Vernate TI

Gemeinde im Kanton Tessin in der Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Schnelle Fakten Lage der Gemeinde ...
Vernate
Wappen von Vernate
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Agno
BFS-Nr.: 5230i1f3f4
Postleitzahl: 6992
Koordinaten: 712336 / 94907
Höhe: 546 m ü. M.
Höhenbereich: 363–777 m ü. M.[1]
Fläche: 1,51 km²[2]
Einwohner: 613 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 406 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
19,6 %
(31. Dezember 2024)[4]
Gemeindepräsident: Angelo Vegezzi (Vernate Unita)
Website: www.vernate.ch
Lage der Gemeinde
Karte von VernateVal Mara
Karte von Vernate
{ww
Schließen
TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Vernatef zu vermeiden.

Vernate ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin. Sie gehört zum Kreis Agno und zum Bezirk Lugano und liegt im Malcantone.

Geographie

Blick Richtung Luganersee

Das Dorf liegt auf einer Terrasse des Hügels Santa Maria im unteren Malcantone; es hat rund 600 Einwohner.

Die Nachbargemeinden sind im Norden Bioggio, im Osten Agno, im Süden Neggio und im Westen Lema.

Geschichte

In Vernate wurden zwei Gräber, die eine Kanne und eine Schere als Beigaben enthielten, aus römischer Zeit entdeckt. Der Bischof von Como besass im Dorf Lehen, die 1192 teils vom Stiftskapitel Agno erworben wurden. Das Dorf gehörte auch unter mailändischer und eidgenössischer Herrschaft zur Pieve Agno und unterstand bis 1788 der Pfarrei Iseo, deren Pfarrkirche Santa Maria Giovena (Juvenia) auf dem Gemeindegebiet liegt. Im Jahr 1335 wurde erstmals der Gemeindename erwähnt.

Die Dorfbewohner lebten von der Landwirtschaft oder wanderten als Bauhandwerker aus. Erst ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Vernate zur Wohngemeinde; 2000 waren fast vier Fünftel der Erwerbstätigen Pendler.

Bevölkerung

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten[5][6]

Sehenswürdigkeiten

Kirche Santa Maria Juvenia
Blick Richtung Monte Brè bei Lugano

Die Kirche Santa Maria d’Iseo ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[7]

  • Pfarrkirche Santi Sebastiano e Rocco, erbaut in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts[8]
  • Sankt Sebastian (Statue)[8]
  • Sankt Vincenz (Statue)[8]
  • Pfarrkirche Santa Maria Juvenia (Iseo), erwähnt seit 1378[8]
  • Casa Soldati[8]
  • Einfamilienhaus, Architekt: Fabio Reinhart[8]
  • Oratorium San Mattia (1769) im Ortsteil Guasti di Vernate[8]
  • Schalenstein im Ortsteil Nedrigia (680 m ü. M.)[9]

Persönlichkeiten

Literatur

  • Franco Binda: Il mistero delle incisioni. Armando Dadò editore, Locarno 2013, ISBN 978-88-8281-353-6.
  • Adolfo Caldelari: Vernate. In: Arte e Storia nel Ticino. ETT, Locarno 1975, S. 138.
  • Virgilio Chiesa: Vernate. In: Lineamenti storici del Malcantone. Tipografia Gaggini-Bizzozero, Lugano 1961 (2. Auflage 2002).
  • Bernardino Croci Maspoli: Vernate. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 22. Dezember 2022.
  • Plinio Grossi: Vernate. In: Il Malcantone. Guida Galli-Tamburini, 2. Auflage, Fontana Print S.A. Pregassona 1984, S. 127, 140, 146.
  • Simona Martinoli u. a.: Vernate. In: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 399.
  • Emilio Motta: Effemeridi ticinesi. Neue Auflage, Edizioni Metà Luna, Giubiasco 1991.
  • Giovanni Maria Staffieri: Vernate. In: Malcantone. Testimonianze culturali nei comuni malcantonesi. Lugano-Agno 1985, S. 99, 101–103.
  • Celestino Trezzini: Vernate. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 7, Ungelt – Villarvolard. Attinger, Neuenburg 1934, S. 228 (Digitalisat).

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI