Victor Heinisch

deutscher Harfenist, Komponist, Dirigent und Korrepetitor From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Victor Heinisch, als Sohn eines Forstbeamten geboren, studierte von 1883 bis 1887 Violine, Klavier und Harmonielehre am Konservatorium seiner Heimatstadt.[1] Dann zog es ihn nach Hamburg, wo er ab 1889 Harfenist am Stadttheater war.[2] 1896 war er am Hamburger Volkstheater als I. Kapellmeister engagiert.[3] Ab der Spielzeit 1896/97 war er, anfangs noch unter dem Chefdirigenten Gustav Mahler, am Stadttheater Hamburg als Korrepetitor, ab 1900 auch als Dirigent der Ballettmusik verpflichtet.[4][5][6] Am Stadttheater Hamburg dirigierte er u. a. die Ballette Die Puppenfee von Josef Bayer und Slavische Brautwerbung von Emil Graeb.[7][8] Als sich im Jahr 1900 das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg gründete, wurde Victor Heinisch als Kapellmeister mit der Besetzung des Orchesters betraut.[9] 1902 wurde Victor Heinisch dann von Gustav Mahler als 1. Harfenist an die Hofoper in Wien geholt und wurde im selben Jahr auch Harfenist der Wiener Philharmoniker.

Neben seiner Tätigkeit als Harfenist machte sich Victor Heinisch auch als Komponist einen Namen. 1902 wurde in Hamburg seine Messa Requiem in memoriam König Umberto von Italien aufgeführt. Ein Werk, das ihm den Orden des Ritters der italischenischen Krone einbrachte.[10]

Victor Heinisch starb 1910 mit nur 43 Jahren an Magenkrebs.

Kompositionen (Auswahl)

  • Oper Meister Rupert (auch Der Musikus von Augsburg betitelt) (1893)
  • Messa Requiem für Soli, Chor, Orchester und Orgel In memoriam König Umberto von Italien
  • Oper Harald der Viking (1900)
  • Oper Salome (1903)
  • Symphonische Tondichtung für Orchester Totentanz
  • Rhapsodie für Orchester Ein verlorenes Märchenland, unerreichbar dem Sehnenden
  • Romanze für Violine (oder Viola oder Cello) und Harfe op. 30 Träumerei
  • Elegie für Violine, Cello, Harfe und Harmonium

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI