Vergalda am Talausgang.
Umgebung
Das benachbarte Tal ist im Westen das Valzifenztal, das im hintersten Bereich Wintertal genannt wird. Über das Heimbüheljoch erreicht man das hinterste Novatal oder weiter über das Matschuner Joch das Garneratal. Über das Vergaldner Joch erreicht man die Tübinger Hütte im hintersten Garneratal. Bis auf die Ortschaft Gargellen sind alle benachbarten Täler unbewohnt.[2]
| Gargellental | Novatal | |
| Valzifenztal | ||
| Wintertal | Garneratal |
Beschreibung
Im nur alpwirtschaftlich genutzten Vergaldatal dominieren subalpine und alpine Lebensräume. Nur die steilen Hänge sind teilweise von Gebüsch bewachsen. Krummseggenrasen lösen sich mit zunehmender Höhe auf und machen Platz für Fels- und Schuttfluren, Pionierrasen und Polsterfluren, die bis in die höchsten Gipfellagen anzutreffen sind. Charakteristisch sind auch die zahlreichen Schneebodengesellschaften, Quellfluren, kleineren Hochgebirgsweiher und Schmelzwassertümpel, in denen auch Grasfrösche laichen.[4]
Alpe Vergalda
Die Alpe Vergalda oder Vergaldaaple war früher eine der größten Kuhalpen und ist heute die letzte Senn-Alpe im Gargellental. Die Weidefläche beträgt 616 ha. Auf der Melkalpe am Talboden sömmern 49 Kühe und 10 Ziegen. Auf der Galtalpe Vergalda verbringen über 200 Rinder den Sommer (Stand 2013). Der Alpweg ist auch eine ausgewiesene Strecke für Mountainbiker.[5] Mountainbiken ist allerdings nur auf dem Alpweg zwischen dem Ortsteil Vergalda und dem Alpgebäude Vergalda erlaubt.[6][4]
Ruhezone Vergaldatal
Das Tal ist ein wichtiger Lebensraum für Rot-, Gams- und Steinwild, sowie für Birkhühner, Schneehühner und Steinadler. Das Vergaldatal und ein Teil des Valzifenztals ist seit 2009 die einzige Ruhezone in Vorarlberg. Sie umfasst 1949,11 ha.[7] Ruhezonen bilden eine eigene Schutzgebietskategorie im Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung.[4]
Die Gebiete nördlich und östlich der Ritzenspitze sowie die Flächen rund um die Edelweißwände bei der Valisera dürfen ganzjährig nicht betreten werden. Das Gebiet zwischen den Ritzenspitzen und der Valzifenzalpe darf in der Zeit vom 1. November bis zum 31. Mai weder betreten noch mit Schiern befahren werden.[6][8]

